Zeppelin NT News

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De Beers bringt Zeppeliner in Zwickmühle

Beitragvon E.Sillge » Do, 08.02.2007 12:06

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De Beers bringt Zeppeliner in Zwickmühle

VON WOLFGANG BOLLER

Thomas Brandt, Geschäftsführer der Zeppelin-Luftschifftechnik, ist in einer Zwickmühle: Der Diamantenkonzern De Beers hätte gerne einen Zeppelin NT zur Diamantensuche in Kanada. De Beers will das Luftschiff aber nicht kaufen, sondern nur für drei Jahre leasen. Damit würde ZLT aber das Geld fehlen, um ein weiteres, fünftes Luftschiff zu bauen.

Friedrichshafen - Der vierte Zeppelin NT ist bereits im Bau, die Lieferanten fertigen derzeit die Komponenten. Er sollte das derzeit einzige Luftschiff, das noch am Bodensee stationiert ist, ergänzen - es sei denn es gibt einen Käufer dafür. Dann würde ein Luftschiff verkauft und ein weiteres gebaut. Das war der von den Gesellschafter der Zeppelin-Luftschifftechnik bislang abgesegnete Plan: Zwei Luftschiffe am See und immer wenn eines davon verkauft wird, ein neues bauen. Doch jetzt hat sich die Lage geändert: Denn es gibt eine Zwischending zwischen verkaufen und nicht verkaufen (oder zwischen kaufen und nicht kaufen, je nach Blickwinkel): verleasen (oder leasen).

Der Diamantenkonzern De Beers hat, wie berichtet, beste Erfahrungen mit der Diamantensuche per Zeppelin-Luftschiff in Botswana gemacht. Zeppelin-Luftschifftechnik verleaste den Prototypen des Zeppelin NT an De Beers, die Tochterfirma Deutsche Zeppelin-Reederei betreibt ihn im südlichen Afrika. "Dieses Modell möchte De Beers auch für die Diamantensuche in Kanada", sagte ZLT- und DZR-Chef Thomas Brandt dem SÜDKURIER. Nur: Dann bliebe das Luftschiff im Eigentum der Zeppelin-Luftschifftechnik. Die würde zwar Leasingraten von De Beers kassieren. Doch die reichen nicht aus, um die Kosten für den Bau des fünften Zeppelin NT zu decken. Dabei wäre dieses Geschäft mehr als nur ein weiteres Geschäft mit De Beers. "Wir hätten damit den Eintritt in den amerikanischen Markt", sagt Brandt. Technisch machbar ist das Vorhaben laut einer Studie, die die Häfler Zeppeliner für De Beers erstellt haben (der SÜDKURIER berichtete). Dort, wo De Beers nach Diamanten suchen will, gebe es "durchaus erträgliche Sommer, in denen man fliegen kann", so Brandt. Zumindest von Mai bis Ende September oder Oktober könne der Zeppelin dort fliegen. Auch das Problem mit dem teils unwegsamen Gelände sei beherrschbar. "Für die Winterzeit kann man sich vorstellen, das Luftschiff in die südlichen USA zu verlegen und es dort kommerziell zu betreiben, bis es in den Sommermonaten wieder nach Kanada kommt", sagt Brandt. "Wie wir das Problem lösen wissen wir noch nicht", gibt er zu. "Vielleicht wird auch nichts aus dem Geschäft. Aber wir wollen alles daran setzen, dass es etwas wird."

Derweil befindet sich der Prototyp des Zeppelin NT im südlichen Afrika in der Jahresinspektion, da dort Flüge in der Hitze (es ist gerade Sommer) eher schwierig sind. Mittlerweile hat das Luftschiff in Afrika auch eine eigene Halle. "Es gibt einiges zu tun am Zeppelin", berichtet Brandt. "Immerhin war er jetzt 15 Monate lang fast ununterbrochen im Einsatz." So müssen an der Tragstruktur des Zeppelins zwei Träger ausgewechselt werden. Das sei zwar anspruchsvoll, aber auch in Afrika machbar. Vier Zeppeliner aus Friedrichshafen sind derzeit in Afrika, um diese und andere Arbeiten zu erledigen. Bis zum Sommer, so erwartet Brandt, soll sich der Diamantenkonzern De Beers konkret dazu äußern, ob er das Luftschiff für ein weiteres Jahr in Afrika leasen will.

