Wäre ZiB für Neuinvestition ohne Einbeziehung der Aktionäre?

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Investoren, die Schlange stehen

Beitragvon pestw » Do, 08.05.2003 12:34

Frodo Baggins hat geschrieben:Was Herr Mönning da ziemlich leidenschaftslos schreibt, entbehrt teilweise nicht einer gewissen Logik.
Wie steht ZiB dazu?
Letzte Verzweiflungsschreie eines Insolvenzverwalters, der versagt hat. Die üblichen Verdrehungen und verworrenen, widersprüchlichen Darstellungen.

Frodo Baggins hat geschrieben:Frage (Kategorie unangenehm):
Falls der Spagat nicht gelingt (wann auch immer man das feststellt- ich hoffe nie), wäre ZiB auch bereit mit einem Investor OHNE Einbeziehung der Aktionäre zusammenzuarbeiten?
Eindeutig nein. Was einzelne ZiB-Mitglieder machen, weiß ich nicht. Mit dem Vereinszweck der Initiative Zukunft in Brand stünde das nicht in Einklang.

Frodo Baggins hat geschrieben:Wenn jeder Aktionär jetzt sein Investment jetzt abschreiben und gleichzeitig die Bereitschaft signalisieren würde, in ein neues Projekt auf dem Brand ein zweites Mal zu investieren,
Was? Sich mit der staatlich inszenierten oder zumindestens gedeckten Herausdrängung der Aktionäre abfinden? Hör mal - die ganzen Anlagen haben wir bezahlt! Mit 317 Mio. Euro. Die EU, der Bund und das Land Brandenburg haben zusammen ca. 40 Mio. beigesteuert, die nicht befriedigten "echten" Gläubiger ca. 20 Mio. Und da sollen wir uns damit abfinden, dass wir "bestohlen" werden und brav noch einmal einzahlen? Pass mal auf, nicht jeder hat da nur 100 Aktien gekauft. Ich kenne Leute, die haben fast ihre ganze Altersversorgung da rein gesteckt. Ich will nicht sagen dass das klug war, aber es ist so. Einer hat von seiner Oma ein Haus im Wert von fast einer Million Mark geerbt, die Hütte verkauft, 10 Prozent fürs Studium abgezweigt und den Rest in CL investiert. Glaubst du, dass die "amused" sind von der Idee, dass ihr Anteil auf Null gestellt wird und sie vielleicht sogar nochmal was reinstecken sollen?? In etwas, was ihnen nicht gehört, und worum sie sich betrogen fühlen?

Frodo Baggins hat geschrieben:dann würden die Investoren vermutlich Schlange stehen, könnte ich mir denken...
Ja - ganz bestimmt. :roll:
Ich finde das ziemlich unlogisch. Nicht nur von dir, sondern auch vom IV und auch von manchem Interessenten, der sich nur eine Seite anhört. Denn einem Investor kann doch nichts Besseres passieren als 70000 Leute, die bei Vorhandensein nunmehr guter Geschäftsaussichten weiterhin in ihr Investment einzahlen und sich an der Finanzierung mit beteiligen. Im anderen Fall die selbe Anzahl verärgerter ausgebooteter eheamliger Eigentümer, die nichts unversucht lassen, um auf dem Klageweg ihr Recht zu erstreiten und den Laden auf Jahre nicht aus den Schlagzeilen lassen.

Es gibt keinen besseren Rat an Investoren, die wirklich Luftschiffe dort bauen wollen, als die Interessen der Aktionäre zu berücksichtigen.

Es sei denn, sie sind nur auf eine Grundstücksspekulation aus...

(Übrigens bist du im falschen Thread. Mit "Post vom Insolvenzverwalter" ist sein Schreiben vom - ich glaube - 8.8.2002 gemeint. Das wird wahrscheinlich noch eine Rolle spielen...)
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Beitragvon dsalomon » Do, 08.05.2003 13:44

Vielen Dank, Wolfgang für die klare Ansage !
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Beitragvon Frodo Baggins » Do, 08.05.2003 13:56

@pestw
Danke für Deine deutlichen Ausführungen (die ich ja irgendwie auch etwas provoziert habe)

Auch, wenn ich jetzt wieder im falschen Thread bin:

Warum kann man mit dieser emotionalen Argumentation nicht an die Presse ? Solche menschlichen "Tragödien" sind doch normalerweise gefundenes Fressen :idea: und "Opfer" habe immer gute Presse. :!:

Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass ich als Aktionär mit einem Investment in ein sogenanntes Zitat CL: "Technisches und wirtschaftliches Venture" gerade von Journalisten fast immer in die Zocker-Ecke gestellt werde, da ich zwar viel Geld verloren habe, aber dennoch nicht schicksalhaft viel. Uninteressant.
Dein Beispiel hat einen ganz anderen Charakter.

