Standort »Neuhardenberg«

Das Luftschiff-Projekt HGZ 129 M des Bundes der Selbständigen, Landesverband Brandenburg; DELCON GmbH; Flugplatz Neuhardenberg

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Beitragvon Hasseroeder » Fr, 27.05.2005 21:37

unter:
http://www.oderzeitung.de/

ist über den Flugplatz Fürstenwalde zu lesen:
"Flugplatz-Betreiber ohne Betriebsflächen
Von Stefan Lötsch
Fürstenwalde (MOZ)
Die Auseinandersetzung um den Fürstenwalder Flugplatz ist in ein neues Stadium getreten: Dieter Vornhagen, Geschäftsführer der Grundwert Brandenburg GmbH - der Besitzerin von rund 95 Prozent des Flugplatzareals - hat der Flugplatzbetriebsgesellschaft zu Ende Mai gekündigt. Im schlimmsten Fall bedeutet das: Die Betriebsgesellschaft hat eine Genehmigung für den Flugbetrieb, aber keine Flächen dafür.

Der Wurm steckte von Anfang an drin: Dieter Vornhagen hatte für 60000 Euro den größten Teil des Flugplatzes - nach seinen Angaben rund 95 Prozent der Flächen - vom Bundesvermögensamt erworben, unter anderem die Landebahn und den Tower. Nicht im Paket war die Flugplatzbetriebsgesellschaft mit dem Mehrheitsgesellschafter Stadt Fürstenwalde, die über die eigentlich wichtige Betriebsgenehmigung als Verkehrslandeplatz verfügte. Die Stadt sah da anfänglich keine widerstreitenden Interessen, verkaufte ihre Anteile und die eines Tochterunternehmens mit Auflagen an Vornhagen, 69 Prozent der Gesellschafteranteile.

Doch dieses Konstrukt überlebte nicht lange. Vornhagen sei nicht seinen vertraglichen Verpflichtungen nachgekommen, hieß es. Deshalb wurde die entsprechende Vertragsklausel wirksam, die Stadt Fürstenwalde erhielt die Gesellschafteranteile - 49 Prozent - zurück. Die restlichen Vornhagen-Anteile, die ursprünglich die inzwischen Pleite gegangene städtischen Wärmeversorgungstochter, die Fürstenwalder Freizeit- und Sportstätten GmbH (FFS) hielt, sind noch verfügbar. Aus Sicht von Vornhagen stellt sich der Vorgang anders da. "Ich kann nicht investieren, wenn die Zulassung des Flugplatzes gerichtlich noch nicht durch ist", sagte er zu dem Vorwurf, dass er vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen sei. "Ich habe mich geweigert, Verbindlichkeiten, die nicht vernünftig entstanden sind, zu begleichen", fügt er hinzu. Die Gegenseite, die Geschäftsführung der Flugplatzbetriebsgesellschaft, sieht das natürlich anders.

Nun die Retourkutsche, die Kündigung - was Vornhagen nicht so sieht. Die Betriebsgesellschaft hat zwar ab 1. Juni die Genehmigung, einen Flugplatz zu betreiben, aber keine Flächen. Letzteres hätte Vornhagen, aber keine Genehmigung. Vornhagen hat inzwischen verschiedene Verkaufsangebote für die 1,8 Millionen Quadratmeter unterbreitet, unter anderem einen zehnfachen Betrag dessen, was er selbst gezahlt hat. Alternativ wäre eine Miete fällig, was vor dem Verkauf schon üblich war. Damals zahlte die Betriebsgesellschaft Pacht. "Seit Anfang April zahlen wir wieder", sagt Klaus Heller, Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft. Dass vorher kein Geld geflossen sei, sei durchaus verständlich. Warum hätte die Gesellschaft an Vornhagen Pacht zahlen sollen, wenn der das Defizit der Gesellschaft laut Vertrag hätte sowieso ausgleichen müssen, fragt Heller. Er halte weder die Verkaufsofferten noch die Mietvorstellungen für realistisch.

