Unglaublich: Palmen statt Luftschiffe ???

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Unglaublich: Palmen statt Luftschiffe ???

Beitragvon E.Sillge » Do, 19.06.2003 6:32

Die spinnen wohl. Für den Fall sollte man sich was überlegen!

Brandman

Mittwoch, 18. Juni 2003

Palmen statt Luftschiffe

Tropenpläne für Cargolifter-Halle

Auf dem Gelände des insolventen Luftschiffbauers Cargolifter soll nun eine künstliche Tropenlandschaft entstehen. Dazu plane ein Konsortium aus dem malaysischen Unternehmen Tanjong sowie der englischen Colin Au, das Gelände im brandenburgischen Brand zu kaufen. Das teilte der Insolvenzverwalter von Cargolifter, Rolf-Dieter Mönning, am Mittwoch mit. Die Aufnahme der Vertragsverhandlungen mit dem Konsortium habe der Gläubigerausschuss am Mittwoch genehmigt, so Mönning.

Wo sich einst der Bau von Luftschiffen als Luftschloss erwies, sollen bald eine Salzwasserlagune, Sandstrände und Kokospalmen die Besucher anlocken - Regenwald und Dschungelpfad inclusive. Auch zwei Hotels sowie Restaurants seien geplant. Bis zum 15. Juli solle ein Vertrag abgeschlossen werden, heißt es. Der Bau ist 100 Meter hoch, 210 Meter breit und 360 Meter lang. "Die CargoLifter-Halle, weithin sichtbares Symbol der Lausitz und des Landes Brandenburg bleibt erhalten", heißt es.

Die CargoLifter AG und acht Tochtergesellschaften hatten im Juni 2002 Insolvenz angemeldetet. Ursprünglich wollte das Unternehmen Luftschiffe zum Transport sehr schwerer Lasten bauen. Rund 70.000 Aktionäre stellten 300 Millionen Euro bereit.
http://www.n-tv.de/3167164.html

Berlin (vwd) - Ein malaysischer Konzern will in der CargoLifter-Halle im brandenburgischen Brand eine künstliche "Tropenlandschaft" errichten. Ein Konsortium um die Tanjong Public Ltd, Kuala Lumpur, solle die Werft und das Firmengelände des seit Juni vergangenen Jahres insolventen Luftschiffbauers CargoLifter AG, Berlin, kaufen, teilte Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning am Mittwoch mit. Die unter einem Kreis von fünf Bietern und Bieter-Gemeinschaften ausgewählte Gruppe will zusätzlich zwei Hotel-Resorts in der Nachbarschaft bauen.

Das Kaufangebot solle bis zum 15. Juli abschließend ausgehandelt und mit einem rechtsverbindlichen Vertrag abgeschlossen werden. Für die erste Phase des Projektsausbaus wolle das Konsortium 70 Mio EUR investieren und für den weiteren Ausbau 50 Mio EUR, erläuterte Mönning. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. +++ Gerald Dietz
vwd/18.06.2003/§gd/rio
http://www.vwd.de/vwd/news.htm?id=20554 ... r=0&awert=
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malayisch-englischer Tropenbiergarten

Beitragvon 5dim » Do, 19.06.2003 12:07

Die Idee von der Vergnügungsanlage - ich hatte allerdings mehr an das Oktoberfestgelände als an einen Englischen, Malayischen oder Japanischen Garten gedacht - ist ja schon älter. An Stelle eines Rummelplatzes erwartet uns wohl jetzt etwas, das die Amis (schon wieder dieses Kürzel...) als autarke Anlage zum Überlebentraining im All konzipiert und (anscheinend erfolglos) umgesetzt hatten - freilich ohne all die Unbequemlichkeiten, denn sonst würde man nicht gleich zwei Hotels nach Brand bringen wollen.

Ich frage mich bloß, an welche Klientel das mal.-engl. Konsortium denkt, denn der Eintritt in die schöne neue Tropenwelt dürfte nicht billig sein. Wäre da angesichts der boomenden Billigfliegerei nicht eine Pauschalreise in die Original-Landschaft sinnvoller? Vielleicht spekuliert man hier schon auf das gebrechliche alte Deutschland, welches sich Fernreisen einst nicht mehr erlauben kann? Oder hofft man, auf diese Art SARS auch nach Deutschland zu bringen?

Zum Thema siehe auch unter "Standort Brand": "Der Urwald kehrt zurück - oder was?"
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Einfach unglaublich.

Beitragvon Ollovar » Fr, 20.06.2003 6:47

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"...versucht Sprecher...Mathias Haensch zu beruhigen ?

Beitragvon E.Sillge » Fr, 20.06.2003 7:08

20.06. IN DER CARGOLIFTER-HALLE SOLLEN BALD PALMEN WACHSEN

AKTIONÄRE SIND SAUER


Willkommen im Freizeitpark
GERALD DIETZ


BRAND Luftschiffe werden so bald nicht mehr über der Werft des insolventen Luftschiffbauers Cargolifter in Brand (Dahme-Spreewald) schweben. Stattdessen sollen Besucher mit Palmen und Strandidylle gelockt werden. Doch diese Pläne, im märkischen Sand einen Tropenpark zu errichten, lösten gestern vielfach nur Spott aus. "Statt Hochtechnologie soll nun ein Gewächshaus entstehen", höhnte Mirko Hörmann von der Initiative der Cargolifter-Aktionäre "Zukunft in Brand". Ohne die Halle habe ein Technologiezentrum in Brand "keinen Sinn". Auch Cargolifter-Gründer Carl von Gablenz schüttelte nur mit dem Kopf: "Ich glaube nicht, dass Brandenburg noch einen Freizeitpark braucht." Mit dieser Entscheidung werde "eine einmalige Chance" verspielt.