Ich weiss, dass ich mich jetzt unsensibel und kaltschnäuzig anhöre, aber in der jetzigen Zeit braucht man eben ein dickes dickes Fell.

Frodo.
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Beitragvon pestw » Do, 08.05.2003 14:12

Frodo Baggins hat geschrieben:Warum kann man mit dieser emotionalen Argumentation nicht an die Presse ? Solche menschlichen "Tragödien" sind doch normalerweise gefundenes Fressen :idea: und "Opfer" habe immer gute Presse. :!:
Vielleicht fragen sie nicht so provozierend... :)

Aber übrigens - dem Minister Junghanns habe ich das bereits so ähnlich geschrieben. Es ist schon ein paar Monate her. Da habe ich sogar noch was Anderes geschrieben "staatlich inszenierter Aktionärsb...g", aber das darf man nicht sagen, glaube ich... ;)
Er war ziemlich sauer... :)

Frodo Baggins hat geschrieben:Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass ich als Aktionär mit einem Investment in ein sogenanntes Zitat CL: "Technisches und wirtschaftliches Venture" gerade von Journalisten fast immer in die Zocker-Ecke gestellt werde
Nicht nur von Journalisten. Auch von gewissen Ministerial-Referenten mit Doktortitel. Den "Neuen Markt" bekommt man da immer um die Ohren gehauen. Dass CL da gar nicht drin war, interessiert schon keinen mehr.

Frodo Baggins hat geschrieben:Ich weiss, dass ich mich jetzt unsensibel und kaltschnäuzig anhöre, aber in der jetzigen Zeit braucht man eben ein dickes dickes Fell.
Wem sagst du das...?
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Beitragvon MaBu » Do, 08.05.2003 16:01

Letzte Verzweiflungsschreie eines Insolvenzverwalters, der versagt hat.


Der IV ist wieder mal an allem Schuld. Vielleicht sogar an der Insolvenz?!?

Sich mit der staatlich inszenierten oder zumindestens gedeckten Herausdrängung der Aktionäre abfinden?


Herr Pest, das grenzt an Paranoia! Vielleicht ist ZiB glaubwürdiger wenn man diese Verschwörungstheorien weglässt! Man muss sich wohl damit abfinden das die Karre an die Wand gefahren wurde, kein Geld mehr da ist und die Aktionäre nun mal die Unternehmer sind die den A**** dafür hinzuhalten haben.

Denn einem Investor kann doch nichts Besseres passieren als 70000 Leute, die bei Vorhandensein nunmehr guter Geschäftsaussichten weiterhin in ihr Investment einzahlen und sich an der Finanzierung mit beteiligen.


Das ist Unfug Herr Pest! Jeder normal denkende Investor möchte ebend KEINE 70.000 Mitanteilseigner haben die VIELLEICHT weiterhin in Ihr Investment einzahlen. Die Vergangenheit hat doch gezeigt das die 70.000 Aktionäre ebend NICHT bereit sind weiter einzuzahlen. Das war vor der Insolvenz abzusehen. Jeder Investor kann doch beim Insolvenzverwalter billiger (ohne Schulden), und vor allem einfacher (keine 70.000 Miteigner die alle was zu sagen haben wollen) kaufen! Desweiteren gelten Kleinanleger wir wir es alle nunmal sind in der Finanzwelt als Kapitalschwach, dicke Fische sind willkommen!

Im anderen Fall die selbe Anzahl verärgerter ausgebooteter eheamliger Eigentümer, die nichts unversucht lassen, um auf dem Klageweg ihr Recht zu erstreiten und den Laden auf Jahre nicht aus den Schlagzeilen lassen.