Quelle: Südkurier, 05. 02. 2007
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Beitragvon E.Sillge » Di, 28.08.2007 1:32

Schwäbische Zeitung Online

Zeppelin NT wechselt sein Gewand

Friedrichshafen, 28.08.2007

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Zum Ende der Saison wechselt er nochmal sein Outfit: Der Akte des diesjährigen Mainau-Künstlers Stefan Szczesny entledigt, kündet der Zeppelin NT nun vier Wochen lang vom Sport- und Kulturfest des Immenstaader Satellitenbauers Astrium. Danach reist das Luftschiff in Sachen Kunst nach Holland.

Vier Monate schwebte der Zeppelin NT als Teil von Stefan Szczesnys "Traum vom Paradies" über der Bodenseeregion: Der Künstler hatte diesen Sommer Blumenmeer und Szenerie der Insel Mainau gestaltet - und auch der Zeppelin spielte bei diesem Kunst-Event eine tragende Rolle. Zwar dauert das Blumenjahr auf der Mainau noch bis 21. Oktober - doch Szczesnys Vertrag mit der Deutschen Zeppelin Reederei (DZR) ist ausgelaufen. Denn es hatten bereits andere Interessenten angeklopft: Bis 23. September buchte Astrium den Zeppelin. Grund: Der Raumfahrtkonzern lädt von 7. bis 9. September 1300 Mitarbeiter aus ganz Europa zum großen gemeinsamen Sport- und Kulturfest an den See.

Eine willkommene Gelegenheit, sich gemeinsam mit dem Häfler Symbol schlechthin zu präsentieren - mittels "Branding" auf dem Luftschiff "wollen wir auch den Namen Astrium in der Region bekannter machen", erklärt wie Pressesprecher Mathias Pikelj. Denn selbst nach sieben "Übernahmejahren" sei vielen Leuten der einstige Firmenname Dornier geläufiger als der des europäischen Luftfahrt-Riesen EADS-Astrium. Die Zeppelin-Werbung lässt sich der Konzern ganz schön was kosten - bekanntlich schlägt ein Branding auf der Luftschiff-Hülle für die Dauer eines Monats mit rund 40 000 Euro zu Buche.

Künstler haben Interesse

Doch nicht nur die Industrie hat Interesse dran, den Zeppelin als Werbefläche zu nutzen - es kommen auch immer mehr Künstler auf den Geschmack: Von 26. September bis 8. Oktober macht sich das Luftschiff auf die Reise nach Rotterdam. Der holländische Künstler Florentijn Hofman hat es nämlich als "Zirkus-Zeppelin" gebucht.

Auf dem Heimweg legt man dann einen zweitägigen Zwischen-stopp in Dortmund ein, wie DZR-Marketingchefin Marion Berg berichtet - denn dort gibt"s eine ZF-Niederlassung. Ob sich aus der Kunst ein neuer Markt entwickelt, vermag sie nicht zu sagen - doch Berg bestätigt, dass "Künstler den Zeppelin gerade als Kunstobjekt entdecken". Kein Wunder, biete er doch eine weithin sichtbare, "tolle Leinwand". Auch das Kunsthaus Bregenz habe Interesse bekundet, fix ist diesbezüglich allerdings noch nichts.

Auch in Sachen Sondermissionen liegen offenbar Anfragen aus Frankreich vor - hier könnte der Zeppelin bei einer Sportveranstaltung und einem Forschungsprojekt noch in diesem Jahr zum Einsatz kommen. Ob was draus wird, entscheidet sich allerdings erst kurzfristig. So oder so: Berg hofft auf einen milden Herbst - denn dann könnte der Zeppelin NT "eventuell noch bis Mitte November fliegen".

