Lausitzer Rundschau online

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LR vom 28.10.2005

Beitragvon Orljonok » Do, 17.11.2005 9:30

Der 100 Meter tiefe freie Fall in die Tropen fetzt

Industriekletterer nehmen Abschied von Tropical Islands

Sie haben an Seilen die größte frei tragende Halle der Welt beklettert. Und doch war es ein Job wie viele andere. Das sagen die Thüringer Industriekletterer Robert Mulack (36) und Andreas Dirring (30), die gestern ihre Arbeit bei Tropical Islands beendet haben. Die bestand darin, einen Teil der Außenhülle durch lichtdurchlässige Membranen zu ersetzen.

Sie nennen sich Fassaden- oder Indus triekletterer, arbeiten im Bereich «Alpintechnik» oder «Membranbau» – für die Arbeit von Robert Mulack und Andreas Dirring gibt es viele Namen. «Aber eigentlich sind wir Dachdecker im weiteren Sinn» , sagt Andreas. Als solcher hat er bereits am Millennium-Tower in Wien und an der AWD-Arena in Hannover Membranen gezogen.
Was Andreas Dirring dazu brauchte, hat er in ein paar Stunden Praxis und einem Lehrgang gelernt. Ansonsten, sagt der gelernte Kaufmann und spätere Trockenbauer, hat er sich alles durch «Learning by doing» angeeignet. Für Robert war es am Anfang ein Abenteuer. Als Heizungsbauer ist er bereits sechs bis zehn Meter hohe Lüftungskanäle hinaufgeklettert. Als er im neu entstehenden Sony-Center auf dem Potsdamer Platz in Berlin gearbeitet hat, beobachtete er die Kletterer, die die Segeltücher über dem Innenhof gespannt haben. «Das war schon sehr interessant» , sagt er.
Als Exoten-Arbeit sehen die beiden, die als Selbstständige bei verschiedenen Firmen anheuern, ihren Job nicht. Der Fassadenkletterer müsse höhentauglich sein, mehr nicht. «Entweder man kann es oder nicht. Das muss jeder für sich entscheiden. Eine gesunde Angst gehört aber dazu.»
Andreas und Robert haben inzwischen mehr als 1000 Stunden am Seil verbracht. Viele davon haben die Membranen bei Tropical Islands in Anspruch genommen. Andreas kam vor einem Jahr nach Brand. Für die erste Folie haben er und seine rund 40 Kollegen am meisten Zeit gebraucht. «Das war das Lehrfeld» , sagt er. Jeder Bau habe sein eigenes System. Und nicht jeder Architekten-Vorschlag lasse sich praktisch umsetzen. «Da fängt man jedes Mal bei Null an.» Der Austausch der Membranen fand statt, indem erst die Außenhülle der zwei Lagen herausgeschnitten wurde. Danach mussten neue Profile angebracht werden, in die die neue Membran eingezogen wurde. Andreas: «Das ging dann immer schneller.»
Die Zeit bei Tropical Islands wird den beiden Kletterern wohl deshalb in besonderer Erinnerung bleiben, weil sie fachlich viel gelernt haben. Nicht der Ausblick vom Hallendach bis nach Berlin oder das Feierabend-Bierchen in den Tropen hat sich ihnen besonders eingeprägt. Es war, sagt Robert, ein Job wie jeder andere. Da fällt Andreas ein, was anders war als an anderen Arbeitsorten: «Als die Pelle runter war, konnten wir am Seil ganz schnell runterpfeifen. 100 Meter freier Fall, das fetzt.»

Hintergrund Zahlen und Fakten

Die Fassadenkletterer der Westfälischen Firma «Cenotec» haben rund 20 000 Quadratmeter Folie in 14 Teilstücken ausgetauscht. Dazu brauchten sie ein gutes Jahr. Außerdem haben sie die großen Tore der Halle mit rund zwei Kilometer Dichtungsmaterial abgedichtet.
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LR vom 09.11.

Beitragvon Orljonok » Do, 17.11.2005 10:25

Interview mit dem neuen Geschäftsführer von TI

"Vom Rummel-Image deutlich weg"

RUNDSCHAU-Gespräch mit Ole Bested Hensing, Geschäftsführer von Tropical Islands

Seit 1. November ist Ole Bested Hensing neuer Geschäftsführer von Tropical Islands in Brand bei Lübben. Er löst in dieser Funktion den geistigen Vater des Tropenparadieses im Spreewald, Colin Au, ab. Im RUNDSCHAU-Interview gibt der neue Chef als Marschrichtung vor: „Wir wollen familienfreundlicher werden und wegkommen vom Rummel-Image.“

Herr Hensing, waren Sie an Ihrem neuen Arbeitsplatz schon baden?
Nein, dazu war keine Zeit. Aber das hole ich nach.

Platz wäre ja, denn überlaufen ist das Tropenparadies im Moment nicht. Wie nah oder wie weit entfernt sind Sie von den angepeilten 1,5 Millionen Besuchern im Jahr?
Wir werden in diesem Jahr auf etwa eine Million Gäste kommen. Im nächsten Jahr planen wir aufgrund von Baumaßnahmen nur mit 700 000 Besuchern. Im Jahr 2007, wenn wir ein fertiges Produkt haben, wollen wir das dann deutlich steigern. Im Moment ist Tropical Islands schon ganz nett, aber es fehlt schon noch einiges.

Also wieder Baustaub und Lärm, wie kurz nach der Eröffnung?
Wir bauen nur nachts, werden zeitweilig nicht mehr durchgängig geöffnet haben. Baulärm können wir unseren Gästen nicht zumuten. Wir werden auch gezwungen sein, im nächsten Jahr, etwa im Herbst, für vier bis acht Wochen ganz zu schließen. Die Investitionen betragen insgesamt über zehn Millionen Euro.

Sie schreiben demnach "rote Zahlen". In welcher Größenordnung?
Das Minus beläuft sich zwischen zehn und 20 Millionen Euro.

Haben Sie damit gerechnet?
Ja. Wir gehen auch für nächstes Jahr noch einmal von Verlusten in dieser Größenordnung aus.

Wann wollen Sie Gewinn erzielen?
Wir werden im Jahr 2007 sehr nahe an eine "schwarze Null" kommen. Danach wird es dann positiv.

Dafür müssen mehr Besucher gewonnen und Kosten reduziert werden. Wo sind die Stellschrauben?
Kosten, beispielsweise für Energie, werden wir nur in geringem Umfang reduzieren können. Wir müssen das Produkt fertigstellen und dann langfristig die Besucherzahlen erheblich steigern. Das ist der Hauptweg.

Sie haben über 500 Arbeitsplätze geschaffen. Bleiben diese erhalten?
Wir haben uns auf eine Zahl von 500 festgelegt. Im Augenblick sind es 570. Einige befristete Arbeitsverträge werden nicht verlängert.