In der Tat sind die Träume, in der Lausitz ein Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik zu etablieren, jetzt wohl endgültig vom Tisch. Der Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning will Werft und Firmengelände im Einklang mit dem von Vertretern des Landes Brandenburg dominierten Gläubigerausschuss an ein Firmenkonsortium um den malaysischen Konzern Tangjong verkaufen. Die Gruppe will in der bislang größten frei tragenden Halle der Welt einen Regenwald wachsen lassen, drumherum werden eine Lagune und ein Sandstrand geplant. Insgesamt 120 Millionen Euro sollen in das von zwei Hotel-Ressorts umsäumte "Tropical Island" genannte Tropenparadies investiert werden. 1000 Arbeitsplätze versprechen die Investoren.

An den Plänen und Patenten der Cargolifter AG für den Bau großer Fracht-Luftschiffe hätten die Investoren dagegen "wenig Interesse", sagte Rechtsanwalt Danial Lawlor aus Mönnings Kanzlei gestern in Brand. Das mag der brandenburgische Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) noch nicht so recht glauben: "Die Leichter-als-Luft-Technologie am Standort Brand wird mit Investoren weiter diskutiert."

Erst gestern traf sich Junghanns mit dem neuen Cargolifter-Alleinvorstand Hans-Georg Engelken. Der warb beim Minister erneut für sein Konzept, Technologiestandort und Unternehmen doch noch zu retten. Eine Verwaltungsgesellschaft ausgestattet mit sechs bis acht Millionen Euro aus privatem Kapital und staatlichen Fördergeldern solle versuchen, den Standort zu entwickeln. Die Tropenpark-Lösung findet Engelken dagegen "wirtschaftspoltisch nicht nachvollziehbar". Nur: Dafür ist offenbar Geld da, für sein Konzept dagegen nicht.

Der Cargolifter-Aufsichtratschef Arnd Middelmann bläst dennoch ins gleiche Horn: "Wir haben eine Auffanglösung vorgestellt, stattdessen sollen jetzt die 70 000 Aktionäre enteignet werden." Rund 320 Millionen Euro waren seit Gründung der AG von den Aktionären in den Aufbau der Werft und in Entwicklung investiert worden. Es sei "total verkehrt, dass sich jetzt ein ausländisches Unternehmen den Standort unter den Nagel reißt und zum Spekulationsobjekt macht", ärgerte sich Middelmann.

Vor Ort, im Landkreis, hegt man indes noch Hoffnung, dass es in Brand nicht nur beim künstlich angelegtem Regenwald als Freizeitattraktion bleibt. "Jetzt heißt es erst einmal Tropical Island, wenn wir das geschafft haben machen wir weiter", sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftförderung Dahme-Spreewald (WFG), Cord Schwartau. Zusammen mit einer britischen Fonds-Gesellschaft und dem Luftfahrtexperten Brian Wilson hatte auch die WFG über ihr Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Cargolifter-Insolvenzverfahren ein Angebot zur Weiterführung der Luftschifftechnologie in Brand vorgelegt. Schwartau ist nur wenig enttäuscht: "Wir sind sehr starken Bietern unterlegen." Schließlich handele es sich bei Tangjong um den Konzern, der die beiden höchsten Gebäude der Welt im malaysischen Kuala Lumpur gebaut hat.

"Wir wollen auch eine Sektion Luft- und Raumfahrt einschließlich Luftschiff und Flugbetrieb in Brand integrieren", versucht der Sprecher der brandenburgische Investitionsbank (ILB), Mathias Haensch, zu beruhigen - ohne aber zu sagen, wie Regenwald und Luftfahrt zusammen passen könnten. Unklar ist bis zur Vertragsunterzeichnung wohl auch noch, was mit den 52 Millionen Euro Fördermitteln passiert, die über die ILB an Cargolifter flossen.

http://www.maerkischeallgemeine.de/?loc ... weiter=300
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Freude und Wut ...

Beitragvon E.Sillge » Fr, 20.06.2003 8:00

Der Herr Wille hat aber auch schon mal anders "gebabbelt".
Aber lest selbst.

Grüße,

Brandman


Freude und Wut über Plan für Tropenwelt bei CargoLifter

Gegner der neuen Vorschläge für Nutzung der Halle kündigen Widerstand an

Eine Tropenlandschaft mit Palmen, Salzwasserlagune, Sandstränden, Dschungelpfaden in der riesigen Halle der insolventen CargoLifter AG in Brand bei Lübben – diese Ankündigung einer künftigen Nutzung klingt für Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck «verlockend» .

Bis diese Vorstellungen Wirklichkeit werden, alles in «trockenen Tüchern» ist, die «Palme vielleicht Baum des Jahres in Brandenburg wird» , müssten aber noch viele Gespräche geführt werden, bremst Platzeck allzu schnelle Euphorie. Der Kaufvertrag mit dem malaysisch-englischen Konsortium von Colin Au und Tanjong Public Ltd., das die Tropenwelt im Spreewald entstehen lassen will, muss nämlich von Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning erst noch ausgehandelt werden. Er soll bis zum 15. Juli unterschriftsreif vorliegen.