Nun mal halblang!

zu Punkt 1 :"ausgebooteter eheamliger Eigentümer"

CL ist Pleite, da wird niemand "ausgebootet" wie Sie schreiben sondern der Laden wird abgewickelt. Da kein Geld da ist bleibt dem IV auch nichts anderes übrig als den Laden meistbietend zu versteigern (in Teilen oder als Ganzes). Andere Alternativen hat ZiB auch nicht (mal abgesehen davon den Staat wieder in die Pflicht nehmen zu wollen)!

zu Punkt 2 :"auf dem Klageweg ihr Recht zu erstreiten"

was ist den das "Recht" eines Unternehmers wenn dieser Pleite macht? BITTE, BITTE definieren Sie dieses, das Frage ich mich schon lange was ZiB damit meint!

zu Punkt 3: "den Laden auf Jahre nicht aus den Schlagzeilen lassen"

welche Schlagzeilen? WENN berichtet wird dann nur über einen tote und insolvente AG. ZiB rudert schon so lange aber bis jetzt ist noch niemand wirklich auf diese "unrechtmäßige Enteignung" angesprungen". Warum wohl? Normalerweise doch DAS Thema für Explosiv oder Spiegel-TV ect.

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Beitragvon eurofuchser » Do, 08.05.2003 17:07

Du hast es exakt auf den Punkt gebracht, MaBu!
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Beitragvon pestw » Do, 08.05.2003 17:11

MaBu hat geschrieben:
Letzte Verzweiflungsschreie eines Insolvenzverwalters, der versagt hat.

Der IV ist wieder mal an allem Schuld. Vielleicht sogar an der Insolvenz?!?
An der Insolvenz ( = Zahlungsunfähigkeit) ausnahmsweise nicht, aber am Insolvenzgrund "Überschuldung". In trauter Übereinstimmung mit der ILB.

MaBu hat geschrieben:
Sich mit der staatlich inszenierten oder zumindestens gedeckten Herausdrängung der Aktionäre abfinden?


Herr Pest, das grenzt an Paranoia! Vielleicht ist ZiB glaubwürdiger wenn man diese Verschwörungstheorien weglässt! Man muss sich wohl damit abfinden das die Karre an die Wand gefahren wurde, kein Geld mehr da ist und die Aktionäre nun mal die Unternehmer sind die den #### dafür hinzuhalten haben.
Also, dass CL das Geld ausgegangen ist, und sie ihre Lieferanten nicht mehr bezahlen konnten, daran gibt's nichts zu rütteln. Dass aber die ILB den Förderbescheid zurückgezogen hat, obwohl das geförderte Produktionsgebäude fertiggestellt und abgenommen war, das ist das, was ich - euphemistisch - "Herausdrängung der Aktionäre" nenne, obwohl mir was Anderes auf der Zunge liegt.

MaBu hat geschrieben:
Denn einem Investor kann doch nichts Besseres passieren als 70000 Leute, die bei Vorhandensein nunmehr guter Geschäftsaussichten weiterhin in ihr Investment einzahlen und sich an der Finanzierung mit beteiligen.


Das ist Unfug Herr Pest! Jeder normal denkende Investor möchte ebend KEINE 70.000 Mitanteilseigner haben die VIELLEICHT weiterhin in Ihr Investment einzahlen. Die Vergangenheit hat doch gezeigt das die 70.000 Aktionäre ebend NICHT bereit sind weiter einzuzahlen.
Das kommt auf die Umstände an. Der Grund warum sie nicht mehr eingezahlt haben, war, weil sie erkannt haben, dass der CL 160 nicht mehr zu finanzieren ist ohne einen starken einzelnen Partner, entweder aus der Industrie oder vom Staat. Investoren wollen eine realistische Gewinnchance sehen, auch wenn man darauf warten muss, aber irgendwann wenigstens. Angesichts der drohenden oder bereits bestehenden Insolvenz trauten sich nur noch (zu) Wenige, einzuzahlen. Wenn die Aussichten aber andere sind, wird auch wieder investiert.