Quelle: http://www.szon.de





Schwäbische Zeitung Online

Auch im Land der aufgehenden Sonne darf der Zeppelin jetzt Passagiere befördern

Friedrichshafen, 03.07.2007

Nippon Airship Corporation wird in Kürze Passagiere an Bord des Zeppelin NT begrüßen können. Das Luftschiff, das Anfang März 2004 an die japanische Firma NAC verkauft wurde, hat am 29. Juni die Genehmigung für den Passagierbetrieb in Japan erhalten. Damit erweitert das 2001 gegründete Unternehmen seinen Aufgabenbereich.

Der zweite Friedrichshafener Zeppelin NT, ehemals "Bodensee" genannt, diente bisher für Bannerwerbung und Sondermissionen. Ein genauer Termin für den ersten Passagierflug steht noch nicht fest. "Eine gute Nachricht zum Monatswechsel" war das für Thomas Brandt, den Geschäftsführer der ZLT Zeppelin Luftschifftechnik GmbH & Co KG. "Wir haben lange darauf gewartet und freuen uns für NAC."

Nach dem Verkauf im März 2004 begann während eines dreimonatigen Aufenthalts die Ausbildung dreier japanischer Piloten und dreier Mechaniker durch die Zeppelin-Reederei. Der Zeppelin NT startete im Juli 2004 unter japanischer Flagge seinen Überführungsflug nach Japan. Der Versuch endete jedoch in Helsinki, da die Überfluggenehmigung von Russland so lange auf sich warten ließ. Wegen des hereinbrechenden Winters in Ostsibirien entschloss man sich für eine Überführung auf dem Seeweg. Im Januar 2005 erreichte der Zeppelin NT den japanischen Hafen Kobe und ist am heutigen Standort auf dem Honda-Airport nahe Tokio stationiert.

Quelle: http://www.szon.de




Suedkurier.de

Region baut mit am vierten Zeppelin NT
VON WOLFGANG BOLLER

Friedrichshafen, 19.04.2007

Zu sehen ist er noch nicht, aber im Bau ist er schon: der vierte Zeppelin NT. Während der Aero informieren die Zeppelin-Luftschifftechnik und einige Zulieferer über den Bau des weiteren Exemplars, aber auch über die Einsatzmöglichkeiten des modernsten Luftschiffs der Welt.
Der SÜDKURIER verfolgt für seine Leser den Bau und stellt beteiligte Betriebe aus der Region vor.

Bei zahlreichen Zulieferern entstehen derzeit die Einzelteile, Komponenten und Systeme, die für die Endmontage des Luftschiffs gebraucht werden. Die beginnt demnächst, denn im Frühjahr 2008 soll Nummer vier fliegen.

Erstmals sind verstärkt Zulieferer aus der Region beteiligt: Zeppelin Silos & Systems in Friedrichshafen (Längsträger), Xperion Aerospace (Motorengondeln) und ACE Composite Engineering (Querträger) auf dem Dornier-Gelände in Immenstaad. Schon am Bau der ersten drei Zeppeline beteiligt waren GKS Hydraulik (hydraulische Steuerung) in Kressbronn und die ZF-Luftfahrt (Getriebe), die auch dieses Mal wieder dabei sind. Dazu kommen die Firmen Aerostruktur (hintere Triebswerksgondeln und Leitwerke) aus Gundelfingen sowie NHC (Innenverkleidung der Gondel) aus Schemmerberg (Kreis Biberach).

"Wir gehen für die Gesamtfertigung eines Luftschiffs von einer Dauer von 18 Monaten aus", sagt Robert Gritzbach, Entwicklungsleiter bei Zeppelin-Luftschifftechnik. Bei der "Werknummer Vier" - so heißt das vierte Modell betriebsintern, sind es allerdings zwei Jahre. Denn zwischen dem Erstflug des dritten Exemplars im Februar 2003 und der Entscheidung, das vierte zu bauen, lag viel Zeit, weshalb einige Lieferanten ausgestiegen sind. Doch die Zeppeliner haben neue gefunden - sozusagen auch in der Zeppelin-Konzern-Familie.