Gute Nachricht
Das ist der Auftrag des Gläubigerausschusses, der sich nach Auskunft von Matthias Haensch, Sprecher der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), einstimmig für diesen Investor entschieden hat. Das Land Brandenburg ist Hauptgläubiger, hat rund 48 Millionen Euro in das Projekt der Luftschiffwerft gesteckt, davon knapp 40 Millionen Euro in den Bau der Halle.
Freude über die neuen Pläne herrscht auch bei Martin Wille, Landrat des Dahme-Spreewald-Kreises. «In einer Zeit, in der man mit dem Abriss der Halle rechnen musste, ist das eine gute Nachricht. Der Abriss wäre eine dramatische Entwicklung gewesen» , begründet Wille seine Zufriedenheit. Die Halle, 360 Meter lang, 210 Meter breit und 107 Meter hoch – das höchste freitragende Bauwerk der Welt – ist längst zum Wahrzeichen der Region geworden.
Bei Anderen herrschen eher «Enttäuschung und Wut» , wie Andreas Eichner, Vorsitzender des Vereins Initiative Zukunft Brand, sagt. In dem Verein haben sich CargoLifter-Aktionäre zusammengeschlossen. Eichner sieht die Zukunft für die Leichter-als-Luft-Technologie, mit der CargoLifter einst angetreten war, «sehr düster. Uns Aktionäre wurmt, dass wir schlicht und einfach enteignet werden. Insolvenzverwalter und Gläubigerversammlung gehen einfach den Weg des geringsten Widerstandes» , schimpft der Vereinsvorsitzende und kündigt Klagen an. «Wir werden das nicht einfach nur zur Kenntnis nehmen, sondern uns wehren.»

Vorwürfe zurückgewiesen
«Zutiefst betroffen» zeigt sich auch Karsten Frevert, der mit anderen ehemaligen CargoLifter-Mitarbeitern das Besucherzentrum der Werft als selbstständiges Unternehmen betreiben wollte. Luftschiffe wären die Attraktion gewesen, «nicht ein solcher Käse mit einem tropischen Urwald» , so Frevert. Monatelang hätten das Land und der Insolvenzverwalter «nur Investoren vorgegaukelt und uns an der Nase herumgeführt» , macht er seinem Herzen Luft.
Matthias Haensch von der ILB weist solche Vorwürfe zurück. Das Konzept der Tropenwelt in der Halle sei keines für einen Vergnügungspark. Das Angebot der Gruppe bewertet er als jenes, «das in der Gesamtheit gestimmt hat» , erklärt der ILB-Sprecher gegenüber der RUNDSCHAU. Die malaysisch-englische Gruppe will mit ihrer Investition von 120 Millionen Euro in der Endphase rund 1000 Arbeitsplätze schaffen.
Als «unterhalb der Gürtellinie» wollte er Gerüchte, die von Mitbewerbern für den Kauf von CargoLifter gestreut werden, erst gar nicht kommentieren, dass es dem Land nur darum geht, schnell das Geld für die Ablösung eines Massekredits von vier Millionen Euro bei der EU zu erwirtschaften.
Daniel Lawlor, ein englischer Anwalt und Partner von Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning bestätigt, dass Kaufpreis-Angebot und Bonität letztlich den Ausschlag für das malaysisch-englische Konsortium gegeben haben. Bis zum Schluss mit im Boot gesessen hätte die englische Firma Air Brand Holdings Ltd. Sie habe den Luftschiffbau weiter betreiben wollen. Dieser sei realistisch nur finanzierbar gewesen bei gleichzeitigem Betrieb eines Flugplatzes. Das aber, so Daniel Lawlor, habe bei den Befürwortern des Großflughafens Schönefeld erhebliche Befürchtungen hervorgerufen. Eine Genehmigung für den Flugverkehr wurde nicht erteilt.
Überrascht und enttäuscht zeigen sich auch die Verfechter des Spreewaldpark-Resorts in Lübben. Landtagsabgeordneter Edwin Zimmermann (SPD) bezweifelt, dass mit «Tropical Island» in Brand und dem Spreewaldpark in Lübben zwei Großprojekte wirtschaftlich vertretbar sind. Marianne Bahlke vom niederländischen Projektentwickler ensis BV hofft, dass man die Konzepte noch aufeinander abstimmen kann. Sie verweist auf das Einspruchsrecht von ensis BV bei einem neuen Raumordnungsverfahren, das ihrer Ansicht nach notwendig ist.
Nach Auskunft von Achim Wersin liegt ein entsprechender Antrag im Potsdamer Umweltministerium noch nicht vor. «Eine veränderte Nutzung kann durchaus von Bedeutung sein» , hält Ministeriumssprecher Wersin ein neues Raumordnungsverfahren aber durchaus für denkbar.