MaBu hat geschrieben:Das war vor der Insolvenz abzusehen. Jeder Investor kann doch beim Insolvenzverwalter billiger (ohne Schulden), und vor allem einfacher (keine 70.000 Miteigner die alle was zu sagen haben wollen) kaufen!
Ohne Schulden? Aber nur, weil die Gläubiger auch noch hinausgedrängt werden (Quotenerwartung angeblich = 0 ). Und was heißt schon "was zu sagen haben"? So viel haben Aktionäre auch wieder nicht zu sagen. Entscheidend ist in dieser Branche die Frage, wo kriege ich Geld her für den Luftschiffbau? Die Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern an der Finanzierung. Das gilt für AirTrain, HeliLiner, Rigid Air genauso wie für CargoLifter.
Wenn aber was Anderes geplant ist als Luftschiffbau, spielt das natürlich nicht so eine Rolle.

MaBu hat geschrieben:Desweiteren gelten Kleinanleger wir wir es alle nunmal sind in der Finanzwelt als Kapitalschwach, dicke Fische sind willkommen!
Und wer hat bis jetzt das meiste Kapital da rein gesteckt, hä?

MaBu hat geschrieben:
Im anderen Fall die selbe Anzahl verärgerter ausgebooteter eheamliger Eigentümer, die nichts unversucht lassen, um auf dem Klageweg ihr Recht zu erstreiten und den Laden auf Jahre nicht aus den Schlagzeilen lassen.


Nun mal halblang!

zu Punkt 1 :"ausgebooteter eheamliger Eigentümer"

CL ist Pleite, da wird niemand "ausgebootet" wie Sie schreiben sondern der Laden wird abgewickelt. Da kein Geld da ist bleibt dem IV auch nichts anderes übrig als den Laden meistbietend zu versteigern (in Teilen oder als Ganzes). Andere Alternativen hat ZiB auch nicht (mal abgesehen davon den Staat wieder in die Pflicht nehmen zu wollen)!
Wenn die "Schulden" nicht künstlich hochgeschraubt würden (in unrechtmäßiger Weise, wie wir vermuten), dann ließe sich auch leichter eine Lösung finden. Freilich kann man nicht erwarten, dass sich innerhalb von wenigen Monaten sofort ein Großluftschiffbauer findet, der sofort eine adäquate Folgenutzung anbieten kann, dazu sind Großluftschiffprojekte zu dünn gesät. Aber mit Vernunft aller Beteiligten, auch der (echten) Gläubiger, ließe sich sehr wohl ein LTA-Business ankurbeln. Prof. Kröplin wäre z.B. willens und in der Lage dazu gewesen. Auch er wurde hinausgedrängt. Ebenfalls ein sehr merkwürdiger Vorgang. :!:

MaBu hat geschrieben:zu Punkt 2 :"auf dem Klageweg ihr Recht zu erstreiten"

was ist den das "Recht" eines Unternehmers wenn dieser Pleite macht? BITTE, BITTE definieren Sie dieses, das Frage ich mich schon lange was ZiB damit meint!
Einfach unsere Pressemitteilungen lesen, da steht's drin. Außerdem siehe oben. Das Recht auf faire Bewertung meine ich nämlich. 110 Millionen! :roll: Und täglich werden's mehr. Das ist ja wohl ein Witz!

MaBu hat geschrieben:zu Punkt 3: "den Laden auf Jahre nicht aus den Schlagzeilen lassen"

welche Schlagzeilen? WENN berichtet wird dann nur über einen tote und insolvente AG. ZiB rudert schon so lange aber bis jetzt ist noch niemand wirklich auf diese "unrechtmäßige Enteignung" angesprungen". Warum wohl? Normalerweise doch DAS Thema für Explosiv oder Spiegel-TV ect.
Das werden wir schon noch sehen. :twisted:

MaBu hat geschrieben:Matthias Burmeister
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Beitragvon MaBu » Do, 08.05.2003 17:52

Dass aber die ILB den Förderbescheid zurückgezogen hat, obwohl das geförderte Produktionsgebäude fertiggestellt und abgenommen war, das ist das, was ich - euphemistisch - "Herausdrängung der Aktionäre" nenne, obwohl mir was Anderes auf der Zunge liegt.


soweit ich informiert bin war die förderung auch an den erhalt von so-und-so-vielen arbeitsplätzen gekoppelt. die sind natürlich mit der insolvenz weggefallen somit scheint mir die rücknahme des förderbescheides rechtens (wie gesagt: soweit ich informiert bin)

Investoren wollen eine realistische Gewinnchance sehen, auch wenn man darauf warten muss, aber irgendwann wenigstens


genau! investoren wollen verdienen! warum also 70.000 leute mit ins boot holen? WENN das ding gewinne abschmeissen sollte kann man die doch auch selbst einstreichen!?! aber nicht einmal für die "reste" findet sich ein solventer investor.