Tropical Islands bewegt sich zwischen Tropenflair und Rummelplatz-Atmosphäre. Wo wollen Sie sich ansiedeln?
Eindeutig beim Tropenflair, also bei einer schlüssigen Illusion einer Tropenwelt, in der man entspannen und sich ausruhen kann. Einiges ist bereits verändert. So wird es den Beach-Klub, diese Techno-Partys am Wochenende, nicht mehr geben. Wir wollen und werden von dem Rummel-Image deutlich wegkommen.

Und mehr auf die Erholung für die Familie setzen?
Wir wollen familienfreundlicher werden. In den nächsten Tagen entstehen dort, wo das inzwischen abgebaute Riesenrad war, drei große, 13 Meter hohe Rutschen. Im kommenden Jahr ist ein fester Spielbereich geplant. Geprüft wird, ob wir eine Kinderbetreuung organisieren, damit sich die Eltern eine bestimmte Zeit auch mal allein entspannen können. Insgesamt wird es viel mehr Aktivitäten für die ganze Familie geben.

Bäder, Thermen, Saunalandschaften unter anderen in Burg, Lübbenau, Bad Liebenwerda, dazu Tropical Islands, die Region ist gut ausgestattet mit Wellness-Angeboten. Nehmen Sie sich gegenseitig die Kunden weg?
Wir stehen nicht wirklich in Konkurrenz mit den Bädern. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei uns beträgt sieben Stunden – und zwar in einer klimatisierten Tropenwelt. Wir vergleichen uns nicht mit den Bädern. Außerdem ist unser Einzugsgebiet viel größer. Ein großer Teil der Besucher kommt aus ganz Deutschland. Auch viele ausländische Gäste kommen zu uns.

Wie hoch ist deren Anteil?
Etwa 30 Prozent, vor allem aus Polen. Viele Touristen, die in Berlin, Dresden, Leipzig sind, unternehmen einen Abstecher zu uns.

Die gegenwärtige Show, die zweimal am Tag auf der Südsee-Bühne gezeigt wird, läuft aus. Was folgt?
Eine wie ich meine sehr schöne Show aus Kuba. Premiere wird Anfang Dezember sein.

Ist Tropical Islands schon angekommen auf dem Freizeitmarkt?
Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie gaben 1,4 Prozent der Befragten spontan an, dass sie uns kennen. Auf die zielgerichtete Frage, nach Tropical Islands antworteten 22 Prozent, dass sie von uns gehört haben.

Überragende Werte sind das nicht, oder?
Die 1,4 Prozent sind relativ schlecht. Wir wollen einen ungestützten Bekanntheitsgrad von 30 Prozent. Das ist zum Glück noch ein langer Weg.

Zum Glück?
Es zeigt, welches Potenzial Tropical Islands noch hat.

Sie haben von Plänen zur Vervollkommnung des Domes gesprochen. Was soll verändert werden?
Der Eingangsbereich ist nicht akzeptabel. Der Betonfußboden stört uns. Mit der Veränderung sind viele technische Probleme verbunden. Zum Beispiel muss die Fußbodenheizung ersetzt werden. In den Restaurants soll das Meer von Stühlen verschwinden, um Rückzugsmöglichkeiten für die Gäste zu schaffen. Die Gastronomie insgesamt wird attraktiver, abwechslungsreicher gestaltet.

Das bewerten Besucher, wenn sie hier sind. Wie wollen Sie die zunächst nach Brand locken?
Wir haben einen Marketing-Etat von etwa vier Millionen Euro. Den werden wir einsetzen, um besser zu kommunizieren, dass wir eine tropische Erlebniswelt sind und kein Schwimmbad. Inzwischen gibt es eigene Marktforschungen, um noch zielgerichteter Kunden zu werben.

In einem zweiten Bauabschnitt von Tropical Islands sollten Hotels und eine Saunalandschaft entstehen. Wie steht es um diese Pläne?
Wir werden im Jahr 2006 Gespräche mit der Beherbergungsindustrie führen, um Partner zu finden. 2008 wollen wir dann Unterkünfte auf unserem Gelände errichten. In dieser Woche gibt es Abstimmungen mit den Gemeinden, um die Bebauungspläne entsprechend zu gestalten.

Die Hoteliers im Spreewald sind darüber sicher nicht glücklich?
Wir gehen davon aus, dass wir mit der Komplettierung von Tropical Islands die angestrebten Besucherzahlen erreichen. Kommen im Jahr zwei Millionen Menschen, profitieren der Spreewald und die Hoteliers davon.

Stimmt es, dass Sie Fördergeld beantragt haben?
Das stimmt. Es geht um 15,1 Millionen Euro. Der Antrag stammt noch aus dem Jahr 2003. Am Freitag gibt es eine große Präsentation, an der die Investitionsbank des Landes Brandenburg und auch die Industrie- und Handelskammer teilnehmen. Auf der zeigen wir, dass das Geschäftsmodell funktioniert, auch wenn die anfänglich angenommenen Zahlen nicht ganz erreicht sind. Wir hoffen sehr, dass das Land die Fördermittel bewilligt, die wir sofort in den Ausbau des Domes investieren wollen.


Hintergrund

Zahlen & Fakten

Tropical Islands wurde am 19. Dezember 2004 in der einstigen CargoLifter-Halle eröffnet.
Gesellschafter sind der malaysisch-britische Mischkonzern Tanjong und der malaysische Unternehmer Colin Au. In das Projekt flossen bisher über 70 Millionen Euro.
Ein Fördermittelantrag über 15,1 Millionen Euro ist gestellt. Bewilligt ist er noch nicht.

Mit OLE BESTED HENSING sprach Wolfgang Swat

http://www.lr-online.de/nachrichten/laurundschau/tagesthemen/art1065,1074009.html
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LR vom 15.11.

Beitragvon Orljonok » Do, 17.11.2005 10:44

Lausitzer Rundschau vom 15.11.

Bahnbrücke Brand ist freigegeben

Wartezeiten an der Schranke entfallen / Bessere Anbindung für Tropical Islands

Die Brücke über die Bahn bei Brand ist fertig. Gestern ist sie von Brandenburgs Infrastrukturminister Frank Szymanski freigegeben worden – einen Monat eher als geplant. Damit sei erreicht worden, «dass die Gäste nicht mehr stundenlang warten müssen, weil oft mehrere Züge hintereinander kommen» , sagte ein sehr zufriedener Tropical-Islands-Geschäftsführer Ole Bested Hensing. Der Tropen-Anbieter profitiert an erster Stelle von der Baumaßnahme auf dem Brand.