«Bonität fehlte»
Trotz der veränderten Situation wollen die Investoren des Spreewald-Resorts «nun erst Recht» das Projekt vorantreiben, versichert Landtagsabgeordneter Zimmermann nach einer Sitzung des entsprechenden Planungsverbandes. In den Freizeitpark auf 450 Hektar sollen nach Angaben von ensis BV 630 Millionen US-Dollar investiert werden und 3500 direkte sowie 10 500 indirekte Arbeitsplätze entstehen. Als unverständlich kritisiert ensis BV, dass man trotz eines besseren Angebotes für die Übernahme des CargoLifter-Geländes nicht berücksichtigt wurde. Dazu Rechtsanwalt Daniel Lawlor: «Es fehlte der Nachweis der Bonität.»
Seit 1995 geistert das Projekt eines Freizeitparkes durch den Spreewald, zunächst unter Federführung der niederländischen Firma Heycur, ab 1998 unter der von ensis BV. Lübbens Bürgermeister Lothar Bretterbauer, der dem kommunalen Planungsverband Spreewald-Resort vorsteht, sieht in der sich anbahnenden Konkurrenz durchaus Vorteile: «Wenn es auf allen Ebenen dazu führt, dass schneller gearbeitet wird als zwischen 1995 und 2003, ist das gut.»

Von Wolfgang Swat Und Krino Müller Artikel vom 20.06.2003 01:13
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Was soll das nun wieder?

Beitragvon Dirk74 » Fr, 20.06.2003 13:10

Also die spinnen jetzt wirklich.

Ich habe die Meldung grad bei uns in der Volksstimme gelesen. Die sonst kaum über CL berichten.

Ich dachte es liegen zwei Angebote für eine sinnvolle Nutzung vor.

Und das Argument mit dem Eintrittspreis sollte man sich auf jeden Fall überlegen. Sie können ja einen Sonderpreis für die 5 Mio Arbeitslosen machen.


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Berliner Morgenpost

Beitragvon Henry » Sa, 21.06.2003 9:49

Höheres Gebot für Cargolifter abgelehntVon Robert Ummen

Berlin - Die Spekulationen über Merkwürdigkeiten im Bieterverfahren und abschließenden Zuschlag für den neuen Investor des insolventen Luftschiffbauers Cargolifter in Brand bei Berlin wollen nicht verstummen.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost hat das malaysisch-britische Bieterkonsortium Colin Au / Tanjong den Zuschlag vom Gläubigerausschuss bekommen, obwohl es mit 17,5 Mio. Euro nicht einmal die Hälfte des Kaufpreises in Höhe von 45 Mio. Euro angeboten hat, mit dem die niederländische Ensis BV ins Rennen gegangen war. Das Land Brandenburg ist Hauptgläubiger und hat rund 48 Mio. Euro in die Luftschiffwerft gesteckt.

Nach Informationen aus verhandlungsnahen Kreisen hat Colin Au / Tanjong bislang lediglich 50 000 Euro "Anzahlung" geleistet. Die zweite Rate über knapp fünf Mio. Euro, die am 15. Juli nach Vertragsabschluss fällig ist, will das Konsortium nur gegen "Landesgarantie" leisten. Das Land Brandenburg soll demnach für eine Rückzahlung dieser fünf Mio. Euro bürgen, falls im Genehmigungsverfahren für das Palmen-Projekt des Konsortiums - ein Freizeitpark mit Tropenlandschaft, Sandstränden und Fünf-Sterne-Hotels - noch etwas schief geht. Die restlichen 12,5 Mio. Euro werden bei Erteilung der Baugenehmigung fällig.

Experten erscheint der von Colin Au / Tanjong gebotene Kaufpreis von 17,5 Mio. Euro viel zu niedrig. Laut Gutachten aus 2001 beträgt der Verkehrswert der Cargolifter-Immobilien immerhin rund 87 Mio. Euro. Als unverständlich kritisiert der niederländische Projektentwickler Ensis BV, dass man trotz eines wesentlich höheren Angebotes nicht berücksichtigt wurde. "Es fehlte der Nachweis der Bonität" wird Daniel Lawlor, Partner von Cargolifter-Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning, dazu in der "Lausitzer Rundschau" zitiert. Dies wird in verhandlungsnahen Kreisen zurück gewiesen. Hinter der Ensis BV stünden institutionelle US-Investoren, die Bonität sei überhaupt kein Problem. Ensis entwickelt im benachbarten Lübben das Spreewald-Resort, in das rund 630 Mio. US-Dollar fließen sollen. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass Ensis das Spreewald-Projekt kippt, falls das Unternehmen doch noch den Zuschlag für Cargolifter erhält.

Dem Vernehmen nach will Ensis im Bieterwettstreit nicht kampflos aufgeben. Kapital- und Finanzierungsnachweise sollen eingereicht werden. Zudem verweist Ensis auf ein Einspruchsrecht bei einem neuen Raumordnungsverfahren, das nach Meinung des Unternehmens durch die Umnutzung notwendig wird.

Wie das Gerangel unter den Investoren ausgeht, es bleibt die Frage, warum ein fast dreimal so hohes Gebot über 45 Mio. Euro ausgeschlagen wurde. Zitat aus den Kreisen: "Irgendetwas stinkt da zum Himmel." Insolvenzverwalter Mönning nahm dazu keine Stellung. Er habe sich verpflichtet, über Details Stillschweigen zu bewahren, sagte er auf Anfrage. Nur soviel wollte er verraten: "Tanjong war das einzige Angebot, das in sich schlüssig war und alle geforderten Nachweise erbrachte."