Entscheidend ist in dieser Branche die Frage, wo kriege ich Geld her für den Luftschiffbau? Die Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern an der Finanzierung. Das gilt für AirTrain, HeliLiner, Rigid Air genauso wie für CargoLifter.


ich bin mittlerweile davon überzeugt das sich schwerlasttransporte mit LTA-technolgie nicht lohnen. sonst hätten sich etliche firmen drauf gestrürzt!

Und wer hat bis jetzt das meiste Kapital da rein gesteckt, hä?


mal ehrlich: was sind 300 mio für so ein projekt? und das in der absoluten hausse-phase der börse? jetzt haben wir eine wirtschaftskrise und wer soll da bitte schön noch investieren?


Prof. Kröplin wäre z.B. willens und in der Lage dazu gewesen. Auch er wurde hinausgedrängt. Ebenfalls ein sehr merkwürdiger Vorgang.


ja, sehr merkwürdig. allerdings glaube ich nicht das herr kröplin wirklich die mio`s in der tasche bzw. hinter sich hatte. sonst wäre mönning sicherlich darauf eingegangen.


110 Millionen! Und täglich werden's mehr. Das ist ja wohl ein Witz!


mönning wird dies schon zu begründen wissen.

Mit Namensennung. Tapfer! Wäre aber nicht nötig gewesen.


warum nauch nicht. ich hab nix zu verbergen!
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Beitragvon eurofuchser » Do, 08.05.2003 18:35

Die Frage ist völlig berechtigt: Welcher Investor sollte sich ohne Not mit Aktionären rumprügeln?

Was ist nach Abzug der Verbindlichkeiten denn noch für ein Unternehmenswert da? Der Aktionär ist nicht enteignet worden, sein Anteil ist einfach nichts mehr wert, weil die Geschäftsidee gefloppt hat. So einfach ist das.

Alleiniges Sagen hat der IV, der mir auch der Vernünftigste im Konzert zu sein scheint und dessen gesetzliche Aufgabe ist die Gläubigerbefriedigung und nicht die Wahrung von Aktionärsinteressen.
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Beitragvon Lifter » Do, 08.05.2003 19:51

Mag schon sein, dass er nach Insolvenzordnung nur die Interessen der Gläubiger zu vertreten hat. Tut er das denn?

Er hat drei Vertreter im Gläubigerausschuß, die alle erst zu Gläubigern nach Eintritt der Insolvenz geworden sind:

Land Brandenburg durch den 4,1 Mio. Massekredit

ILB durch Rückzug des Förderbescheids

Arbeitsamt ebenfalls durch Massekredit zur Zahlung der Gehälter über die Insolvenz hinaus.

Zwei Vertreter von "normalen" Gläubigern hatten Anträge zur Aufnahme eines weiteren Vertreters der Lieferanten auf der Gläubigerversammlung im September gestellt. Damals beschwichtigte Herr Schmidt von der ILB, dass man selbstverständlich auch die Interessen der kleineren Gläubiger vertreten werde. Mönning wies darauf hin, dass er besser mit wenigen Mitgliedern im Ausschuß zusammenarbeiten könne.

Nun sind ein paar Monate ins Land gegangen und die eigentlichen Gläubiger scheinen so gar nicht mit der Arbeit des IVs zufrieden zu sein.

Interessanterweise - und das ist wohl einmalig in der deutschen Insolvenzgeschichte - sucht man eher eine Lösung zusammen mit dem Schuldner selbst. Morgen soll sich einer von ihnen dazu äußern.

Insolvenzverwalter sind keine allmächtigen Götter, die schalten und walten können wie sie wollen. Betriebswirtschaftlicher Sachverstand sollte übrigens zum Handwerkszeug gehören. Da scheint es momentan am ehesten zu fehlen. Manchmal blickt da ein Insolvenzverwalter mit Wirtschaftsprüfer-Titel halt eben etwas besser durch.
Wer dann auch noch angeblich behauptet, dass man den Hallenboden nicht unter 12 Grad Celsius abkühlen lassen dürfe, hat auch wohl noch nie selbst einen Industrieboden gegossen (wer hat das schon?). Ähnlich wie bei jedem neuen Estrich gilt das nur bis zur Aushärtung. Danach darf es ruhig auf 2 Grad runter gehen. Schwups, sind die Heizkosten geringer.