Kommt es also zum Knall? Vornhagen sagt, er sehe die Gespräche vor allem mit der Stadt auf einem guten Weg, lobt die "hervorragende Truppe". Von der anderen Seite müssten die Vorschläge kommen. Ohne Einigung ginge die Betriebsgesellschaft pleite, die Betriebserlaubnis würde erlöschen. Andererseits kann Vornhagen nicht ohne weiteres das Gelände sperren.

Hätte Vornhagen im schlimmsten Fall ein relativ wertloses Stück Wiese? Die Betriebsgenehmigung sei kein Problem, sagt er. Schon in Neuhardenberg sei es ähnlich gelaufen. "Drei Stunden, nachdem die alte Genehmigung erloschen war, hatte ich eine neue."
Donnerstag, 26. Mai 2005 (20:04)"

siehe auch Beitrag vom: "unten - Di Apr 26, 2005"

In diesem Zusammenhang möchte ich mich persönlich noch einmal bei Herrn Vornhagen für die Führung auf dem Flugplatz Neuhardenberg und die Gespräche mit ihm auf der MV ausdrücklich bedanken. Ich glaube, da ist etwas ganz doll am Kochen! Machen wir ruhig etwas Dampf dazu.
Ich möchte, daß die "CARGOLIFTER KGaA" mit dem neusten Kranballon der Welt, erfolgreich Lasten hebt oder bewegt, und damit also belegt, daß der "CL 160" realisierbar war!!!

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Beitragvon Hasseroeder » Do, 02.06.2005 19:55

"20:53h
Im Augenblick im "RBB Fernsehen" ein Beitrag über Neuhardenberg!
21: 00h
Leider vorbei. :(
In dem Beitrag wurde die Geschichte des Ortes dargestellt, über den von den Nazis verfolgten Grafen bis zum jetzigen Zeitpunkt.
Ganz zuletzt wurde auch noch erwähnt, daß in Zukunft in Neuhardenberg Luftschiffe gebaut werden sollen.
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Beitragvon Hasseroeder » Do, 09.06.2005 22:03

unter:
http://www.oderzeitung.de/
ist zu lesen:
"Vertagt - Entscheidung zu Flughafen Neuhardenberg frühestens im Juli
Frankfurt (Oder) (ddp) Die künftige Entwicklung des Flugplatzes Neuhardenberg bleibt offen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Frankfurt (Oder) vertagte am Mittwoch die Verhandlung über eine Klage des Airports gegen das Land Brandenburg. Die Flugplatzgesellschaft will damit den Betrieb von Großflugzeugen der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair durchsetzen. Eine Entscheidung wird erst nach der zum 1. Juli geplanten Fusion der beiden OVG von Brandenburg und Berlin am neuen Sitz in Berlin fallen.

Zuvor hatte der Vorsitzende Richter Henning Krüger erklärt, dass nach seiner Ansicht für die Änderung der luftverkehrsrechtlichen Genehmigung ein Planfeststellungsverfahren notwendig wird. Zur Begründung führte er den verstärkten An- und Abreiseverkehr, die zu erwartenden Umweltbelastungen sowie die wahrscheinliche Ansiedlung von Unternehmen im Umfeld an. "Das ist für uns überraschend", sagte der Anwalt der Betreibergesellschaft. Es habe nie Signale vom Land gegeben, dass ein solches Verfahren notwendig wird.

Nach Ansicht von Flugplatzchef Dieter Vornhagen würde ein Planfeststellungsverfahren lediglich zu einer Verzögerung von wenigen Monaten führen. Der Zeitverzug sei "sehr bedauerlich, aber hinnehmbar". Er hoffe daher, dass der Investor an seinen Plänen festhält. Der Sprecher des Potsdamer Infrastrukturministeriums, Lothar Wiegand, sagte dagegen, dass ein Planfeststellungsverfahren nicht unter einem Jahr abzuschließen sei. Das würden alle Erfahrungen zeigen.