Ärger droht außerdem von Seiten der Cargolifter-Aktionäre. Andreas Eichner, Vorsitzender des Vereins "Initiative Zukunft Brand", in dem sich die Aktionäre zusammengeschlossen haben, kündigte Klagen an. "Uns wurmt, dass wir schlicht und einfach enteignet werden. Insolvenzverwalter und Gläubigerausschuss gehen den Weg des geringsten Widerstandes." Dagegen werde man sich zu wehren wissen.

Berliner Morgenpost, vom: 21.06.2003
URL: http://morgenpost.berlin1.de/archiv2003 ... 11584.html
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CargoLifter-Aufsichtsrat von Gablenz: Chance für Technologie

Beitragvon M. Wolstein » So, 22.06.2003 13:41

http://finanzen.focus.msn.de/D/DS/DSF/d ... 1056282289

B Ö R S E N - N E W S
CargoLifter-Aufsichtsrat von Gablenz: Chance für Technologie nicht vergeben
Die Kritik am geplanten Freizeitzentrum auf dem Gelände des Luftschiffbauers Cargolifter reißt nicht ab. CargoLifter-Aufsichtsrat Carl von Gablenz sagte, mit den Plänen ausländischer Investoren für eine Tropenlandschaft in der Riesenhalle vergebe Deutschland eine Chance zur Entwicklung von Hochtechnologie. "Der Standort in Brand hat einmalige Möglichkeiten zur Umsetzung der Leichter-als-Luft-Technologie, aber diese könnte man in einer Halle mit Dschungel nicht mehr verwirklichen", sagte von Gablenz am Sonnabend in einem Gespräch mit der deutschen Presse-Agentur (dpa).

Der Gläubigerausschuss hatte vor wenigen Tagen unter fünf Kaufangeboten die Aufnahme von Vertragsverhandlungen mit einem malaysisch-englischen Konsortium genehmigt. Das Konzept "Tropical Island" von Colin Au und der malaysischen Tanjong Public Ltd. sieht in Brand (Dahme-Spreewald) südlich von Berlin neben dem Bau eines Freizeitparkes mit zwei Hotels den Aufbau einer Sektion Luft- und Raumfahrt sowie einen Flugplatzbetrieb vor.

PRESSE: GELÄNDEVERKAUF BRINGT ZUNÄCHST 20 MILLIONEN EURO

"Man kann doch nicht einfach zuschauen, wie die Chance für diese Technologie, die jetzt weltweit erkannt ist, in Deutschland in einem Freizeitpark endet", kritisierte der Gründer und ehemalige Vorstandschef der insolventen CargoLifter AG: "Wer in Brandenburg und Berlin soll denn bei der hohen Arbeitslosigkeit das Geld für einen Besuch in diesem Freizeitpark aufbringen?"

Am 15. Juli soll der Kaufvertrag mit dem Insolvenzverwalter unterzeichnet werden. Im Endausbau seien 1.000 Arbeitsplätze vorgesehen. Nach Informationen der in Cottbus erscheinenden "Lausitzer Rundschau" (Samstagausgabe) soll der Verkauf des 500 Hektar großen CargoLifter-Geländes zunächst 20 Millionen Euro einbringen, allerdings ohne die Technik und Technologiepatente.

GABLENZ FÜR ENGELKEN-PLAN

Als Alternative zu einer "Tropeninsel" in der mehr als 100 Meter hohen, 360 Meter langen und 210 Meter breiten Halle verwies von Gablenz auf das vom CargoLifter-Alleinvorstand Hans-Georg Engelken im Mai in Berlin präsentierte Sanierungskonzept. Das sieht die Gründung einer Liegenschaftsgesellschaft mit einem Kapitalbedarf von sechs bis acht Millionen Euro über drei Jahre vor. "Diesen Ausgaben stünden potenzielle Einnahmen aus der Nutzung der Werfthalle gegenüber." Mit dieser Gesellschaft gäbe es die Chance, die Technologie zu erhalten, "anstatt sie an irgendeinen Bieter zu verscherbeln."

"Mit der Leichter-als-Luft-Technologie könnte der Standort für Zeppelinluftschiffe, Höhenplattformen, Schwerlastballone und sonstige Forschungsprojekte wieder aufgebaut werden", ist von Gablenz überzeugt. Nun seien die Politiker gefragt, und auch das Land Brandenburg müsse sich aktiver für den Erhalt des Technologiestandortes Brand einsetzen./jä/DP/he/kro


22.06.2003 - 13:44
Quelle: dpa-AFX
M. Wolstein
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Märkische Allgemeine Zeitung

Beitragvon Henry » So, 22.06.2003 19:27

21.06. MAZ TRAF DEN MANN AUS MALAYSIA, DER DIE CARGOLIFTER-HALLE KAUFEN WILL
Er baut das Tropen-Wunder


WILDAU Der sanfte Blick, das freundliche Lächeln, die Haare akurat geschnitten. Er sieht ein bisschen jungenhaft aus, und ist doch millionenschwer: Colin Au aus Malaysia. Der Mann, der das Tropen-Wunder von Brand bauen will! MAZ hat ihn getroffen.