Als Ende Februar 2005 der Grundstein für die 2,5 Millionen Euro teure Brücke gelegt worden war, hieß es noch, dass sie zu Weihnachten fertig sein würde. Die schnellere Umsetzung sei einer guten Planung und der engen Absprache mit der Bahn zu verdanken, sagte Sieghard Pohl, Sachgebietsleiter Konstruktion und Ingenieurbau beim Landesbetrieb Straßenwesen in Wünsdorf, gegenüber der RUNDSCHAU. Schon im Juni hätten die Pfeiler für die Brücke aufgestellt werden können und nicht erst, wie zunächst vorgesehen, im August.
Auf einen unbefestigten Randstreifen über die Brücke angesprochen, der eigenwillig und deplatziert aussieht, sagte Pohl, dass es sich um einen Weg für Fußgänger handle. Da aber kaum Fußgänger erwartet würden, sei auf die Befestigung verzichtet worden. Zunächst waren an dieser Stelle Leitplanken vorgesehen. Nun sei der Weg mit einem Geländer gesichert. Die Geschwindigkeit für Autofahrer auf der Brücke sei auf 50 km/h beschränkt worden.
Im Schatten der Brücke stehend, lobte gestern bei deren Freigabe Infrastrukturminister Szymanski die gute Zusammenarbeit zwischen Bahn, Bund, Land und Kreis. Sie habe es ermöglicht, dass bei der Bauzeit mehr als nur Wort gehalten werden konnte. Die neue Brücke sei ein «wesentlicher Schritt zur touristischen Entwicklung» , so Szymanski. Nicht nur Tropical Islands werde besser angebunden, auch der nördliche Spreewald mit «Schlepzig und Krauzig» , versprach sich Szymanski, als er Krausnick meinte. Neben der neuen Brücke, so der Minister weiter, seien als ergänzende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Tropical Islands der Bundesbahnhalt in Brand sowie die Autobahnbeschilderung zu nennen.
Stephan Loge, stellvertretender Landrat des Dahme-Spreewald-Kreises, sagte, dass im nächsten Jahr auch der Radweg folgen werde, der vom Bahnhof Brand über Tropical Islands und Krausnick bis nach Lubolz führen soll. Und schließlich, so Loge im Gespräch mit der RUNDSCHAU, werde 2007 die Verbesserung der Infrastruktur rund um Tropical Islands mit der Erneuerung der Landesstraße 711 von Brand nach Krausnick abgeschlossen werden.
Zum Thema Fördergelder sagte Loge, dass es noch keine direkte Förderung für das Tropical Islands gegeben habe. Er verwies darauf, dass das Unternehmen immerhin rund 500 Mitarbeiter – überwiegend aus der Region – beschäftige.

Von Krino Müller

http://www.lr-online.de/regionen/lokales/luebben/art1058,1079606.html
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LR vom 19.12.

Beitragvon Orljonok » Mo, 19.12.2005 21:58

Cottbus
19.12.2005

Schub für Cottbuser Luftschiff-Institut
Zeppelin-Entwurf für Kooperationsvertrag / Unterzeichnung Anfang 2006

Cottbus. Der Campus der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Cottbus könnte bald ein Institut für Zeppelin-Technik bekommen. Das gemeinsame Projekt an den beiden Standorten Friedrichshafen (Bodensee) und Cottbus (die RUNDSCHAU berichtete) rückt in greifbare Nähe. "Wir gehen davon aus, dass Anfang 2006 eine Kooperationsvereinbarung mit der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH unterzeichnet werden kann", sagte BTU-Sprecherin Marita Müller in einem Gespräch mit der RUNDSCHAU und 20cent.


Das Institut soll vom ehemaligen Luftschiffunternehmen CargoLifter erhobene wissenschaftliche Daten zur Leichter-als-Luft-Technologie auswerten. Das in Brand (Dahme-Spreewald) gescheiterte CargoLifter-Projekt hatte unter anderem zum Thema Blitzschutz bei Luftschiffen Know-how gesammelt, das die Friedrichshafener Zeppelin Luftschifftechnik jetzt für sich nutzen will. Vorige Woche besuchte Zeppelinvertreter Dr. Bernd Sträter den Cottbuser Uni-Campus, um mit BTU-Präsident Professor Ernst Sigmund über Einzelheiten eines Instituts-Standortes Cottbus zu sprechen.
Sträter gab sich nach dem Treffen zuversichtlich: "Das Gespräch war so, wie wir es uns vorgestellt haben", lobte er. Die Schwaben hätten den Entwurf eines Kooperationsvertrages in Cottbus abgeliefert und sich mögliche Büroräume auf dem Uni-Gelände angeschaut. "Auch wir gehen davon aus, dass im Januar oder Februar unterschrieben wird", sagte Sträter.


Eig.Ber./klw

http://www.lr-online.de/regionen/lokales/cottbus/art1049,1115882.html
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LR vom 14.12.

Beitragvon Orljonok » Mo, 19.12.2005 22:18

Jubel über Geldregen über Tropical Islands
Landesauflagen in Dahme-Spreewald begrüßt

Die 15-Millionen-Euro-Förderspritze des Landes für das Freizeitzentrum Tropical Islands auf dem Brand (die RUNDSCHAU berichtete) ist im Dahme-Spreewald-Kreis überwiegend auf Zustimmung gestoßen. Landrat Martin Wille ist «sehr, sehr froh, dass es soweit ist» .

Wer «so viel Eigenkapital einbringt, um Arbeitsplätze zu schaffen, der sollte mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden» . Mit den Auflagen werde Tropical Islands kein Problem haben. «Ver bes serungen waren vorgesehen. Auch dass für die Be herbergung der Gäste was getan werden muss, ist keine Sensation.» Das sei bereits mit Colin Au diskutiert worden.
Auch die Forderung sei üblich, wenn das Land Geld gibt, «dass über einen bestimmten Zeitraum Arbeitsplätze gesichert werden» , sagte Wille. Für den Tropenpark sei die Zusage ein Bekenntnis zum Unternehmen und «ein wichtiges Signal» , da Tropical Islands-Geschäftsführer Ole Bested Hen sing gerade in Malaysia sei, um beim Mutterkonzern Tanjong «weitere elf oder zwölf Millionen loszueisen» .
Jens-Herrmann Kleine, Amtsdirektor Unterspreewald, hofft, dass sich mit den Fördermillionen das in Brand ansässige Unternehmen «positiv entwickelt» . Die Bedingung, Arbeitsplätze zu halten, sei wesentlich. Wichtig sei auch, «dass bei Tropical Islands die Bauarbeiten fortgesetzt werden. Ich freue mich darüber.» Davon profitierten die Gemeinden. Wohnungen seien an Mitarbeiter vermietet worden; die Beherbergungsbetriebe hätten Vorteile durch eine bessere Auslastung.
Der Amtsausschussvorsitzende Rainer Kleemann sieht das ähnlich. «Ich habe kein Problem damit, zumal Bedingungen damit verknüpft sind. Es ist keinem damit gedient, wenn Tropical Islands nicht entwickelt wird. Fürs Umfeld ist das eine wichtige Sache.»
Jürgen Höhn, Chef der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing GmbH (TKS) in Lübben, hatte sich indes schon «mit Sorge» gefragt, «ob das Geld überhaupt kommt. Dabei ist es lebenswichtig.» Die Forderung nach dem Arbeitsplatz-Erhalt und dem Tourismus-Ausbau sei gut. Für Höhn sind die Auflagen «ein Qualitätssprung» . Dass der Tourismus von Tropical Islands partizipiere, stehe außer Frage, «auch wenn sich noch einiges ändern muss in puncto deutsche und europäische Mentalität» .
Während Verantwortliche in der Region sich positiv geäußert haben, hält Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete der Bündnisgrünen, die Zusage des Landes für eine «fatale Fehlentscheidung» . Damit werde ein «nicht kostendeckend wirtschaftendes Großprojekt mit Steuergeldern künstlich am Leben erhalten» . Sie verweist darauf, dass Tropical Islands bereits durch «großzügige Bereitstellung von Infrastruktur» und den preiswerten Verkauf der CargoLifter-Halle für 17 Millionen Euro gefördert worden sei.
Dass Tropical-Islands-Geschäftsführer Ole Bested Hensing sichert zu, dass die Mittel «im kommenden Jahr gezielt für die Weiterentwicklung von Tropical Islands eingesetzt werden» . Sie etablierten den Tropenpark «langfristig als hochwertige, kundenorientierte Freizeitattraktion in Brandenburg» .