Eine Eins-zu-Eins-Kopie des dritten Luftschiffs wird das vierte nicht sein. "Wir bauen 86 Verbesserungen ein", berichtet Gritzbach. Und alle müssen vor den Zulassungsbehörden bestehen. Dazu gehört die "Lebensdauerverlängerung" der Längsträger auf 25 Jahre durch ein geändertes Herstellverfahren. Auch die Berechnungsverfahren seien verfeinert worden. Dank verbesserter Auftriebsberechnungen soll Nummer vier bei guten Bedingungen auch einen Passagier mehr befördern können. Die Zulieferer haben einen großen Teil der Komponenten in Arbeit oder fertig. Im Juni oder Juli, so schätzt Robert Gritzbach, wird die Teilemontage im Hangar anlaufen. In der zweiten Jahreshälfte soll das Gerippe fertig sein. Parallel läuft die Motorenmontage bei Zeppelin Luftschifftechnik. Denn die bewährten, aber schon vor Jahrzehnten entwickelten Lycoming-Motoren werden von ZLT mit einer elektronischen Steuerung ausgerüstet, die zusammen mit einem anderen Unternehmen entwickelt wurde.

Die Hülle, hergestellt von einer Firma aus den USA, kommt als Letztes drauf. "Anfang 2008 wird's dann richtig spannend", sagt Gritzbach. Denn im Frühjahr 2008 soll Nummer vier fliegen. Bis dahin informiert der SÜDKURIER über den Baufortschritt und den Beitrag der regionalen Industrie.

Quelle: http://www.suedkurier.de
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Beitragvon JU » Mi, 31.10.2007 15:57

http://www.suedkurier.de/region/teaser/ ... 26,2881780

31.10.2007 12:24


Friedrichshafen
Zeppelin als T-City-Botschafter


14 Monate lang wird der Zeppelin Neue Technologie (NT) aus Friedrichshafen als Werbeträger für die Technologieoffensive T-City unterwegs sein. Dies ist die bisher längste Zeitspanne, für die in der über zehnjährigen Geschichte des modernen Zeppelins eine Aufschrift gebucht wurde.
Acht Mitarbeiter des beauftragten Friedrichshafener Unternehmens waren in der Nacht auf Mittwoch damit beschäftigt, die Folien mit der Gestaltung des Schriftzuges aufzubringen.
Seit dem Vormittag kündet der Zeppelin davon, dass die Telekom die Botschaft der T-City verbreitet.
Das moderne Luftschiff trägt das Telekom-Logo und die Internet-Adresse des Projektes "www.t-city.de".

Eine weitere Werbeaufschrift eines regionalen Kunden wird in etwa zwei Wochen die Unterseite des Zeppelins zieren, sagte gestern Thomas Brandt, Geschäftsführer der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH. (gut)
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Beitragvon JU » So, 12.10.2008 11:11

http://www.suedkurier.de/region/bodense ... 74,3462377

Zeppelin NT auf ungewöhnlicher Mission



Eigentlich ist der Zeppelin NT vor allem eine Attraktion für Touristen. 10000 bis 12000 Passagiere pro Jahr genießen allein von Friedrichshafen aus die Rundflüge über den Bodensee. Doch in diesen Tagen steht das Luftschiff für Gäste an Bord nur eingeschränkt zur Verfügung: Der Zeppelin NT ist bis zum 8. November in einer Sondermission unterwegs, und zwar „der größten, die wir je hatten“, freut sich Thomas Brandt, Chef der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH (ZLT). Jülicher Atmosphärenforscher nutzen die einzigartigen Flugeigenschaften des Zeppelin NT zum zweiten Mal, um die Luft über dem Bodensee genauestens zu analysieren.
Diesmal wollen sie die Verteilung von Spurengasen in der so genannten planetarischen Grenzschicht der Atmosphäre bis zu 1000 Meter Höhe genau unter die Lupe nehmen. In dieser „chemischen Waschanlage“ entscheidet sich das Schicksal der meisten Schadstoffe, die an der Erdoberfläche emittiert werden. In der Atmosphäre wirkt ein Selbstreinigungs-Mechanismus, der die von Verkehr, Industrie oder biogenen Quellen verursachte „Abluft“ auswäscht. Die Grenzen dieses Mechanismus, aber auch die Einflüsse von Strahlung, Stickoxiden oder organischen Spurengasen sollen bei den Messflügen mit dem Zeppelin NT untersucht werden. Informationen darüber sind entscheidend, um atmosphärische Prozesse zu verstehen und Modellvorstellungen zu überprüfen. Denn was in der untersten Schicht der Atmosphäre passiert, beeinflusst die Klimaänderung genauso wie den Treibhauseffekt und nicht zuletzt die Gesundheit der Menschen.



