Was passiert jetzt???

Alles Rund um Aktienkurs und Wandelanleihe

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Was passiert jetzt???

Beitragvon Donald13 » Mi, 15.10.2003 17:46

Hallo!

Ich verstehe das Ganze mit Cargolifter nicht mehr???
Was passiert jetzt mit der Aktie??? Wird es die Aktie bald nicht mehr geben??? Irgendwann muß es doch mal wieder weiter gehen!
Oder sieht es doch so aus das es Cagolifter nicht mehr geben wird in naher Zukunft und das alle Aktien verloren sind die man hat???
Ich sehe nur die Aktie ist bei ca 11 Cent! Und ich sehe auch das nicht viel passiert nur das alles alles zu billig Preisen verkauft wird! Und das kann es doch nicht sein! Wenn nichts mehr da ist dann gibt es auch bald kein Cargolifter mehr! Oder sehe ich das falsch!
Ich muß einfach sagen das kann es nicht geben! Cargolifter darf nicht verlieren!
Donald13
 
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Beitragvon JU » Mi, 15.10.2003 20:31

Reichlich spät gemerkt, dass man ein wenig früher hätte handeln müssen.

70 000 Aktionäre wären genug gewesen um CL am Leben zu erhalten.

Hätte, wäre, wenn --- zu spät ist zu spät.
JU
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Beitragvon k.moestl » Do, 16.10.2003 8:53

Hallo Donald13,

Sie dürfen sich über die wenig tröstende Antwort von Uwe J. nicht wundern und auch kein Mitleid von den Teilnehmern des ZiB-Forums erwarten., denn es hat 3 echte Chancen gegeben, CaroLifter zu retten, wenn denn (fast) alle 72.000 Aktionäre entschlossen gehandelt hatten:
1. Die CargoLifter-Wandelanleihe vom April 2002
2. Das von ZiB eingerichtete Treuhandkonto (ab Juli 2002)
3. Die CargoLifter-Wandelschuldverschreibung vom Oktober 2002

Alle drei Rettungsversuche sind wegen zu geringer Beteiligung gescheitert. Sie können die Historie genau nachverfolgen, wenn Sie sich die Mühe machen, die älteren Beiträge in diesem Forum zu lesen.
Ein Großteil der Mitglieder dieses Forums haben sich beteiligt, deshalb stößt ihnen Ihr spätes Lamento sauer auf: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

Klaus Möstl
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Beitragvon Lifter » Do, 16.10.2003 10:37

Passiert ist passiert - da kann man nichts mehr dran ändern.

Wir erhalten immer wieder Anfragen, was man denn nun mit den Aktien machen solle. Darauf kann es nur eine Antwort geben: Man stelle den Erlös beim Verkauf dem ursprünglichen Investment gegenüber. Die meisten von uns werden einen Totalverlust zu verbuchen haben, denn wir haben die Aktien weit vor der Insolvenz erworben. Der eine oder andere sogar noch vor dem Börsengang. Bestenfalls wird ein Altaktionär einen durchschnittlichen Kaufkurs über alle erworbenen Aktien zwischen 5 und 7 Euro haben. Danach wird er bei ca. 15 Euro liegen. Diese historischen Kurse im Verhältnis zu den aktuellen sprechen daher eine eindeutige Sprache. Sollte jemand momentan unbedingt auf die paar Euro angewiesen sein, die ihm bei einem Verkauf bleiben, dann sollte er verkaufen. Wenn nicht, dann macht es keinen Sinn, denn künftig kann es weitere Spekulationen geben, die den Kurs (maßgeblich durch Zocker) schwanken lassen werden.

Auch scheint mir die schlichte Eigenschaft als CL-Aktionär gewisse Umstände zu begünstigen. Zwar hat Herr Mönning sich geweigert, die Kosten für die Pflege der Aktionärsdaten zu übernehmen (Namensaktien), was aber noch geklärt wird. Andererseits bleibt die AG weiterhin im Besitz der Kontaktdaten ihrer Aktionäre. Wer verkauft, fällt raus. So ist die AG immer darauf angewiesen, dass Interessierte selbst auf sie zukommen.

Im Zuge künftiger Klagen ist es ggf. auch wichtig, die Aktionärseigenschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt nachweisen zu können.