Krino Müller


http://www.lr-online.de/regionen/lokales/calau/art13825,1110340.html
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LR vom 20.12.

Beitragvon Orljonok » Mi, 21.12.2005 12:16

Themen des Tages

Tropical Islands plant Saunawelt und Kinderpark im Regenwald
Auflagen für Zuschuss von 15 Millionen Euro Fördergeld noch nicht akzeptiert

Die tropische Freizeit- und Erlebniswelt Tropical Islands in Brand bei Lübben will innerhalb der kommenden fünf Jahre die Nummer zwei unter den 200 Anbietern auf dem deutschen Freizeitmarkt werden. Dieses ehrgeizige Ziel nannte gestern Geschäftsführer Ole Bested Hensing. Er kündigte Investitionen «von beträchtlichem Umfang» an.

Die riesigen Parkflächen vor der größten freitragenden Halle der Welt in Brand (Dahme-Spreewald) sind leer. Im Dome selbst können sie die wenigen Besucher an diesem Montag vormittag quasi per Handschlag begrüßen. Dennoch bleiben Ole Bested Hensing und sein neuer Marketing-Chef, Rainer Wilkens, optimistisch. Spätestens ab dem Jahr 2008 «wird es richtig gut» , verkündet Hensing. Der Aufsichtsrat des malaysischen Mutterkonzerns Tanjong, der 75 Prozent der Anteile von Tropical Islands besitzt, habe ein überarbeitetes Konzept, das ab dem kommenden Jahr verwirklicht wird, «außerordentlich positiv» aufgenommen. Keiner habe ihm in Kuala Lumpur «gemeine Fragen» gestellt, blickt Hensing zufrieden auf seinen Besuch in der Konzernzentrale in der vergangenen Woche zurück.
Wie im RUNDSCHAU-Exklusiv-Interview im November bereits angekündigt, will sich Tropical Islands gegenüber «Freizeitpark-Actions» als ruhiger Ort positionieren, der Lebensgenuss, Strandwelt, Entspannung und Unbeschwertheit bietet. Dabei setzten die Manager auf die zunehmende Beliebtheit von künstlichen Freizeitwelten. «Erlebniskonsumenten von heute sind auch mit Scheinwelten zufrieden, wenn sie die Wirklichkeit übertreffen» , stellt der bekannte deutsche Freizeitforscher Horst Opaschowski fest. Rainer Wilkens zieht daraus die Schlussfolgerung: «Unser Produkt lebt von der Inszenierung. Die muss perfekt sein.»
Im kommenden Jahr soll für diese «perfekte Inszenierung» auf der bisher weit gehend ungenutzten Ostseite in der riesigen Halle auf 6000 Quadratmetern ein Erholungsbereich mit zehn Saunen, Wellness- und Ruhehaus, Wasserfällen und Whirlpools entstehen. «Das wird die erste Regenwald-Sauna in Europa» , hebt Optimist Hensing hervor. Die Ostseite im Dome soll zum Kinder-Themenspielplatz werden. Konkrete Vorhaben wurden noch nicht genannt. Für Sauna und Kinderbereich müsse zusätzlich Eintritt bezahlt werden. Gebaut werden soll nachts, «weil den Besuchern Staub und Lärm» nicht zumutbar seien. Ab Ende März werde täglich ab 22 Uhr, ab November für sechs Wochen ganz geschlossen. «Danach wird in der Halle kein Beton mehr zu sehen sein, wenn er architektonisch nicht gewollt ist» , stellte Hensing in Aussicht. Ab 2008 soll neben der Halle ein Bungalowdorf mit 5000 Betten entstehen.
Bedeckt hielt sich der Geschäftsführer mit Verweis auf die «Börsennotierung» von Tanjong bei Fragen nach dem exakten Investitionsumfang. «Der Börsenkurs reagiert auf jede veröffentlichte Zahl» , habe er sich in der malaysischen Hauptstadt überzeugen lassen müssen. Es werde «in beträchtlichem Umfang» Geld in die Hand genommen. Die Rede war von 15 Millionen Euro «plus X» . Die Zusage von 15 Millionen Euro Fördermittel durch das Land sei für den Konzern ein «wichtiges Signal» gewesen. Hensing räumte ein, dass Tanjong die damit verbundene «lange Liste von Auflagen» noch nicht akzeptiert hat. Dazu gehören eine Ausfallbürgschaft im Falle der Insolvenz von Tropical Islands, aber auch ein Verbot, das Geld für den Ausgleich von Verlusten zu verwenden. «Darüber muss noch verhandelt werden, doch wir werden uns sicher einigen» , sagte Geschäftsführer Hensing.
Indes sieht die grüne Europa-Abgeordnete Elisabeth Schrödter für das Tropenparadies keine Zukunft. «Es ist doch absurd zu glauben, dass Brand für unsere europäischen Nachbarn eine höhere Anziehungskraft hat als die Ferienoasen in Südeuropa.» Das Land werde mit 15 Millionen Euro Fördergeld «die Pleite nicht aufhalten können» .
Hensing dagegen sieht Tropical Islands nach dem ersten Jahr seines Bestehens in einer guten Ausgangsposition. Nach seinen Angaben wurden 975 000 Besucher gezählt. Damit liege die Tropenwelt am Rand des Spreewalds auf Platz sieben unter allen Anbietern. «Das war die erfolgreichste Markteinführung der vergangenen neun Jahre.»

Von Wolfgang Swat

http://www.lr-online.de/nachrichten/laurundschau/tagesthemen/art1065,1116770.html
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LR vom 27.12.2005

Beitragvon Orljonok » Sa, 07.01.2006 23:42

Lübbenau / Calau

27.12.2005 01:01
Millionenspritze beschäftigt LDS-Kreis


Die vom Land in Aussicht gestellte 15-Millionen-Euro-Finanzspitze für Tropical Islands sorgt für Gesprächsstoff im Dahme-Spreewald-Kreis. Im RUNDSCHAU-Interview erklärt Baudezernent Stephan Loge, warum er sich damit dienstlich zwischen den Festtagen zu beschäftigen hat.

