wenn TI pleite ist

Hier kommt alles rein, was mit dem Standort Brand, aber nicht direkt mit der CargoLifter AG und ihren 100%-igen Töchtern zu tun hat.

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Re: Halle aufgeblasen?

Beitragvon hilgenberg » Di, 17.02.2009 18:48

Matthias/Wismar hat geschrieben:
Totgesagt leben eben doch länger...

Da gebe ich dir gerne Recht :D

Eins muss man den Malayen ja lassen, sie agieren langfristig und lassen sich nicht von Schwierigkeiten auf ihrem Weg beeindrucken. Da könnte sich so Mancher hierzulande eine Scheibe abschneiden.
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Re: Halle aufgeblasen?

Beitragvon LifterBastian » Di, 17.02.2009 20:31

hilgenberg hat geschrieben:Eins muss man den Malayen ja lassen, sie agieren langfristig und lassen sich nicht von Schwierigkeiten auf ihrem Weg beeindrucken. Da könnte sich so Mancher hierzulande eine Scheibe abschneiden.


Erinnert mich irgendwie an IZiB :wink:
Gruß
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Beitragvon Mariusz Ginel » Mi, 18.03.2009 20:51

Auf dem Gelände habe ich Bagger gesehen die erde umgraben, werden etwa da jetzt die ganzen Hotels gebaut?

PS. Ist es immer dort so windig, besonders neben der Halle direkt?
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Beitragvon Hasseroeder » Fr, 20.03.2009 7:26

Hallo eine mögliche Antwort findet sich hier in der LR:
http://www.lr-online.de/meinungen/LR-Ko ... 66,2440130

"13.03.2009
Dem Eurospeedway Lausitz, der sich erstmals wieder auf der ITB präsentiert, ist es gelungen,
nicht nur die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft, sondern auch eine Traditionsveranstaltung vom
Hockenheimring in die Region zu lenken. Tropical Island hat Land erworben für das künftige
Ferienresort und eröffnet demnächst einen Campingplatz vor seinen Toren. Diese aufmunternde Aufzählung
ließe sich noch beliebig fortsetzen."

Campen nicht in sondern vor TI - spezial- NL
Ich möchte, daß die "CARGOLIFTER KGaA" mit dem neusten Kranballon der Welt, erfolgreich Lasten hebt oder bewegt, und damit also belegt, daß der "CL 160" realisierbar war!!!

http://www.hsb-wr.de/hsb_barrierefrei/webcams/
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TI hat Gewinnzone noch nicht erreicht

Beitragvon k.moestl » Fr, 19.06.2009 20:33

Von den seit Jahren angestrebten 1,5 Millionen Besuchern, die zur Rentabilität notwendig seien, ist TI noch immer weit entfernt. Dem entsprechend muss der Mutterkonzern weiterhin etliche Millionen Euro zuschießen. Die Saunaanlage hat also nicht den Durchbruch gebracht. Aber der nächste rettende Strohhalm ist ja längst ergriffen: das Ferienhausprojekt.

Märkische Allgemeine Zeitung
10.06.2009
TOURISMUS: Tropical Islands lockt Besucher an
Gewinnzone noch nicht erreicht


BRAND - Das Tropenbad Tropical Islands in Brand (Dahme-Spreewald) kann zwar die Besucherzahlen steigern, für den malaysischen Mutterkonzern Tanjong bleibt es aber vorerst ein Verlustbringer. Insgesamt besuchten im Ende Januar zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 834 000 Gäste die Freizeitanlage. Das war rund ein Fünftel mehr als im Vorjahr mit 691 000 Besuchern. Das geht aus dem neuesten Geschäftsbericht von Tanjong hervor.

Demnach konnte das Tropenbad vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen erstmals einen kleinen Gewinn von umgerechnet etwa 368 000 Euro erwirtschaften. Unterm Strich fiel aber dennoch ein Jahresverlust von 7,3 Millionen Euro an. Gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr, wo noch 12,8 Millionen Euro Miese produziert wurden, ist das immerhin eine Verbesserung um mehr als 40 Prozent. Die gestiegenen Besucherzahlen dürften auch mit weiteren Investitionen von rund 20 Millionen Euro 2007 für Umbauarbeiten zusammenhängen, bei denen unter anderem ein neuer großer Saunabereich geschaffen wurde.