Es kann sein, dass der AG in Zukunft noch einmal eine entscheidende Rolle zukommt. Solange das Insolvenzverfahren nicht abgeschlossen ist, wird die AG auch weiterhin bestehen. Mönning selbst sprach da von Jahren.

Wie bereits hier bekannt geworden, wurde inzwischen eine neue AG gegründet, an der ZiB-Mitglieder maßgeblich beteiligt sind. So können wir Einfluß auf die Entwicklung in dieser Gesellschaft ausüben. Es ist nicht undenkbar, dass die Alt-AG mit ihren Verlustvorträgen und ihrer Börsenzulassung für eine andere Gesellschaft im selben Business interessant sein könnte. Spätestens dann wird es auch wieder eine Hauptversammlung geben und die Aktionäre sind wieder gefragt.

Doch eines hat sich gegenüber dem Zustand vor einem Jahr geändert: Wir sind organisiert.

Es besteht inzwischen ein beachtliches Netzwerk, welches wir uns gerne zu Beginn unserer Aktion gewünscht hätten.

Mangels Geld ist die Kommunikation mit nicht ans Netz angeschlossenen Aktionären kaum bezahlbar. Ein Brief an alle Aktionäre kostet ca. 30.000 Euro. Das kann niemand zur Zeit stemmen. Diesen Umstand haben sich jedoch früh im Verfahren unsere Gegner zunutze gemacht und zu verschiedensten Gelegenheiten gezielt Desinformation betrieben. Dies wurde besonders bei den Erignissen rund um die Teilschuldverschreibung deutlich.

Wie wichtig anscheinend die Störung dieser Kommunikation ist, erkennt man leicht daran, dass der Insolvenzverwalter mehrere einstweilige Verfügungen gegen den neuen Aufsichtsrat erwirken wollte. Zuletzt vor dem Oberlandesgericht Brandenburg mußte er jedoch eine herbe Niederlage einstecken, da dieses sowie schon das Landgericht Cottbus und auch das Landgericht Berlin zuvor verschiedene Klagen zugunsten von Vorstand und Aufsichtsrat entschieden hat. Unter anderem gin es um die Nutzung der Domain cargolifter.info. Mit teilweise abenteuerlichen Begründungen versuchten die Anwälte von Mönning die Justiz dazu zu bewegen, die Arbeit der Gremien zu behindern. Darauf haben sie sich aber glücklicherweise nicht eingelassen.

Auch alle von Mönning gestellten Prozesskostenhilfeanträge wurden zurückgewiesen. Interessant dabei: Verliert Mönning, dann zahlt er die Rechnungen nicht und beruft sich gegenüber Dr. Diesselhorst auf Masseunzulänglichkeit der AG. Da fragt man sich wirklich, ob den Gläubigern, vor allem denen im Gläubigerausschuss bewußt ist, was sie dort anscheinend stillschweigend billigen?

Völlig unmotiviert klagt Mönning frei drauf los, wohl wissend, dass er es zulasten der Glüubiger tut, denn eines ist doch wohl anzunehmen: Die Insolvenzkosten werden bevorrechtigt aus der Masse beglichen. Ihm kann es also egal sein, woher er sein Geld bekommt. Entweder von den Beklagten oder aus der Masse. Nachteile hat er nie daraus.

Der Anwalt der AG läßt nun jedoch klären inwieweit Mönning selbst dafür zur Rechenschaft zu ziehen ist.

Es ist schon merkwürdig, wieviel Aufmerksamkeit der IV denen nach seinen Worten marionettenhaften und unbedeutsamen Gremien der AG widmet. Da könnte er sie doch links liegen lassen und sein ach so erfolgreiches Tun fortsetzen. Tatsache ist jedoch auch, dass er in Gerichtsvorlagen Unwahrheiten über Aufsichtsratsmitglieder verbreitet, die er in späteren Schreiben wieder zurücknehmen muss und seinerseits Namen für den so unbedeutenden Aufsichtsrat ins Spiel bringt. Namentlich Dr. Gebhardt, Dr. Schneider und Herrn Prinz.

Das wäre dann schon die Krönung, denn wie sollen diese Herren den so genannten insolvenzfreien Innenraum organisieren, wenn sie selber immer ein sehr gespanntes Verhältnis zur AG und seinen Aktionären hatten. Fragt sich, wer denn nun tatsächlich ein Puppentheater inszenieren wollte?