Was haben Sie in diesen Tagen noch abzuarbeiten«
Zu der vom Land angekündigten 15-Millionen-Euro-Förderung des Landes für Tropical Islands muss ich etliche Fragen beantworten. Richtig ist, dass der Landkreis Dahme-Spreewald diese Förderung erbeten und unterstützt hat. Mit diesem Geld soll unter anderem ein Bebauungsplan für das Außengelände erarbeitet werden. Bisher hat der Investor ohne Förderung eine 14 Kilometer lange Abwasserdruckleitung und eine sechs Kilometer lange Trinkwasserleitung gebaut, obwohl dies Aufgaben der öffentlichen Hand gewesen wären.

Umstritten ist, ob der Bau der Bahnbrücke in Brand als Förderung anzusehen ist . . .
Das Argument, dass diese Bahnbrücke eine Förderung für das Unternehmen darstelle, kann ich nicht teilen. Bereits Ende der 90er-Jahre gab es Gespräche darüber, als der Bahnstreckenausbau der Linie Königs Wusterhausen – Cottbus für eine 160-Stundenkilometer-Geschwindkeitstrasse geplant war. Dazu bedarf es einer neuen Überführung, weil zwischen Kolkwitz und Königs Wusterhausen nur noch ein Zentralstellwerk betrieben wird und die beschrankten Bahnübergänge beseitigt werden sollen. Land, Bund, Bahn haben sich diese Brücke, die ohnehin gekommen wäre, 1,7 Mill. Euro kosten lassen.

Was bedeutet dieser Brückenbau für den Landkreis»
Für unsere Region ist damit eine bessere Erschleißung des Unterspreewaldes von der Autobahn aus möglich. Wir sind froh, dass da ein Konsens zwischen Bahn und Land gefunden werden konnte. Der Landkreis will die L 711, also die Straßenzuführung von der Autobahn über Brand bis nach Krausnick, ab 2007 als Kreisstraße übernehmen und sanieren.

Was wird Sie Anfang des neuen Jahres beschäftigen?
Gleich im Januar wird die Bauleistung für die Brücke über die Dahme in Dolgenbrodt im Wert von einer Million Euro ausgeschrieben. Weiterhin werden mich neue Unternehmensansiedlungen im Landkreis beschäftigen. Gespräche in Verbindung mit dem Flughafenausbau stehen im Kalender.

Mit STEPHAN LOGE sprach Uta Schmidt.



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LR vom 13.01.06

Beitragvon Orljonok » Fr, 13.01.2006 11:57

Themen des Tages

13.01.2006 09:18
Streit um Geld für Tropical Islands
Fördermittel sind noch nicht ausgezahlt / IHK befürwortet Unterstützung

In diesem Jahr will Tropical Islands noch einmal eine zweistellige Millionen-Euro-Summe in die Erlebniswelt im Spreewald investieren. 15 Millionen Euro Fördermittel sind dafür beantragt worden (die RUNDSCHAU berichtete). Der Vergabeausschuss des Landes Brandenburg hat die Summe mit Auflagen bewilligt. Noch ist das Geld nicht ausgezahlt. Es wird aber heftig darum gestritten.


Das bisherige Rund-um-die Uhr-Regenwaldparadies Tropical Islands (TI) wird ab März nach Unternehmensangaben auf zwölf Stunden Öffnungszeit gestutzt. Im November wird die größte überdachte Tropenlandschaft der Welt sogar für sechs Wochen ganz dicht gemacht. Statt der anvisierten 1,4 Millionen Besucher im Jahr, die für eine Wirtschaftlichkeit der Freizeiteinrichtung notwendig sind, rechnet TI-Chef Ole Bested Hensing für 2006 gerade mal mit der Hälfte an Gästen.
Für Hensing ist die erneute Verlustprognose der entscheidende Schritt auf dem Marsch hin zum angestrebten Platz zwei unter den 200 Anbietern auf dem deutschen Freizeitmarkt. Dafür müsse gebaut und umgestaltet werden: für eine Saunalandschaft, eine Kinderwelt, individuellere Gaststätten, einen neuen Umkleidebereich. All das sei notwendig, so Hensing, um "die Illusion einer Tropenwelt zu perfektionieren". Eben dafür habe Tropical Islands 15,1 Millionen Euro Fördergeld beantragt. Der malayische Mutterkonzern will eine gleich hohe Summe draufsatteln.

Das ruft Kritiker auf den Plan. Die grüne Europaabgeordnete Elisabeth Schroedter erregt sich: "Überhöhte Erwartungen haben den Investor Colin Au seinerzeit dazu verleitet, großspurig anzukündigen, dass sein Projekt ohne Subventionen auskommt. Doch seine Träume platzten nach und nach wie Seifenblasen." Der stellvertretende Landesvorsitzende der brandenburgischen FDP und ???, Dr. Hans G. Oberlack, stellt vor dem Hintergrund eines geplanten Bades in Potsdam und der Fördermittelzusage für Tropical Islands fest, dass das "bettelarme Land" Brandenburg genug Geld für die Bäderlandschaft ausgegeben habe.

Wettbewerbsverzerrung befürchtet

Elisabeth Schroedter sieht in der 15-Millionen-Euro-Spritze sogar eine Wettbewerbsverzerrung zum Nachteil anderer Spaßbäder im Land. "Das provoziert Insolvenzen." Das Land solle die staatlichen Mittel lieber dafür einsetzen, dass "Lücken im Tourismusangebot geschlossen werden". Als Beispiel nennt sie eine fehlende Gästeinfrastruktur entlang dem neuen Radwegenetz. Mit dem Förderantrag wolle Brandenburg einzig und allein "die Lebenserwartung des Tropenparadieses künstlich verlängern". Schroedter prognostiziert: "Das Land wird die Pleite mit seiner Finanzspritze nicht aufhalten können".

Für die Industrie- und Handelskammer Cottbus (IHK) hat die öffentliche Diskussion nach der Fördermittelzusage des Landes "unverantwortliche Ausmaße" angenommen. "Das beobachten wir mit großer Sorge", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Joachim Linstedt.

Der IHK-Chef verweist darauf, dass mit dem britisch-malaysischem Mischkonzern Tanjong und Colin Au internationale Investoren in einer Rekordbauzeit von elf Monaten knapp 90 Millionen Euro in einen Standort gesteckt hätten, "der sonst in Vergessenheit geraten wäre". Es sei unbestritten, dass ein solches Projekt auch Risiken berge. "Die Chancen", so Joachim Linstedt, "sind nach unserer Meinung jedenfalls größer als die Risiken". Alle wären gut beraten, "diesem internationalen Investor das Gefühl zu geben, in Brandenburg willkommen zu sein", unterstreicht er. Für die SPD-Landtagsabgeordnete Sylvia Lehmann aus Lübben ist die Fördermittelzusage "ein wichtiges Signal für die Region."