Das geplante Ferienhausprojekt im Umfeld des Tropenbades macht offenbar weitere Fortschritte. Tanjong hat für den geplanten Bau von 2000 Bungalows im Februar zusätzliche Flächen in der Nachbarschaft erworben. Unterdessen hat das dänische Unternehmen Eske Group, das die Anlage bauen soll, nach MAZ-Informationen erste Erfolge auf der Suche nach neuen Investoren erzielt. Eske war im Januar im Zuge der Finanzkrise ein großer Anteilseigner und Hauptgeldgeber für das Vorhaben weggebrochen. Von den Dänen war gestern keine Stellungnahme zu bekommen. Ein Tropical-Islands-Sprecher sagte aber zu dem Gesamtprojekt, das Vorhaben laufe „nach Plan“.
(gd)

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11528519/485072/Gewinnzone-noch-nicht-erreicht-Tropical-Islands-lockt-Besucher.html
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Re: wenn TI pleite ist

Beitragvon k.moestl » Mo, 02.11.2009 21:29

Auf der Internetseite der Anwaltskanzlei Jones Day
http://www.jonesday.com/de/news/news_de ... wsID=S1492
erfährt man Folgendes:

Jones Day berät die Tropical Islands Gruppe
September 2008

Jones Day hat die Tropical Islands Gruppe beim Abschluss von Verträgen beraten, die den Verkauf von 560.000 m² Land für die Errichtung von Ferienhäusern rund um die ehemalige Cargolifter-Halle vorsehen.

Die mehrheitlich zum malaysischen Tanjong Konzern gehörende Tropical Islands Gruppe betreibt in der ehemaligen Cargolifter-Halle in Brandenburg eine tropische Urlaubswelt. Mit einer Grundfläche von 66.000 m² ist der Tropical Islands Dome die größte freitragende Halle der Welt.

Um den Tropical Islands Dome herum soll in drei Phasen ein Resort mit 2.000 Ferienhäusern entstehen. Das Gesamtentwicklungsvolumen beträgt ca. € 670 Millionen.

Die Verträge für die Phase 1 – einschließlich des Verkaufs von 560.000 m² Land für die Errichtung von 375 Ferienhäusern – sowie die Zusammenarbeit beim Marketing und Facility Management wurden am 22. August 2008 in Berlin unterzeichnet.

Die Tropical Islands Gruppe übernimmt das Facility und Resort Management. Die dänische ESKE GROUP A/S hat das Land von der Tropical Islands Gruppe erworben und fungiert als Entwickler. Die Vermietung der Ferienhäuser wird vom führenden europäischen Ferienhausvermarkter NOVASOL A/S durchgeführt.

***Ende des Zitats***

Wenn die unzureichenden Besucherzahlen von Tropical Islands wirklich zu einer Insolvenz führen sollten, dann stände die CargoLifter-Halle vielleicht wieder zur Verfügung, das Werftgelände hätte aber einen anderen Besitzer. Oder sehe ich das falsch?
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Re: wenn TI pleite ist

Beitragvon JU » Di, 17.11.2009 22:26

http://www.ftd.de/unternehmen/handel-di ... 38774.html

17.11.2009, 18:33
Verzögerter Ausbau

Besucherzuwachs reicht nicht für Gewinn bei Tropical Island

Das vor fünf Jahren eröffnete Hallenerlebnisbad Tropical Island zieht deutlich mehr Besucher an.
Dennoch schreibt das Unternehmen rote Zahlen - und das wird sich frühestens 2012 ändern. von Gerhard Hegmann München

Tropical Island bezeichnet sich als Europas größte tropische Urlaubswelt. In der Ex-Produktionshalle des Pleite gegangenen Luftschiffunternehmens Cargolifter errichtete der börsennotierte malaysische Konzern Tanjong 2004 südlich von Berlin ein Erlebnisbad. Doch erste Pläne über jährlich bis zu 1,5 Millionen Besucher in der größten freitragenden Halle der Welt sind bislang gescheitert: Im Geschäftsjahr 2008/09, das am 31. Januar endete, kamen 834.000 Besucher. Das sind aber gut 20 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Freizeitanlage "Tropical Islands" sollte einmal das Frachtluftschiff Cargolifter gebaut werden Aus dem Tropical Island-Jahresabschluss geht hervor, dass der Umsatz 2009 von 21,4 auf 27,9 Mio. Euro stieg. Der Pro-Kopf-Umsatz wuchs demnach auf über 32 Euro. Der Verlust wurde im Jahresvergleich von 19,7 Mio. Euro auf knapp 9 Mio. Euro halbiert.
Für das laufende Geschäftsjahr 2010 wird ein fast identischer Verlust bei steigenden Besucherzahlen erwartet. Erst im Geschäftsjahr 2011 könnte ein leicht positives operatives Ergebnis ausgewiesen werden. "Nunmehr ab dem Geschäftsjahr 2012 werden positive Jahresergebnisse und positive Cashflows geplant", heißt es im Ausblick des Managements.
Das Unternehmen versucht, mit einer Doppelstrategie das Erlebnisbad rentabel zu gestalten und Gäste anzulocken. Zum einen wurde in neue Attraktionen investiert, beispielsweise eine große Saunalandschaft. Zudem sollen im Umfeld rund 2000 Bungalows für Feriengäste und Übernachtungsmöglichkeiten entstehen.