Für Prof. Andreas Wahner, den Direktor am Jülicher Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre und Leiter der Sondermission, ist der Zeppelin NT aus wissenschaftlicher Sicht ein Segen. „Bisher gab es keine geeignete Messplattform, um die unterste Schicht der Atmosphäre zu erkunden“, sagt er. Das Luftschiff kann nun alles das, was herkömmliche Fluggeräte eben nicht können: langsam schweben, in der Luft anhalten, vertikal auf- und absteigen, bis zu 20 Stunden nonstop unterwegs sein und schweres Gerät transportieren. Allein die Plattform, die auf dem Zeppelin montiert wird, hat ein Eigengewicht von 130 Kilo und wird mit Messgeräten bestückt, die nochmals 350 Kilo wiegen. Eine weitere halbe Tonne hochsensibler Gerätschaften kommen in die Gondel, in der sonst zwölf Passagiere sitzen. „Da ist, neben den beiden Piloten, nur noch Platz für einen leichten Doktoranden“, scherzte Wahner. Insgesamt sind 17 Mitarbeiter des Instituts für das Projekt, das vom Jülicher Forschungszentrum und dem Bundesforschungsministerium finanziert wird, in Friedrichshafen.


Eben jener Doktorand heißt Andreas Oebel, und er zeigte gestern an der Plattform, welche Messungen die Wissenschaftler binnen der nächsten 19 Tage vornehmen werden – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Auf welcher Route der Zeppelin Messdaten sammelt, wird übrigens erstmals per „chemischer Wettervorhersage“ entschieden. Die liefern Experten des Rheinischen Instituts für Klimaforschung, die ein spezielles Modell dafür entwickelt haben.
JU
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Beitragvon Hasseroeder » Di, 20.01.2009 21:33

Und hier das Ergebnis:

Friedrichshafen/Jülich 12.11.2008 21:08
Abgasschicht schwebt über Bodensee

In 100 bis 300 Metern über dem Bodensee schweben Abgaswolken, während die Luft direkt am Wasser und in höheren Schichten relativ sauber ist. Das haben Wissenschaftler des Forschungszentrums (FZ) Jülich bei Messflügen mit einem Zeppelin festgestellt.
Foto: Katy Cuko

„Woher die Schadstoffe in der genannten Höhe genau stammen, ist jedoch noch offen“, sagte Frank Holland vom FZ Jülich der Deutschen Presse-Agentur dpa zum Abschluss der Messkampagne.

Abgase aus Industrie, Landwirtschaft oder Verkehr können je nach Windrichtung über größere Entfernungen transportiert werden. Die Forscher haben mit dem Luftschiff über dem Bodensee 23 Tage lang die Schicht bis in rund 1400 Metern Höhe unter die Lupe genommen. „Die Mission ist bestens gelaufen, die Messgeräte haben gut funktioniert und das Wetter hat mitgespielt“, berichtete Holland. Die erdnahe Schicht der Atmosphäre spielt eine entscheidende Rolle für Luftqualität und Klima. Das Hauptaugenmerk der Experten galt dabei dem Verhalten der kurzlebigen Hydroxyl-Radikale, die unter der Einwirkung von Sonnenlicht aus Ozon und Wasserdampf gebildet werden. Dieses „Waschmittel der Atmosphäre“ baut Schadstoffe ab oder verändert sie.

Der 75 Meter lange Zeppelin, der sonst mit Touristen seine Runden über dem Bodensee dreht, war für das FZ Jülich bereits zum zweiten Mal auf Wissenschaftsmission. Wegen seiner Flugeigenschaften ist das Luftschiff für die Untersuchungen der Atmosphäre Flugzeugen und Hubschraubern oftmals weit überlegen. Weitere Forschungseinsätze des Luftschiffes sind für die kommenden Jahre geplant, sagte Holland. (dp
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Zeppelin NT kaputt?