Die IHK verweist darauf, dass die überdachte Tropenwelt auf Hotels, Gaststätten und Dienstleistungsunternehmen im Spreewald ausstrahlt und damit "zur wirtschaftlichen Stärkung und Gesundung" beiträgt. Nach Angaben von Tropical Islands seien die 33 Hotels und Pensionen in Cottbus und dem Spreewald, mit denen Verträge abgeschlossen wurden, "gut ausgelastet".

Der Tourismusverband Spreewald bestätigt die Tendenz. Demnach haben allein in den gewerblich geführten Einrichtungen im vergangenen Jahr 970 000 Gäste übernachtet. Geschäftsführer Peter Stephan nannte jüngst auf der Verbandsversammlung Gründe dafür: Das Angebot der touristischen Unternehmen ist quantitativ und qualitativ besser geworden, die Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat und den Kommunen hat sich verbessert, die Burger Therme und Tropical Islands sind Anziehungspunkte für die Touristen über die Kahnfährsaison hinaus.

500 Arbeitsplätze geschaffen

Die IHK, als Befürworter des Fördergeldes für Tropical Islands, verweist noch auf einen anderen Fakt: Mit über 500 fest angestellten Mitarbeitern sei das Unternehmen bereits heute der größte Arbeitgeber in der engeren Region. Der überwiegende Teil der Beschäftigten hat aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Beschäftigung an den Stränden, Bars, Gaststätten und im tropischen Regenwald von Tropical Islands gefunden. Bedenkt man, dass Empfänger von Arbeitslosengeld in der Region im Durchschnitt monatlich zwischen 500 und 900 Euro erhalten, ist das eine erhebliche Entlastung der Kassen der Arbeitsagentur.

Ausfallbürgschaft gefordert

Die Sicherung eben dieser 500 Arbeitsplätze für die Dauer von fünf Jahren sei eine der Bedingungen für die Auszahlung der 15 Millionen Euro, bestätigte Claudia Lippert vom Potsdamer Wirtschaftsministerium auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Das Geld dürfe zudem nur für Investitionen und nicht zur Deckung von Betriebsverlusten ausgegeben werden. Außerdem müsse Tanjong eine Ausfallbürgschaft im Falle einer Insolvenz von Tropical Islands übernehmen. Bei dem Verhandlungsbedarf über die Bedingungen der Fördermittelzusage, den TI-Chef Hensing jüngst gegenüber der RUNDSCHAU angedeutet hatte, könne es sich nur um Formalien handeln, so Lippert.

Zum Stand der Verhandlungen hält sich die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) bedeckt. "Wir sind im Dialog", sagte ILB-Sprecher Matthias Haensch. Die Unterlagen seien noch nicht eingereicht, deshalb sei das Geld bisher auch noch nicht ausgezahlt. Tropical-Islands-Sprecherin Kathrin Schaffner: "Es gibt eine lange Liste von Auflagen für die Fördermittel. Die werden jetzt von Tanjong unter börsenrechtlichen Gesichtspunkten geprüft."

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Hintergrund: Pilotprojekt und "Entwicklungslabor" im Spreewald

Tropical Islands im Spreewald bei Lübben entstand auf Initiative des malayischen Privatinvestors Colin Au. Er hält ein Viertel der Gesellschafteranteile. Mit 75 Prozent beteiligt sich der malayisch-britische Mischkonzern Tanjong plc. am Unternehmen.

Neben der Eigenkapitalausstattung von 25 000 Euro für die Management GmbH hat Tanjong bisher über 76 Millionen Euro in Tropical Islands investiert.

Im Business Plan 2006 bis 2012 (liegt der RUNDSCHAU vor) wird Tropical Islands als Pilotprojekt für die internationale Entwicklung von künstlichen tropischen Freizeitanlagen ausgewiesen. Die Pilotanlage sei "Entwicklungslabor" für eine neue Freizeitwelt-Marke.

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Von Wolfgang Swat
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Re: LR vom 13.01.06

Beitragvon hilgenberg » Fr, 13.01.2006 12:37

Orljonok hat geschrieben:Themen des Tages

13.01.2006 09:18
Streit um Geld für Tropical Islands
Fördermittel sind noch nicht ausgezahlt / IHK befürwortet Unterstützung




500 Arbeitsplätze geschaffen

Die IHK, als Befürworter des Fördergeldes für Tropical Islands, verweist noch auf einen anderen Fakt: Mit über 500 fest angestellten Mitarbeitern ...


Sind sie dass? Festangestellt

Orljonok hat geschrieben:Ausfallbürgschaft gefordert

Die Sicherung eben dieser 500 Arbeitsplätze für die Dauer von fünf Jahren sei eine der Bedingungen für die Auszahlung der 15 Millionen Euro, bestätigte Claudia Lippert vom Potsdamer Wirtschaftsministerium auf RUNDSCHAU-Nachfrage. ...


Diese Bedingung hatte CL auch, hatte sie auch eingehalten und trotzdem wurde die Förderung zurückgefordert.

Orljonok hat geschrieben:[Das Geld dürfe zudem nur für Investitionen und nicht zur Deckung von Betriebsverlusten ausgegeben werden. Außerdem müsse Tanjong eine Ausfallbürgschaft im Falle einer Insolvenz von Tropical Islands übernehmen.


Das ist ja ne tolle Argumentation. Wenn ich bei einem Unternehmen an der einen Seite Geld reinstecke, erhöhe ich einfach nur den Bestand für alles Mögliche was das Unternehmen vor hat. Wenn eben das Geld nicht für etwas bestimmtes verwenden kann, werden dadurch trotzdem Mittel an anderer Stelle frei, die ich eben dann für den "verbotenen" Zweck einsetzten kann.

Orljonok hat geschrieben:[Bei dem Verhandlungsbedarf über die Bedingungen der Fördermittelzusage, den TI-Chef Hensing jüngst gegenüber der RUNDSCHAU angedeutet hatte, könne es sich nur um Formalien handeln, so Lippert.

...Tropical-Islands-Sprecherin Kathrin Schaffner: "Es gibt eine lange Liste von Auflagen für die Fördermittel. Die werden jetzt von Tanjong unter börsenrechtlichen Gesichtspunkten geprüft."


Heißt im Klartext, dass die Malayen, keine Bedingungen akzeptieren werden, die ihnen wirklich Fesseln anlegen.

Orljonok hat geschrieben:[Zum Stand der Verhandlungen hält sich die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) bedeckt. "Wir sind im Dialog", sagte ILB-Sprecher Matthias Haensch. Die Unterlagen seien noch nicht eingereicht, deshalb sei das Geld bisher auch noch nicht ausgezahlt. ...


Na das Spiel kennen wir doch auch schon. Die politische Hintertür.
Wenn der Druck zu groß wird oder das Ministerium kalte Füße bekommt, werden die Malayen es nie schaffen alle Unterlagen rechtzeitig einzureichen.

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LR vom 09.01.