Vertreter der Bürgeraktion "Pro Flughafen Neuhardenberg" brachten die Hoffnung zum Ausdruck, dass das "Zeitfenster von allen Beteiligten so kurz wie möglich gehalten" wird. Sie forderten die Landespolitik auf, Lösungsansätze im Sinne der Region zu finden, die eine Aktivierung des Flugplatzes ermöglichen. Dabei zähle die Initiative auf das Gesprächsangebot von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).

Ryanair will auf dem früheren Flugplatz der DDR-Regierungsstaffel Flugzeuge des Typs Boeing 737-800 starten lassen. Die Flugplatzgesellschaft will nach eigenen Angaben 550 Arbeitsplätze und 110 Lehrstellen schaffen. Das Potsdamer Verkehrsministerium hatte die Genehmigung verweigert, weil die Landesplanung nur einen Single-Flughafen in Schönefeld vorsehe. Zudem sei die Verkehrsanbindung von Neuhardenberg unzureichend.

Der 3. OVG-Senat nahm auch den Landesentwicklungsplan für den Großraum Berlin-Brandenburg unter die Lupe. Während die Richter die Festlegung von drei Regionalflughäfen in Brandenburg/Havel, Eberswalde-Finow und Cottbus rechtlich nicht beanstandeten, sei die für diese drei Airports zulässige Abflugmasse von bis zu 30 Tonnen "möglicherweise nicht frei von Abwägungsfehlern". Sollte der Senat diese Festsetzung als fehlerhaft erachten, wäre der gesamte Entwicklungsplan in Frage gestellt, sagte OVG-Sprecher Joachim Buchheister. Man könnte dann Neuhardenberg nicht mehr vorhalten, mit dem Aufbau eines Regionalflughafens gegen diesen Plan zu verstoßen.
Mittwoch, 08. Juni 2005 (17:43)" :oops:

ein Schelm, der nicht an die "Brandenburger Gerichte" glaubt, mir sind Spreewaldgurken realer. :roll:
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Beitragvon Hasseroeder » Do, 09.06.2005 22:13

Heute ist dazu unter:
http://www.oderzeitung.de/
zu lesen:
"Bürger von der Justiz schwer enttäuscht
Neuhardenberg (dos/MOZ) Schwer enttäuscht zeigte sich gestern die Bürgeraktion Pro Flughafen Neuhardenberg vom Ausgang des Gerichtstermins in Frankfurt (Oder). "Man liebt es in Deutschland, viele komplizierte Begriffe zu formulieren", resümierte Neuhardenbergs Bürgermeister Mario Eska. Plötzlich sei von Planfeststellungsbeschlüssen die Rede. "Für uns steht auch etwas fest und zwar, dass in diesem Land einiges geändert werden muss, wenn wir wirtschaftliche Entwicklung wollen", so Eska. Es kranke daran, dass immer neue Hürden aufgebaut werden. Der Termin war schon eimal verschoben worden, weil das Land nicht die entsprechenden Unterlagen beigebracht hatte. Jetzt hatten alle auf den 8. Juni gesetzt. Wann es nun eine Entscheidung geben könnte, ist völlig offen. Die Bürgeraktion wollte sich gestern Abend treffen, um weitere Schritte abzusprechen. "Kapitulieren kann nur, wer einen sicheren Job hat", stand für Sprecher Uwe Hädicke fest. "Wir werden weiter kämpfen." (Ausführlich Seite 9)
Donnerstag, 09. Juni 2005 (09:32) "
.........
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Beitragvon Lifter » Do, 09.06.2005 22:20

Wenn die Behörden ähnlich schnell arbeiten wie im Falle Tropical Island, sollte es schon klappen.