Beitragvon Matthias/Wismar » Fr, 13.02.2009 17:36

:roll:

Hmm, wenn man bei "Zukunft in Brand" reinschaut liest man eigentlich nur negative Berichte über Brand. Das ein Zeppelin NT in Afrika vom "Wetter" zertsört wurde liest man nicht bzw. findet man nicht. Ziemlich hohe Verlustquote, 1 von 4 Zeppelin NT
MFG

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Beitragvon Hasseroeder » Fr, 13.02.2009 22:25

Hi, Mathias Wismar, ja wir sind, ich denke doch objektiv und wollen die anderen Luftschiffbetreiber nicht unbedingt schlecht machen. Das war mein erster Eindruck.
Mit dem Zeppelin in Südafrika habe ich aber noch mal nachgeschaut.

Aber unter:
„Verfasst am: Sa Nov 03, 2007 21:36 Titel: „Diamanten-Zeppelin in der Wüste vom Staubteufel zerlegt“ „
Findest Du den genauen Hergang. Das wir über einen solchen Unfall nicht mit Freudensprüngen reagieren ist doch wohl verständlich.
Wir gönnen den anderen Anbietern eben auch den Erfolg!
Weiter unten:
„......Denn den Zeppelin, den ersten seiner Art seit dem katastrophalen Absturz der «Hindenburg» in Lakehurst (USA), gibt es nicht mehr. Genau zehn Jahre und zwei Tage nach seinem Jungfernflug wurde er im September von einen Wirbelsturm erfasst. Es war windig an diesem Tag, immer wieder fegten kleine Windhosen - dust devils (Staubteufel) genannt - über die Salzpfanne. Der Zeppelin war knapp über dem Boden schwebend «geparkt». Wie immer war ein Pilot an Bord, um bei heftigen Winden mit den Rotoren gegensteuern zu können und einen Aufprall auf die Erde zu verhindern.

Doch diesmal war es mit einer kleinen Böe nicht vorüber. Nachdem das Luftschiff zunächst unkontrolliert an seinem Befestigungsmasten herumwirbelte, schlug es nach Augenzeugenberichten seitlich auf den Boden auf. Schließlich riss es sich ganz los und rollte etwa 80 Meter über die Salzpfanne. Der südafrikanische Pilot im Cockpit brach sich nach Angaben von De Beers mehrere Rippen. Was übrig blieb vom Wrack lag kurz drauf in Häufchen sortiert auf dem Flughafen von Gaborone in einem Hangar, um zurück an den Bodensee geschickt zu werden.

Von Beginn an galt die Mission in Botsuana als logistisch und technisch äußerst anspruchsvoll. Im Gegensatz zu den anderen beiden Zeppelinen, die am Bodensee beziehungsweise in Japan Touristen durch die Gegend fliegen, war das afrikanische Luftschiff geographischen und klimatischen Extremen ausgesetzt. «Wir fliegen zwar nur 80 Meter über dem Boden, aber der Landeplatz liegt auf 1300 Meter Höhe», so Pilot Jürgen Würtz wenige Tage vor dem Unfall. Und Luftfahrer wie er wissen, dass die dünne Luft auf höher gelegenen Plätzen beim Start nur schlecht trägt. .....“

Wir versuchen eben doch, manchmal auch schweren Herzens (wegen dem Verlust des NT´s) objektiv zu sein!
Gruß aus WR,
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Beitragvon Hasseroeder » Fr, 13.02.2009 22:36

Nachtrag:
Daß wir um die Nutzung unserer Halle (und ich zB. auch um einige damals noch DM) traueren und wir die Nutzung von Luftschiffen zum Lasttransport nicht aus den Augen verlieren (auch wenn wir noch nicht einmal wieder am damaligem Anfang stehen) ist doch wohl klar.