Das Richtfest für das neue Technologiezentrum gestern in Wildau. Pflichttermin für die lokale Prominenz. Abseits vom Trubel schaut sich auch Colin Au die Baustelle an. Sein erster offizieller Auftritt nach der Sensationsnachricht vom geplanten Tropen-Dschungel. Er ist umringt von deutschen Beratern, wirkt ein wenig scheu. Doch er reagiert sofort, als die MAZ ihn anspricht: "Hello, Mister Au!" Sein Tross stoppt, der Malaysier grüßt freundlich zurück und gibt bereitwillig Auskunft über:

? die Halle: "Fantastisch! Wir können 100 Meter hohe Bäume wachsen lassen."

? den Tropenpark: er nennt es sein "grünes Projekt" - Lagune mit Wasserfall, Strände, dichter Regenwald und ein 50 mal 200 Meter großes Tropenmeer. Es soll aber kein reiner Vergnügungspark werden. "Die Deutschen lieben Kultur, deshalb sollen die Leute auch etwas über den Regenwald und mein Land erfahren."

? die Finanzierung: in einem ersten Schritt sollen 50 Millionen Euro investiert werden, dann noch einmal 70 Millionen Euro.

? die Arbeitsplätze: zuerst sollen 500 entstehen, in den nächsten Jahren noch einmal so viele.

? den Baustart: "Wenn die Genehmigungen ohne Probleme laufen, eröffnen wir im Winter 2004."

? das Cargolifter-Besucherzentrum: es soll weiter geführt werden. "Vielleicht bieten wir sogar Rundflüge an."

? die Standortwahl: monatelang suchten malayische Investoren weltweit einen Platz für das Tropenparadies. Da hörten sie von der freien Riesenhalle in Brand. Und Tourismus-Unternehmer Colin Au nahm die Verhandlungen auf.

Ob es den Tropenpark wirklich geben wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Nach dem Cargolifter-Malheur trauen viele dem Frieden nicht. Andere, wie Ministerpräsident Matthias Platzeck, sind zuversichtlich. Platzeck nach einem kurzen Treffen mit Colin Au: "Ein seriöser Mann. Und er hat Geld." zes

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Land ... fordert vom IV 50 Mio ...

Beitragvon E.Sillge » Di, 24.06.2003 8:01

" Land ... fordert vom IV 50 Mio ..." , das ist deren Antrieb, von Zukunftstechnologie schwätzen sie dann erst wieder beim nächsten
Aufschwung! Nur sind dann andere vielleicht schon am Ziel.

Brandman

24.06.2003, Tagesspiegel

Märkische Tropen
Malaysische Investoren wollen aus der Cargolifter-Halle eine Äquatorlandschaft machen – Aktionäre wehren sich

Von Claus-Dieter Steyer

Brand. Diesen Absturz hatten sich die 72000 Aktionäre der inzwischen Pleite gegangenen Cargolifter AG nicht träumen lassen: Das mit ihrem Geld vorangetriebene Projekt riesiger Luftschiffe endet womöglich mit Kokospalmen, Dschungel und Sandstränden. Das sehen jedenfalls die Pläne des Insolvenzverwalters und einer malaysisch-britischen Investorengruppe vor. Am 15. Juli soll der Kaufvertrag für die weltweit größte freitragende Halle im 60 Kilometer südlich Berlins gelegenen Brand unterschrieben werden. Für 120 Millionen Euro plant die Gruppe Au/Tanjong eine in ihren Dimensionen in Deutschland einzigartige Tropenlandschaft.

„Das Projekt wird die Infrastruktur des Standortes der Leichter-als-Luft-Technologie zerstören“, kritisiert Andreas Eichner vom Verein der Aktionäre „Zukunft in Brand“. Auch der Chef des Luftschiffentwicklers, Carl von Gablenz, sieht nur noch wenige Chancen für seine Ideen in Brandenburg. „Mit den Plänen für eine Freizeitanlage vergibt Deutschland eine Chance zur Entwicklung von Hochtechnologie“, meint er. Brand besitze die einmalige Möglichkeit für eine neue Luftfahrttechnik. Aber nicht in einer Halle mit Dschungel.

Die Landesregierung hingegen hält sich zurück mit der Bewertung der Tropen-Pläne. „Das Projekt klingt interessant“, sagt Regierungssprecher Manfred Füger, „wir müssen abwarten, was die Verkaufsverhandlungen bringen.“ Das Land Brandenburg fordert vom Insolvenzverwalter 50 Millionen Euro zurück. Das Geld hatte Brandenburg in die Räumung des ehemaligen russischen Flugplatzes und den Bau der Halle investiert.

Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning ist überzeugt, dass eine Tropenlandschaft mit zwei Hotels in Brand Erfolg haben wird. Außerdem bleibe die Cargolifter-Halle als weithin sichtbares Symbol der Lausitz und des Landes Brandenburg erhalten. Im Februar hatte der Rechtsanwalt erstmals von einem möglichen Abriss des 360 Meter langen, 210 Meter breiten und 107 Meter hohen Kolosses gesprochen.

Alle anderen Interessenten seien vor den hohen Betriebskosten der Halle in Höhe von jährlich zwei Millionen Euro zurückgeschreckt. Vorbild für die Lausitzer Tropenlandschaft soll das „Eden Project“ im südenglischen Cornwall sein, wo man 135000 Pflanzen aus drei Klimazonen besuchen kann. Sollten die Tropenpläne verwirklicht werden, wird in Brand künftig nur noch das Besucherzentrum an die Luftschiffpläne erinnern – mit Baukästen und Modellen.