In dieses Projekt will aber Tanjong kein eigenes Geld stecken. Doch ein erster Anlauf mit der dänischen Eske-Gruppe, die 650 Mio. Euro in Ferienhäuser investieren wollte, scheiterte im April. Der Grund: Der Eska-Hauptanteilseigner, die dänische Investmentbank Synerco, musste Insolvenz anmelden. Da Synerco die Immobilien auf dem Gelände finanzieren sollte, kam es zu Verzögerungen.
Ende April wurden Verträge mit einem neuen Investor unterzeichnet. Er habe sich zur Errichtung von Ferienhäusern spätestens zum November 2010 verpflichtet, heißt es. Auf Anfrage nennt der Sprecher von Tropical Island aber den Namen des neuen Investors nicht.
Für Tropical Island sind die erwarteten zusätzlichen Besucher aus den Ferienhäusern der erhoffte Rettungsanker. Das Unternehmen mit gut 480 Beschäftigten ist derzeit nicht in der Lage, seinen Geldbedarf aus seinen Einnahmen zu decken. Daher ist Tropical Island auf die Verlustübernahmen und Garantiezusagen von Tanjong in Malaysia angewiesen. Bisher verlängert der Mutterkonzern seine Finanzgarantien für jeweils ein Jahr.
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Re: wenn TI pleite ist

Beitragvon pestw » Mi, 18.11.2009 7:43

FTD hat geschrieben:Erst im Geschäftsjahr 2011 könnte ein leicht positives operatives Ergebnis ausgewiesen werden. "Nunmehr ab dem Geschäftsjahr 2012 werden positive Jahresergebnisse und positive Cashflows geplant", heißt es im Ausblick des Managements.

Das ist aber seltsam. Im Artikel weiter unten (Forumsbeitrag vom Mi Feb 11, 2009 22:26) wird doch erstmals ein Millionengewinn für 2008 angekündigt, und zwar ein "operativer Gewinn". Worauf ich doch kommentiert hatte, selbst das bedeute nur, dass die Einnahmen die laufenden Kosten überdecken und nicht, dass zum Abbezahlen der Investitionen ein Beitrag geleistet werden konnte.
Aber selbst das muss Jahr für Jahr verschoben werden :?:
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Re: wenn TI pleite ist

Beitragvon k.moestl » Mi, 18.11.2009 21:54

JU hat geschrieben: Das Unternehmen mit gut 480 Beschäftigten ist derzeit nicht in der Lage, seinen Geldbedarf aus seinen Einnahmen zu decken.


Nanu "gut 480 Beschäftigte" ?
War nicht die Förderung durch das Land Brandenburg an den Erhalt von 501 Arbeitsplätzen für 5 Jahre gebunden?
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Re: wenn TI pleite ist

Beitragvon JU » Di, 01.12.2009 19:13

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... n-des.html

26.11.2009
Martin Usbeck über die Aussichten des Freizeitparks „Tropical Islands“

Märkisches Abenteuer

Der Bau von Ferienhäusern rund um das Spaßbad „Tropical Islands“ in der ehemaligen Cargolifter-Halle kann weitergehen. Nachdem dem ersten Investor wegen der Finanzkrise die Luft ausging, soll nun die deutsch-dänische Planet-Gruppe das Werk vollenden. Für die Region ist das eine erfreuliche Entwicklung. Und für „Tropical Islands“ ist das Projekt überlebenswichtig. Bislang hat es der künstliche Tropenpark trotz eines durchaus attraktiven Angebots und steigender Besucherzahlen nämlich nicht in die schwarzen Zahlen geschafft. Der Eigentümer von „Tropical Islands“, die malaysische Tanjong-Gruppe, zeigt sich geduldig. Die Frage ist nur: Wie lange noch? Sollte das Ferienhaus-Projekt scheitern, könnten die Asiaten schnell die Lust an ihrem märkischen Abenteuer verlieren.

In dieses Bild passt, dass selbst der neue Investor der Ferienhäuser eigentümlich zurückhaltend ist. Statt der ursprünglich angekündigten 2000 Häuser baut er erst einmal nur 400. Und die will er auch nicht selbst vermarkten, sondern möglichst schnell an Privatleute und Investoren weiterverkaufen. Von besonders großem Vertrauen in das Projekt zeugt das nicht gerade.
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Re: wenn TI pleite ist

Beitragvon engelstaub » Do, 14.10.2010 8:09

Der Bau der Ferienhäuser und der geplante Weiterverkauf erweckt wirklich nicht gerade großes Vertrauen in das Projekt. Das ganze stand meiner Meinung von Beginn an nicht unter einem guten Stern und ich bin mir nicht sicher, ob mit den Ferienhäusern langfristig Erfolg erzielt werden kann. Ich überlege, ob ich in eine Immobilie in Karlsruhe investieren soll, aber im Moment ist bei den Immobilienprojekten doch eine recht große Unsicherheit drin, in den letzten jahren sind doch viele gescheitert.
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Re: wenn TI pleite ist

Beitragvon JU » Do, 14.10.2010 20:00

:-ap
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Re: wenn TI pleite ist

Beitragvon thomas1904 » So, 16.01.2011 21:31

Die Vermarktung läuft unter:
Ihr Ferienhaus beim "Tropical Islands"
Gruß Thomas
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