Und so gibt es noch zahlreiche Beispiele zu nennen, wo der IV wohl seine Hausaufgaben nicht richtig gemacht hat.

Das begreifen anscheinend nun auch diejenigen, für die er eigentlich arbeiten sollte.
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Beitragvon MaBu » Fr, 09.05.2003 8:46

Mag schon sein, dass er nach Insolvenzordnung nur die Interessen der Gläubiger zu vertreten hat. Tut er das denn?


Mag nicht nur so sein, ist so! Natürlich vertritt er die Interessen der Gläubiger! Oder vertritt er Ihrer Meinung jetzt die Interessen der Aktionäre?


Nun sind ein paar Monate ins Land gegangen und die eigentlichen Gläubiger scheinen so gar nicht mit der Arbeit des IVs zufrieden zu sein.


1. "scheinen nicht zufrieden zu sein" oder "sind nicht zufrieden?". Bitte keine Vermutungen! Das wird sonst hier alles wieder zur Verschwörungstheorie zurechtgeflickt.

2. Bei dem was zu verteilen ist wäre ich auch unzufrieden als Gläubiger. Was gibts denn groß zu verteilen? Die einzige "Hardware" ist die Halle und bei den Unterhaltskosten wird der IV die wohl so schnell nicht los!


Wer dann auch noch angeblich behauptet, dass man den Hallenboden nicht unter 12 Grad Celsius abkühlen lassen dürfe, hat auch wohl noch nie selbst einen Industrieboden gegossen


Das wird Ihm bei Cargolifter wohl jemand so erzählt haben! Scheinbar arbeiteten bei CL nur Dilletanten oder habt Ihr schon die Anleihe vergessen die von dem CL-Finanzvorstand versaut wurde ? Und ZiB wollte dem IV dafür ans Knie ******! (sorry für die harten Worte).
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Beitragvon eurofuchser » Fr, 09.05.2003 9:25

Die neue Insolvenzordnung läßt dem Insolvenzverwalter insgesamt drei Handlungsalternativen:

1. Die Fortführung (auch mit einem Moratorium) - das wird er machen, wenn die Restliquidität dazu ausreichend ist und Sanierungspotential vorhanden ist.
2. Die Liquidation unter Verwertung des Anlagevermögens zur Gläubigerbefriedigung - wenn noch Anlagevermögen vorhanden ist, aber eine Sanierung aus welchen Gründen auch immer unmöglich erscheint.
3. Die Ablehnung der Eröffnung mangels Masse

Dass ein Insolvenzverwalter zugleich auch als Estrichleger ausgebildet sein muss, damit er erkennt welche Temparaturen für einen Hallenboden verträglich sind, ist mir neu. Solche fachliche Expertise holt sich der IV natürlich von Experten.

Ich kann bisher keine handwerklichen Fehler beim IV erkennen.
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Vertritt der IV die Interessen der Gläubiger?

Beitragvon pestw » Fr, 09.05.2003 13:48

MaBu hat geschrieben:
Mag schon sein, dass er nach Insolvenzordnung nur die Interessen der Gläubiger zu vertreten hat. Tut er das denn?


Mag nicht nur so sein, ist so! Natürlich vertritt er die Interessen der Gläubiger!
Das scheinen die Gläubiger aber nicht so zu sehen. Siehe Nachbar-Thread "PM der CargoLifter i.I."
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Beitragvon MaBu » Fr, 09.05.2003 16:35

Das scheinen die Gläubiger aber nicht so zu sehen. Siehe Nachbar-Thread "PM der CargoLifter i.I."


entweder ich finde den richtigen tread nicht oder aber ich finde die stelle nicht in der sich die gläubiger zum insolvenzverwalter bzw. zum verfahren äussern. könnten sie oder jemand anders vielleicht die stelle markieren?

danke

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Thread geteilt

Beitragvon pestw » Mo, 07.02.2005 13:37

Dieser Thread ist durch Abspaltung aus dem Thema "Post vom Insolvenzverwalter" entstanden. Denn dort war er eine Themaverfehlung.
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