Dort hat man geltendes recht einfach beiseite geschoben.
Das Energiegutachten ist z.B. immer noch unter Verschluß.

:shock:
Innovation braucht Mut!
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Beitragvon Hasseroeder » Do, 09.06.2005 22:35

unter:
http://www.lr-online.de/nachrichten/wir ... 30109.html
ist auch zu lesen:
"09.06.2005 01:05
"Gericht vertagt Entscheid zu Flugplatz Neuhardenberg
Das Oberverwaltungsgericht in Frankfurt (Oder) hat die Entscheidung zur Nutzung des Flughafens Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) für den internationalen Flugverkehr vertagt. Das teilte das Gericht gestern nach der mündlichen Verhandlung mit.
Es handele sich bei dem Vorhaben um eine „raumbedeutsame Maßnahme“, mit der unter anderem die Verkehrsbelastung in der Region deutlich steigen werde, hieß es. Zudem meldeten die Richter Zweifel an, ob das Projekt der Festschreibung von nur drei Regionalflughäfen in der gemeinsamen Landesentwicklungsplanung Berlin-Brandenburg entgegenstehe.
Die Billigfluglinie Ryanair will den früheren DDR-Regierungsflughafen für große Passagiermaschinen nutzen. Dies war vom Landesamt für Bauen, Verkehr und Straßenwesen untersagt worden. Dagegen klagt der Flugplatz-Betreiber. Das Land hatte seine Ablehnung des Vorhabens unter anderem mit dem geplanten Ausbau des Flughafens Schönefeld begründet. (dpa/B.M.)"

Liebe Richter, wenn ich nicht den Flugplatz mit direkter Anbindung an eine Bundesstrasse gesehen hätte, würde ich sagen, der Flugplatz liegt mitten in Sibirien. :oops:
Bitte beachtet den Beitrag vom "RBB" mit Bildern vom Flugplatz.
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Beitragvon Hasseroeder » Do, 09.06.2005 22:49

um das Bild abzurunden ist unter:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... 145/62249/
zu lesen:
"09.06.2005
Negatives Signal für Neuhardenberg

Flughafen muss wohl langwierige Planfeststellung durchlaufen

FRANKFURT (ODER) Das Oberverwaltungsgericht in Frankfurt (Oder) hat die Entscheidung zur Nutzung des Flughafens Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) für den internationalen Flugverkehr vertagt. Das teilte das Gericht gestern nach der mündlichen Verhandlung mit. Die Billigfluglinie Ryanair will den früheren DDR-Regierungsflughafen für große Passagiermaschinen nutzen. Dies war vom Landesamt für Bauen, Verkehr und Straßenwesen untersagt worden. Dagegen klagt der Flugplatz-Betreiber.

Das Gericht erwäge, ein Planfeststellungsverfahren anstelle des jetzt laufenden Planänderungsverfahrens für den Flugplatz anzuordnen, signalisierte Richter Henning Krüger in der Verhandlung. Das Vorhaben sei eine "raumbedeutsame Maßnahme", mit der die Verkehrsbelastung in der Region deutlich steigen werde. Krüger zufolge hat der Flugplatzbetreiber für 2012 jährlich 6960 Starts in Neuhardenberg prognostiziert.

Das Land hatte seine Ablehnung des Vorhabens mit dem geplanten Ausbau des Flughafens Schönefeld begründet. Zudem seien im Landesentwicklungsplan nur Eberswalde-Finow (Barnim), Cottbus-Drewitz und Brandenburg-Briest als Standorte für Regionalflughäfen ausgewiesen. Neuhardenberg gehöre nicht dazu.

Ryanair will von Neuhardenberg aus mit Maschinen vom Typ Boeing 737-800 mehrere europäische Ziele anfliegen. Mit dem Ausbau des Flugplatzes verspricht der private Investor die Schaffung von 550 Arbeitsplätzen.