Aber wir kommen, zwar sehr langsam aber stetig dort wieder hin.
Zukunft- auch wenn sie vernünftig ist, braucht eben Zeit.
UND LEIDER SEHR VIEL GELD

Wir werden auch wieder, zwar langsam immer mehr Mitglieder in unserem Verein. Da kann sich jeder einbringen und ganz ohne stehen wir z.Z. auch nicht mehr da.
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Beitragvon Matthias/Wismar » Sa, 14.02.2009 15:33

Nutzung der Halle

Was wollten Sie denn mit der Halle? Ich meine Sie haben schon kaum Geld um die Altaktionäre anzuschreiben, die Halle ist in jeder Hinsicht für Cargolifter "Neu" zu groß.

Daher verstehe ich das Dauergebashe gegen TI nicht.
MFG

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Anmerkung zur Zukunftsträchtigkeit der Luftschiffe

Beitragvon FHH der Eibauer » So, 15.02.2009 15:18

Im gleichen Artikel heißt es weiter hinten:

"Der Zeppelin war die optimale technische Lösung für die Diamantenjäger. Nichts kann ihn vorerst ersetzen - außer einem neuen Zeppelin.
Die Gravitationsmessgeräte der Geologen reagieren so empfindlich auf Beschleunigung und Erschütterung, dass sie in Flugzeugen oder Hubschraubern nicht eingesetzt werden können. Die beste Alternative zum Luftschiff sind deshalb derzeit Bodenteams, die sich Schritt für Schritt durch die Wüste arbeiten - und entsprechend wenig Strecke machen. "Ein Luftschiff mit zwei Piloten und einem Geologen ersetzt 40 Leute am Boden, ist in alle Richtungen beweglich, hundert Mal stabiler als jedes Flugzeug und damit schlicht ideal für unsere Zwecke", sagt De Beers´ Chef-Geophysiker David Hatch."
c: Corinna Arndt, dpa/18.10.2007

Da haben wir's:
Der Zeppelin ist künftig notwendiger denn je!!!
Der Verlust eines Luftschiffes wird sich auch in der Zukunft nicht immer verhindern lassen. Dagegen steht die Frage: Welchen Nutzen hat das Luftschiff bis zum Zeitpunkt seiner Zerstörung für die Firma, für die Gesellschaft und für den Schutz der Umwelt erbracht? Wesentlich erscheint mir hier die Tatsache, dass kein Mensch sein Leben lassen musste. Mit ein paar Rippenbrüchen lässt sich das Leben fortsetzen.
Nun kann sicher nicht an jedem Einsatzort ein Hangar gebaut werden. Aber es gibt überall auch natürliche Besonderheiten die eine zeitweilige geschützte Unterbringung gewährleisten können. Ich denke zum Beispiel an einen Steinbruch, eine Sandgrube, einen Tagebau und vielleicht sogar eine einfache Schneise im Hochwald.
Da der Mensch von heute sich so benimmt, als ob es die Natur nicht gäbe, kann es sein, dass sich die Natur von morgen so benimmt, als ob es den Menschen nicht gäbe.
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Beitragvon Hasseroeder » So, 15.02.2009 21:28

Hi Matthias/Wismar,
es liegt nur in unserem Interesse, weil wir die Halle als Aktionäre damals mit finanziert haben. Was heute Müller, Maier oder ...... damit macht, können wir nicht beeinflussen und auch nicht ändern! Wir verfolgen natürlich das, was dort vorgeht. Der Eine oder Andere hier in einem freien Forum schreibt seine Meinung dazu. Solange niemand beleidigt wird oder offensichtliche Lügen verbreitet werden, bzw. Gesetze verletzt werden, kann hier auch jeder schreiben, was er will.
Soll er auch.
Ich bin halt meiner Meinung, Du Deiner und viele Andere, die hier auch nur lesen, schütteln den Kopf über uns beide.
Was soll es?
Ob die Halle, die für die Tropenwelt nie konstruiert wurde, später in weiter Zukunft noch einmal für den ursprünglichen Zweck genutzt werden kann, steht doch z.Z. noch in den Sternen. Aber verfolgen dürfen wir als einzelne Mitglieder unseres Vereins doch wohl den Betrieb in der Halle.
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Beitragvon Matthias/Wismar » Mo, 16.02.2009 12:28

Da haben wir's:
Der Zeppelin ist künftig notwendiger denn je!!!