Beitragvon Orljonok » Fr, 13.01.2006 12:43

Lübbenau / Calau

09.01.2006

Hotelpläne Tropical Islands wecken im Spreewald Zweifel
Bedenken des Lübbenauer Bürgermeisters und Lübbener Touristiker

Ein geteiltes Echo haben die Pläne Tropical Islands, vor der Halle in Brand Unterkünfte mit zusätzlich 5000 Betten schaffen zu wollen, in der Region ausgelöst. Während Peter Stephan, Geschäftsführer des Tourismusverbands Spreewald in Raddusch, die Chancen durch diese Bettenerweiterung für den gesamten Spreewald größer als die Risiken einschätzt, melden der Lübbenauer Bürgermeister Helmut Wenzel und der Lübbener Fremdenverkehrsverbands-Chef Dieter Günzel Bedenken an.

Rückblick, Pressekonferenz in der Tropenhalle: Tropical Islands-Geschäftsführer Ole Bested Hensing verkündet, dass das Unternehmen etwas Großes plant. Von 5000 Betten spricht er, die in Ferienunterkünften auf dem Platz vor der Halle errichtet werden sollen (die RUNDSCHAU berichtete). "Die werden wir wahrscheinlich nicht selbst bauen", sagt Hensing. Hauptsächlich Bungalows sollten es sein, vielleicht sei auch ein Hotel mit dabei. In diesem Jahr suche das Unternehmen dafür einen Partner, im nächsten werde geplant, Baubeginn solle dann 2008 sein. "Das ist die Wunschvorstellung."
Auch Dieter Günzel, Vorsitzender des Fremdenverkehrsverbands in Lübben, redet von "Wunschvorstellungen". "Diese Pläne sind illusorisch", sagt er. "5000 Betten in dieser Randlage bei Brand halte ich für Blödsinn. Sie sind nicht rentabel zu bewirtschaften. Wer heutzutage eine derartige Bettenanzahl füllen will, ist für mich unglaubwürdig."

Dass Tropical Islands schon jetzt durchaus Lübbener Herbergen Übernachtungsgäste beschert, streitet Günzel zwar gar nicht ab. Seine Skepsis begründet er aber mit der Statistik. In und um Lübben gibt es demnach derzeit etwa 2000 Gäste-Betten, die durchschnittlich zwei von drei Nächten im Jahr verwaist sind. "Wir haben noch riesige Reserven im Spreewald", sagt Günzel, "da es ja auch noch weitere Kapazitäten gibt, die in unserer Statistik gar nicht auftauchen."

Grundsätzlich sieht Günzel in Tropical Islands zwar eine "Aufwertung für den Spreewald". "Wir alle hoffen, dass das Unternehmen die Kurve kriegt", sagt er. "Wir wünschen uns aber, dass die Verknüpfung der Tropenhalle mit dem gesamten Spreewald enger wird. Diese Zusammenarbeit könnte noch stark verbessert werden."

Peter Stephan, Geschäftsführer des Tourismusverbands Spreewald in Raddusch, sieht das nicht wesentlich anders. Er kündigt an: "Wir und Tropical Islands werden unsere Marketingpläne künftig aufeinander abstimmen." Auf der Internationalen Tourismusbörse im März würden sich beide gemeinsam präsentieren, sagt er. "Und wir wollen gemeinsam vor allem in Polen und den Niederlanden für uns werben."

Dass Tropical Islands mit seinem 5000-Betten-Plan Spreewälder Hoteliers ins Gehege kommen könnte, befürchtet Stephan nicht. "Wer in den Spreewald will, will draußen Natur und Kultur erleben, wer Tropical Islands besucht, will in einer Halle baden und sich in einer Tropen-Wellnesslandschaft entspannen", erläutert er. "Das sind Zielgruppen, die unterschiedliche Bedürfnisse haben."

Peter Stephan hofft trotz dieser Gegensätze aber dennoch auf Mitnahmeeffekte. "Wer zwei, drei Tage bei Tropical Islands verbringt, macht vielleicht auch einen Ausflug in den Spreewald und umgekehrt."

Und wie die 5000 zusätzlichen Gäste für die Betten angelockt werden sollen? Peter Stephan hat den Gesundheits- und Wellness-Tourismus vor Augen. "Krankenkassen bezuschussen Reisen einiger Anbieter, wenn ihre Kunden etwas für ihre Gesundheit tun, mit 150 Euro", sagt er. "Wir brauchen auch Angebote für Leute mit mittlerem oder niedrigem Einkommen. Es kann sich nicht jeder ein Wellnessurlaub in der Burger Bleiche oder im Schwarzwald leisten."

Denkt indes der Lübbenauer Bürgermeister Helmut Wenzel an Schnäppchen-Touristen, melden sich bei ihm Bedenken. "Wenn das Billig-Bungalows für den normalen Spreewald-Besucher werden sollen, der nur einmal das Bad besucht, ist die kleinteilige Beherbergungsbranche hier vor Ort in Gefahr", sagt er, während Dieter Günzel Touristenscharen, die einmal mit Billigfliegern eingeflogen werden könnten, am Horizont erst gar nicht zu erkennen vermag. Günzel: "Für denselben Preis können die doch auch gleich in die Sonne fliegen, statt sich in eine Halle zu legen."

Peter Stephan indes verbreitet Optimismus. "Wenn das Wellness-Angebot rundherum stimmt und Shopping-Malls mit Boutiquen noch hinzukommen, kann das klappen", sagt er und verweist auf den Europa-Park im württembergischen Rust. "Da gab es am Anfang auch keine Betten, jetzt profitiert die gesamte Region dort von dem Park." Ob es vor der Halle bei Brand einmal 2000, 3000 oder 5000 Betten sein werden, das aber könne auch er nicht einschätzen, sagt Stephan.


Jürgen Becker



http://www.lr-online.de/regionen/lokales/calau/art13825,1135024.html
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Beitragvon Matthias/Wismar » Fr, 13.01.2006 12:54

Diese Bedingung hatte CL auch, hatte sie auch eingehalten und trotzdem wurde die Förderung zurückgefordert


auch wenn man falsches ständig wiederholt wird es dadurch nicht richtig. cargolifter hatte kein geld mehr zur verfügung um die 500 leute weiterhin zu bezahlen. somit wurde die auflage nicht erfüllt....

lesen sie einfach mal die berichte die es kurz vor der insolvenz zu CL gab auch gerne die verlautbarungen aus dem unternehmen.
MFG

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Re: LR vom 09.01.

Beitragvon JU » Fr, 13.01.2006 21:26

www.lr-online.de hat geschrieben:
Hotelpläne Tropical Islands wecken im Spreewald Zweifel


Ein geteiltes Echo haben die Pläne Tropical Islands, vor der Halle in Brand Unterkünfte mit zusätzlich 5000 Betten schaffen zu wollen, ...