Brandenburgs Verkehrsministerium geht davon aus, dass ein Planfeststellungsverfahren mindestens ein Jahr dauert. Das zeigten alle Erfahrungen, hieß es dort. Ein Sprecher der Flughafen-Gesellschaft Berlin-Schönefeld (FBS) sagte der MAZ, sollte es zu einem Planfeststellungsverfahren kommen, wäre ein Vorhaben, "das sich wirtschaftlich ohnehin nie gerechnet hätte, endgültig vom Tisch".

Die Bürgerinitiative Pro Flughafen Neuhardenberg äußerte ihr Unverständnis über eine Planfeststellung. Neuhardenberg sei als Flughafen nie außer Betrieb gesetzt worden. Auch ein Neubau oder eine Erweiterung bestehender Anlagen sei nicht geplant. us/dpa"
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Standort Brandenburg

Beitragvon rudipap » Fr, 10.06.2005 9:56

Zum Thema "Standort Brandenburg" ist meine Meinung:

Nix wie weg hier

Einige Großkopfete dort wollen wohl offensichtlich unbedingt berühmt werden, so wie Don Quichote.
Ein paar Kilometer weiter Richtung Osten gibts Platz für noch so große Luftschiffe, und ich könnte mir vorstellen, daß die Polen unsere innovativen Ideen und Techniken mit Handkuss aufnehmen werden. Dort gibts bestimmt auch großzügige Fördermittel, die letztendlich aus der EU-Kasse bezahlt werden. Damit hätte die BRD als Hauptnettozahler immerhin noch die Chance, zu behaupten, die in 20 Jahren zur Normalität gehörende LTA-Technik wäre mit deutschem Geld bezahlt worden. Blöd nur, daß die positiven Ergebnisse dann außerhalb realisiert würden.

Als Umlandulmer muß ich hier an Albert Ludwig Berblinger erinnern:
Sein Schiksal und das von Cargolifter sind (zumindest bis jetzt) absolut vergleichbar, nur ca 200 Jahre zeitversetzt. Heute ist man stolz auf den Sohn der Stadt Ulm und es hängt eine Nachbildung seines Flugapparates im Rathaus, aber Flugzeuge werden eben anderswo gebaut.
Da uns eine Ehrung in 200 Jahren nicht viel bringt sollten wir aus dem Schiksal von Albert Ludwig Berblinger lernen und diesen grausigen Ort Brandenburg so schnell wie möglich verlassen, solange wir das noch können.
Vielleicht hängt in 200 Jahren im Rathaus von Briesen ein Modell des CL160 und Herr von Gablenz wird posthum zum Ehrenbürger erklärt - aber nicht, wenn wir unsere Energie in den Kleinkrieg mit den brandenburgischen Bürokraten investieren, sondern nur wenn wir diese zielorientiert in die technische Entwicklung stecken.

Die Natur hat eine andere Strategie der Arterhaltung und Evolution: Sie produziert so viele Samen bzw. Nachkommen, daß es unerhablich ist, wenn ein Großteil durch widrige Umstände zugrunde geht. Das muß sie auch, denn sie kann die Umstände nicht auswählen.
Wir Cargolifter können uns diesen großzügigen Umgang mit unseren Samen nicht leisten, aber wir können uns die Umstände aussuchen.

Also betrachten wir den Untergang des Luftschiffbaus in Brandenburg als Lateralschaden und streben weiter zu neuen Ufern. Wenn uns der Patriotismus nur behindert, sollten wir uns seiner entledigen.