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/24 ... 626734.asp
E.Sillge
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Beitragvon Hasseroeder » Di, 24.06.2003 13:36

in der "Lausitzer Rundschau" ist zu lesen:

Gegner einer Tropenwelt in der CargoLifter-Halle machen mobil

Investoren des Spreewaldpark-Resorts haben 45 Millionen Euro geboten

Die Verfechter der Leichter-als-Luft-Technologie am Standort des insolventen CargoLifter in Brand bei Lübben machen weiter mobil. Der beabsichtigte Verkauf der größten, freitragenden Halle der Welt an ein malaysisch-englisches Konsortium, das darin eine Tropenwelt errichten will, stößt bei ihnen auf heftige Kritik.

Arnd Middelmann, Aufsichtsratsvorsitzender der CargoLifter AG i. L. erklärt: «Es wäre ein Hohn. Weltweit wächst derzeit das Interesse an unserer Technologie. Und da will man in Brandenburg die Halle mit Tropenpflanzen und künstlichen Lagunen zum Freizeitparadies umbauen.»
Foto: dpa
Eine tropische Landschaft soll in der riesigen Halle in Brand entstehen.
Hans-Georg Engelken, seit April 2003 Alleinvorstand von CargoLifter, der allerdings durch die Insolvenz keine wirkliche Macht ausüben kann, fordert einen runden Tisch: Gemeinsam mit Vertretern des Bundes und des Landes, den Gläubigern und Investoren müsse die letzte Chance genutzt werden, Brand als Standort für die Luftschifftechnologie zu erhalten. Verwiesen wird auf das kürzlich vorgestellte Konzept einer Liegenschaftsgesellschaft. Dafür würden für die nächsten drei Jahre sechs bis acht Millionen Euro benötigt, die die Landesregierung zur Verfügung stellen soll. Künftige Geldrückflüsse durch das Engagement privater Investoren für die Leichter-als-Luft-Technologie wären gesichert, glaubt Hans-Georg Engelken.
Das Potsdamer Wirtschaftsministerium sieht keinen Bedarf an einem runden Tisch. «Dafür muss es realistische Voraussetzungen geben, nämlich wirtschaftlich tragfähige Lösungen und keine Träumereien» , begründet Ministeriumssprecher Dirk Reitemeier die Absage. Ohnehin werde mit den künftigen neuen Investoren über die Angliederung einer Sektion Luft- und Raumfahrt gesprochen, so Reitemeier.
Bei Ensis BV, dem Projektentwickler eines so genannten Spreewaldpark-Resorts, und dahinter stehenden amerikanischen Investment-Bankern herrscht Unverständnis über die Entscheidung für das malaysisch-englische Konsortium Colin Au und Tanjong Public. Die möglichen Investoren der Erlebniswelt bei Lübben hätten im Gegensatz zu den 17,5 Millionen Euro von Tanjong 45 Millionen Euro geboten, verlautet aus Ensis-Kreisen. Mehrfach sei dem Insolvenzverwalter bestätigt worden, dass das Geld vorhanden sei. Man habe allerdings auf einem Wertgutachten bestanden, dieses aber vom Insolvenzverwalter zu spät und nicht vollständig erhalten.
Daniel Lawlor, englischer Partner von Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning, spricht von einem «guten Angebot» durch Ensis BV, bezweifelt aber die Bonität. Rückfragen in Las Vegas in den USA hätten Verhandlungen über die Bereitstellung des Geldes bestätigt, sicher sei aber nicht gewesen, dass die Summe wirklich zur Verfügung gestanden hätte. «Vielleicht war aber in diesem Fall nicht gut genug» , begründet Lawlor gegenüber der RUNDSCHAU die Absage an Ensis BV.

Von Wolfgang Swat Artikel vom 24.06.2003 01:08 "

http://www.lr-online.de/nachrichten/laurundschau/tagesthemen/1065,244721.html

Warum wollt Ihr denn blos keine Palmen?
Es kann doch sein, daß der neue Investor eine Trennwand einbaut, wo auf einer Seite Luftschiffe (zwar nicht so groß) gefertigt werden und auf der anderen Seite können die Leute im Wasser planschen. :oops:
Ist doch eine gute Idee :idea: - oder :?: :roll:
Ach ja....
Ich möchte, daß die "CARGOLIFTER KGaA" mit dem neusten Kranballon der Welt, erfolgreich Lasten hebt oder bewegt, und damit also belegt, daß der "CL 160" realisierbar war!!!

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Glaubwürdigkeit

Beitragvon JU » Di, 24.06.2003 13:54

Jetzt macht er sich aber echt unglaubwürdig.
Man sollte wirklich mal all die 100%igen Versprechen und Ankündigungen des Herrn M. heraussuchen.
Ich kann mich gut erinnern, das ab Januar 2003 Mister Munk in der Halle werkeln wollte. Ich denke an eine Kooperation mit Zeppelin und USXP. Ich denke aber auch an Prof. Kröplin und nicht zuletzt an den neuen Vorstand der CL AG.
Vor kurzem berichtete M. noch die Tourismus-Dinger sind aus den Rennen u.s.w..
Aber er behauptet, keiner will die Halle haben. HAHA
Sind sicher alle nur an den neuen Toiletten vor der Halle interessiert, dann kann man auf die Spuktüte verzichten, wenn man solche Veröffentlichungen liest.


http://morgenpost.berlin1.de/bm/inhalt/ ... 12257.html

aus der Morgenpost


Insolvenzverwalter von Cargolifter verteidigt tropisches Freizeitpark-Projekt

Potsdam/Brand - Die Entscheidung für den Bau eines Freizeitparks mit Tropenlandschaft auf dem Gelände der insolventen Cargolifter AG in Brand (Dahme-Spreewald) ist von Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning verteidigt worden. Das malaysisch-englische Konsortium Colin Au und Tanjong Public Ltd. habe als einziger der fünf Bewerber die große Halle des Luftschiffunternehmens in sein Konzept einbezogen, sagte Mönning gestern. Dagegen habe kein einziger Konzern Interesse für die Leichter-als-Luft-Technologie gezeigt.