:-ap wieviel Besucher haben die pro Tag? :-ap
Irgendwie mache ich mir keine Sorgen :twisted:
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LR vom 17.01.06

Beitragvon Orljonok » Mi, 18.01.2006 10:24

Brandenburg

17.01.2006

Fördermittel-Zusage an Tropical Islands verteidigt
Regional-Vertreter ziehen positive Bilanz / Unternehmen wird Mitglied im Tourismusverband Spreewald

«Investitionen bei Tropical Islands lassen nicht nur die Kassen von Tanjong in Kuala Lumpur klingeln. Sie helfen der ganzen Region» , erklärte gestern Dahme-Spreewald-Landrat Martin Wille (SPD) auf einer Pressekonferenz in Cottbus.

Gemeinsam mit seinem Amtskollegen Dieter Friese (SPD) aus dem Spree-Neiße-Kreis sowie den Hauptgeschäftsführern der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Handwerkskammer Cottbus, Joachim Linstedt und Knut Deutscher, verteidigte er die Fördermittelzusage über 15 Millionen Euro für die Freizeitanlage in der ehemaligen CargoLifter-Halle in Brand bei Lübben.
Die Spitzenvertreter der Kommunalpolitik im Spreewald und der regionalen Wirtschaftsverbände wiesen damit Kritik, u. a. von der grünen Europaabgeordneten Elisabeth Schroedter, an der Bewilligung der Steuergelder zurück. In einem RUNDSCHAU-Beitrag hatte Schroedter behauptet, Brandenburg wolle mit den Fördermitteln die Lebenserwartung des Tropenparadieses nur künstlich verlängern.
Landrat Wille nannte für das Engagement der Tropical-Islands-Eigentümer Tanjong und Colin Au fernab von Fördermitteln als Beispiele den Bau einer 14 Kilometer langen Abwasserdruckleitung und einer sechs Kilometer langen Trinkwasserleitung. «Das wäre eigentlich Aufgabe der öffentlichen Hand gewesen» , so Wille. Ansonsten überdimensionierte Aufbereitungsanlagen würden erst durch Tropical Islands ausgelastet. Anders als es allgemein Praxis sei, habe das Freizeitunternehmen ohne Zuschüsse inzwischen knapp 90 Millionen Euro privates Kapital investiert. Erst auf Anraten deutscher Experten sei der «berechtigte Fördermittelantrag» gestellt worden, so Wille.
Als «völlig unqualifiziert» wies SPN-Landrat Friese die Kritik der Europaabgeordneten zurück. Statt die Interessen der Region in Brüssel zu vertreten, habe Elisabeth Schroeder offensichtlich „die Bodenhaftung zu Brandenburg verloren“. Aus Sicht des Tourismusverbandes, dessen Vorsitzender Friese ist, brauche der Spreewald Alleinstellungsmerkmale wie Tropical Islands und die Therme in Burg, wenn man «national und international in der Tourismusbranche bestehen» wolle. Friese teilte mit, dass das Unternehmen in Brand demnächst Mitglied im Tourismusverband Spreewald wird.
IHK-Hauptgeschäftsführer Joachim Linstedt befürchtet, dass die «unverantwortlichen Diskussionen zum Scheitern des Vorhabens» führen könnten. Knut Deutscher von der Handwerkskammer unterstrich, dass ein Großinvestor wie der britisch-malayische Großkonzern Tanjong «auf die ganze Region ausstrahlt» . Nach Angaben von Linstedt unterhalte Tropical Islands bereits jetzt Geschäftsbeziehungen zu 300 Partnern in der Region.

Von Wolfgang Swat


http://www.lr-online.de/regionen/brandenburg/art25,1143877.html
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Beitragvon Lifter » Mi, 18.01.2006 11:48

Irgendwie sscheint man dort mit den Nerven zu Fuß zu sein.
Dei Diskussion schadet dem Unternehmen?

Wer hat denn von über 3 Millionen Besuchern gesprochen?
Wer hat von 1200 Mitarbeitern gesprochen?
Wer hat beim Ankauf den Entscheidern eine Wenzel-Consult-Studie vorgelegt?

Die Investition in die Druckwasserleitung ist doch im ureigensten Interesse des Unternehmens. Sozusagen die Grundvoraussetzung, denn wo soll denn das zeug von den Millionen Besuchern hin?
Ohne die hätte es auch dieser Leitung nicht dedürft.

Nun erfahren wir aus erster Hand, dass das Unternehmen bis jetzt noch nicht einmal Mitglied im Tourismusverband war. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, dass es erst jetzt beitritt.

Und die Krönung: Die "unverantwortliche Diskussion" soll das Unternehmen zum Scheitern bringen? Wie geht das denn? Entweder agiert es erfolgreich am Markt und kann seine Kritiker verstummen lassen, oder aber - und das scheint hier der Fall zu sein angesichts des Aufschreis der üblichen Verdächtigen - man hat den wunden Punkt getroffen.

Das Spiel wird immer bizarrer.
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LR vom 19.01.

Beitragvon Orljonok » Di, 24.01.2006 9:40

Lübben
19.01.2006

Trauungen bald bei Tropical Islands

Standesamt Lübben steht in den Startlöchern

Zu den Angeboten von Tropical Islands zählen auch Hochzeitsfeiern. Aber sich im Tropenparadies richtig offiziell vor einem Standesbeamten das Ja-Wort zu geben, ist bislang nicht möglich. Es gibt jedoch Bestrebungen, dies zu ermöglichen.

Kathrin Schaffner von Tropical Islands bestätigt, «dass wir die Genehmigung haben, Trauungen durchzuführen» . Für das Amt Unterspreewald, auf dessen Gebiet das Freizeitunternehmen liegt, ist das Standesamt Lübben zuständig. Tropical Islands und das Amt Unterspreewald hätten sich daher an die Stadt Lübben mit der Frage gewandt, ob das Standesamt die Trauungen im Tropenparadies übernehmen könnte. «Die Stadt ist mitgegangen. Wir sind bereit» , sagt Standesbeamtin Edith Hennig. Sie habe sich die von Tropical Islands für die Trauungszeremonie vorgesehenen Räumlichkeiten angesehen «und war begeistert» . Sie würden sich nicht im Dome selbst befinden, sondern in einem der Glashäuser zwischen der Riesenhalle und Brand. «Diese Gebäude liegen völlig ruhig. Selbst in ihnen habe ich mich mitten im Kiefernwäldchen gefühlt» , erzählt Edith Hennig und fügt an, dass das Lübbener Standesamt bereits Anfragen von Heiratswilligen gehabt habe, ob die Trauung bei Tropical Islands stattfinden könne.
Weil das Tropenparadies derzeit an einem neuen Konzept arbeite, sei das Hochzeits-Vorhaben noch nicht weiter gediehen, informiert Kathrin Schaffner über den Stand der Dinge. «Irgendwann wird es möglich sein, sich bei uns standesamtlich trauen zu lassen, zurzeit jedoch noch nicht. Aber die Hochzeit feiern, das ist bei uns im Dome möglich.» (dh)

http://www.lr-online.de/regionen/lokales/luebben/art1058,1145619.html
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