Endlich mal ein Einssatzgebiet ausserhalb von Tourismus und Werbeblimps. Das blöde an der Sache scheint das ausgerechnet hier der Zepplin versagt hat.


es liegt nur in unserem Interesse, weil wir die Halle als Aktionäre damals mit finanziert haben.


Das kann ja auch in Ihrem Interesse sein, allerdings sollte man das auch so kommunizieren: Es geht und nicht im eine Zukunft in Brand sondern um "unsere" Halle ( Wobei der Staat den Löwenanteil an der Halle bezahlt haben dürfte )[/quote]
MFG

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Beitragvon hilgenberg » Di, 17.02.2009 21:59

Mir ist wirklich nicht so ganz klar, wieso der NT da "versagt" haben soll. Er wurde von allen Beteiligten über den grünen Klee gelobt. Wenn ich mich nicht irre, war es der erste NT, der Prototyp, und mittlerweile rund zehn Jahre alt, mit wasweißich wie vielen Flugstunden.
Ja, er ist am Boden zerstört worden. Ob nun aufgrund von falschem Handling oder einfach wegen der Wucht der Windhose ist dabei erstmal unerheblich. Wichtig ist, dass daraus gelernt wurde.
Wenn ein Schiff in einem Sturm untergeht, kommt ja auch eigentlich keiner auf die Idee, dass "die Schifffahrt" versagt hat.
Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, Dinge zu tun, die man nach
Meinung anderer Leute nicht fertigbringt. (Aymé, Marcel)
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Beitragvon Hasseroeder » Di, 17.02.2009 23:35

Ich bin nicht unbedingt der Meinung alte Artikel für Dich Matthias/Wismar rauszusuchen, aber schau doch bitte mal etwas weiter unten nach dort findest Du unter:
"Schwäbische Zeitung online
24.11.2006

Zeppelin NT bleibt in Afrika "

Schon aus dem Jahre 2006 Artikel in denen auch Dir eine Erklärung gegeben wird. Auch später hatte ich mal gelesen, daß der NT dort unten im südlichem Afrika für immer verbleiben sollte, weil er dort schon sein Geld verdient hat und eine Rückführung sinnlos wäre.
Das er nun durch widrige Umstände zerstört wurde, Verluste sind eben überall mal zu beklagen.
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Beitragvon crd » Mi, 18.02.2009 8:55

Der Zeppelin wurde nachts eingesetzt. Das war für die Messungen günstiger. Da die Temperaturen tagsüber aber um die 30°C höher waren, musste He in einen Vorratsbehälter umgefüllt werden (zu teuer, um es einfach in die Luft abzulassen), damit die Zeppelinhülle nicht platzt. Wenn ich mich richtig erinnere, waren beide, der Zeppelin und der Vorratsbehälter, miteinander verbunden, um einen kontinuierlichen Druckausgleich zu haben, wenn die Temperatur wieder sinkt. Leider war der Zeppelin dadurch auch zur Unbeweglichkeit verdammt. Dass die Windhose ausgerechnet in Richtung Zeppelin wanderte, war einfach Pech. Die hat den Zeppelin kurz angelupft und unsanft wieder abgesetzt. Da war dann der Leichtbau machtlos. Es war ein absolut bescheidenes Gefühl für die Leute vor Ort, die Windhose zu entdecken und genau zu wissen, dass die Zeit nicht reicht, die Verbindung zum Vorratsbehälter zu lösen und den Zeppelin wieder flott zu machen. Von einem Versagen würde ich nicht sprechen wollen, eher von einer Verkettung unvorteilhafter Umstände.

Übrigens, meiner Meinung nach wäre das mit Wasserstoff nicht passiert. Der ist so billig, den hätte man einfach abgelassen. Das Luftschiff wäre beweglich geblieben und hätte der Windhose ausweichen können. Wasserstoff ist im Allgemeinen leichter verfügbar als He und damit einfacher (und billiger) zu ersetzen.

Alles Gute

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