Mönning wies damit die Kritik des Cargolifter-Aufsichtsrates Carl von Gablenz vom Wochenende zurück. Der Ex-Vorstandschef von Cargolifter hatte moniert, dass mit dem Zuschlag des Gläubigerausschusses für Kaufverhandlungen mit Au/Tanjong die Chance für die jetzt weltweit anerkannte Luft-Technologie in Deutschland in einem Freizeitpark ende.

"Es wird weltweit keine Leichter-als-Luft-Technologie geben", sagte dagegen Mönning."Die Argumente, die Carl von Gablenz und seine Anhänger immer wieder verbreiten, halten keiner realen Überprüfung stand. Wenn es eine Chance für diese Technologie gäbe, hätte ich sie bei meiner einjährigen Investorensuche gefunden." Er habe sich zwischen einer Brache auf dem Gelände in Brand und wirtschaftlichen Aktivitäten entscheiden müssen und letztere gewählt. Bis zum 15. Juli soll ein Kaufvertrag abgeschlossen werden.

Mit Investitionen von 120 Millionen Euro sollen in Brand zunächst 500 Arbeitsplätze und später noch einmal 500 entstehen. Das Konsortium Au/Tanjong wolle die Brandenburger Tropenlandschaft mit Salzwasserlagune, Sandstränden und Kokospalmen sowie Regenwald in der riesigen Cargolifter-Halle als Referenzobjekt für Europa bauen, sagte Mönning.
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Beitragvon Hasseroeder » Di, 24.06.2003 22:24

Im Ex- ORB lief heute Abend eine Sendung zu CargoLifter, in der auch der Park in England vorgestellt wurde. Dort waren mehrere igluförmige aneinandergebaute Kuppeln zu sehen, eine junge Frau führte eine Gruppe durch die Pflanzenwelt und erläuterte etwas dazu.
Anschließend sprach der IV über seine "gesetzliche Pflicht" den besten Anbieter zu nehmen und der Beste ist nun mal der mit der Palme am Hut. :roll: :twisted: Möglicherweise hat noch jemand die Sendung gesehen und kann auch etwas dazu sagen.
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Beitragvon Hasseroeder » Di, 24.06.2003 23:17

Mir hat es keine Ruhe gelassen und ich habe nochmal beim RBB nachgesehen, Wiederholungen von "Klartext"
kommen am 25. 06. um 04.05 h und um12.30 h.

http://www.orb.de/_/klartextwirtschaft/ ... 13224.html

Dort findet Ihr auch etwas über das Projekt "Eden", oder Ihr schaut unter: http://www.edenproject.com/
nach. Ein schöner bunter Freizeitpark, aber mehr nicht :roll: . Sollte das malaysisch-englische Konsortium von
Collin-Au und dem Freizeitkonzern Tanjong wirklich in Brand einsteigen, ist nachdem sie die umliegenden Flächen verhökert haben, ein Ausstieg schon abzusehen.
Nebenbei bemerkt: Die brandenburger Abgeortneten sind im Augenblick stark beschäftigt, denn die Erhöhung der
Diäten steht ins Haus.

"Brandenburgs Abgeordnete streiten über Diäten

Im Brandenburger Parlament ist erneut ein Streit um die Abgeordnetendiäten entbrannt. Der parlamentarische Geschäftsführer der PDS-Fraktion, Heinz Vietze, verlangte am Dienstag in Potsdam einen Verzicht auf die
Erhöhung der Einkommen in diesem und dem nächsten Jahr.

Wenn überall gespart werde, dürften die Abgeordneten sich nicht selbst die Bezüge erhöhen. Die Abgeordneten bekommen nach einem Beschluss aus dem Vorjahr 2003 und 2004 jeweils fast 50 Euro mehr."
mehr unter:
http://brandenburg.rbb-online.de/nachri ... 03&start=0
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Beitragvon k.moestl » Mi, 25.06.2003 10:04

Hasseroeder hat geschrieben:Dort findet Ihr auch etwas über das Projekt "Eden", oder Ihr schaut unter: http://www.edenproject.com/
nach. Ein schöner bunter Freizeitpark, aber mehr nicht


Dieses Projekt ist im Rahmen des EU-Projektes "Eden Project Photovoltaic System" von der Europäischen Union mit 484335.00 Euro gefördert worden.
Allerdings war THE EDEN TRUST nur einer von 4 Contractors.
Quelle: CORDIS-Datenbank der EU.
Link: http://dbs.cordis.lu/cordis-cgi/srchida ... NIFIEDSRCH
Gruß
Klaus Möstl
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