Was hört man eigentlich von den fast schon inquisitorisch zu nennenden Ermittlungen von Mönnings Mitarbeitern in Sachen "nicht erklärbare Geldbewegungen in Höhe von 60 Mio Euro"? Kann es vielleicht sein, dass sie trotz intesiver Nachforschungen nicht den kleinsten Hinweis auf Unregelmäßigkeiten finden konnten? Dazu äußert sich Herr Mönning in der Öffentlichkeit natürlich nicht, denn das würde ja das Bild vom visionären Spinner Gablenz, der angeblich potemkinsche Dörfer aufgebaut hat, einfallen lassen. Was ist denn nun mit dem Vorwurf der Insolvenzverschleppung und der Forderungen in zigfacher Millionenhöhe gegen den Ex-Vorstand, dem die Staatsanwaltschaft so intensiv arbeitet? Kann es sein, dass dort jemand Nachhilfestunden im Bilanzierungswesen braucht?

Trotzdem scheintes ganz nett zu sein, bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Gerüchte um Unregelmäßigkeiten weiter anzuheizen. Jeder kann sich denken, dass die Betroffenen sich das nicht unbegrenzt bieten lassen werden. Verständlich ist auch, dass es für die Betroffenen ungleich schwieriger ist, angemessen zu reagieren, wenn der Klagende auf den Daten sitzt.

Alles in allem scheint mir der Status als CL-Aktionär inzwischen eher als Auszeichnung zu werten zu sein. Gegen die Häme in Öffentlichkeit und in vielen Teilen der Presse steht die Geweissheit, dass wir das Richtige wollten und noch wollen, gegen den Widerstand von Politikern und Beamten, die nur eines im Sinn haben: Ihren eigenen Sessel ohne persönliches Risiko.

Tatsache ist, dass die Entwicklungen rund um CargoLifter vor, während und nach der Insolvenz einzigartig sind. Der ganze Stoff würde einen abendfüllenden Krimi oder einen dicken Wälzer abgeben, der das Zeug zum Starßenfeger oder zum Bestseller hätte (nicht so schwierig, wenn man den Rummel um Bohlen und andere Schreiberlinge verfolgt). Dagegen ist das Bardehle-Machwerk eher bei der Kategorie schlecht recherchierte Sandmännchengeschichte einzuordnen. Das Ganze hat Präzendenzcharakter, in jeder Hinsicht.

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Keiner von uns will Managementfehler entschuldigen, die bei CargoLifter gemacht wurden. Es geht uns darum, Begleitumstände, die diese begünstigt haben, anzupranagern: Nicht gehaltende Versprechungen, dubioses Handeln von Politikern und Beamten sowie Verstrickungen und fragwürdige Netzwerkstrukturen während der Insolvenz. Wie hoch sind die "wahren" Verbindlichkeiten? Wie und wann wurden die Mitglieder des Gläubigerausschusses eigentlich Gläubiger? Wie nehmen sie ihre Aufgabe war, vor allem gegenüber den eigentlichen Gläubigern? Kann man es heute überhaupt noch wagen, sich den Staat ins Boot zu holen?

Wer außer uns soll an der Aufklärung weiter arbeiten? Ich kann jedem Aktionär nur empfehlen, alsbald Mitglied im Verein zu werden, um diesen zu stärken. Positiver Nebeneffekt: noch detailliertere Informationen.
Innovation braucht Mut!
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Danke für die Antworten!

Beitragvon Donald13 » Fr, 17.10.2003 16:20

Danke für die Antworten!

Ich entschuldige mich das ich mich ein wenig falsch ausgedrückt habe!
Mein Thema habe ich eröffnet um mal andere Meinungen zu hören! Ich wollte nicht den Gedanken aufkommen lassen das ich Trost brauche! Nein ich benötige keinen Trost, denn ich weiß auf was ich mich eingelassen habe!

Ich wußte auch von den Rettungsversuchen nur was sollte ich machen! Ich hatte nicht gerade viel Geld für eine Rettung!

Ich habe mir auch die Mühen gegeben viele Beiträge zu lesen!
Aus diesem Grunde sind bei mir so viele Fragen aufgekommen!

Ich verstehe nur einiges nicht mehr, wie das ganze so weiter geht!
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Lifter's Essay

Beitragvon pestw » Do, 19.02.2004 19:42

Lifter's Essay vom vergangenen Oktober hat immer noch seine Berechtigung wie eh und je.
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