Ein nachdenkliches Wochenende wünscht
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Beitragvon pestw » Fr, 10.06.2005 10:10

Wir haben mal mit einem potenziellen CargoLifter-Insolvenzretter gesprochen (wurde leider nichts).
Dem unterbreiteten wir auch die Idee mit Polen. Er sagte, bloß Finger weg von Polen. Deren Bürokratie ist eher noch schlimmer als die unsere. Er sprach aus Erfahrung, allerdings aus seiner. Selber kann ich es nicht beurteilen.
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Beitragvon rudipap » Fr, 10.06.2005 10:48

pestw hat geschrieben:Wir haben mal mit einem potenziellen CargoLifter-Insolvenzretter gesprochen (wurde leider nichts).
Dem unterbreiteten wir auch die Idee mit Polen. Er sagte, bloß Finger weg von Polen. Deren Bürokratie ist eher noch schlimmer als die unsere. Er sprach aus Erfahrung, allerdings aus seiner. Selber kann ich es nicht beurteilen.


Wir sollten das jedenfalls prüfen. Muß ja nicht Polen sein, kann auch ein anderes Bundes- EU- oder sonstiges Land sein. Polen wäre halt geographisch am nächsten und böte vielleicht die Chance, die ehemaligen CL-Mitarbeiter, die sich noch versprengt in der Gegend aufhalten, als Pendler mit dort hin zu locken.

Wir sollten jedenfalls Standortmäßig alle Aspekte prüfen und dann den besten Kompromiss suchen, wie ein Gärtner, der für seine Pflanzen den geeigneten Boden sucht oder herstellt, die geeignete Temperatur, Feuchte, Beleuchtung und Belüftung usw. Nur wenn das alles stimmt wirds auch was.

Brandenburg hat uns jedenfalls nachhaltig gezeigt, daß dort nichts geht.

Fehler sind dazu da, daß man sie macht (aber jeden nur einmal, sonst hat man keine Zeit mehr für die anderen) und aus ihnen lernt!!!

Ein Standort Brandenburg ist ein Fehler, den wir schon mal gemacht haben. Also auf zu neuen Fehlern.

Gruß
Rudi
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Beitragvon pestw » Fr, 10.06.2005 12:49

rudipap hat geschrieben:Also auf zu neuen Fehlern.
OK. Damit wir sie möglichst schnell alle hinter uns bringen. :lol:
pestw
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Beitragvon Hasseroeder » Do, 30.06.2005 13:21

Unter:
http://www.oderzeitung.de/
ist zu lesen:

"Delcon bietet Berg von guten Absichten
Neuhardenberg (sm/MOZ)
Als sich die Delcon, die die CargoLifter-Ideen aus Brand in Neuhardenberg etablieren und fortentwickeln möchte, zum ersten Mal präsentierte, kündigte sie an, nicht viel darüber zu reden, sondern die Leichter-als-Luft-Technologie (LAL) tatkräftig umsetzen zu wollen. Seither ist vor allem viel darüber geredet worden. Auch gestern.

Obwohl zur Festveranstaltung zur "Eröffnung des Forschungs- und Versuchs-Industriekomplexes für LAL-Technologien auf dem Flugplatz Neuhardenberg" eingeladen war (weltweit im Internet nachzulesen), war von Eröffnung wenig zu spüren. Stattdessen präsentierte Delcon-Vertreter Jürgen Henk einmal mehr einen Berg von guten Absichten. Man wolle sich in diesem Jahr für den Standort Neuhardenberg entscheiden. Man wolle die Neuhardenberger Deklaration, so etwas wie der Kodex der LAL-Enthusiasten, verbreiten. Man wolle die Landesregierung bei ihrer politischen Rehabilitation unterstützen, die sie jetzt brauche, nachdem man in Potsdam wegen der CargoLifter-Pleite die LAL-Technologie mit spitzen Fingern anfasse. Man wolle kleine und mittelständische Unternehmen bei der Clusterbildung unterstützen, bis Ende Juli wolle man zehn solcher Cluster (Firmen-Netzwerke) notariell angemeldet haben. 40 bis 50 Firmen wären bereit, sich über diesen Weg in Neuhardenberg anzusiedeln. Man wolle im Herbst erste Kredite für diese Unternehmen bewilligt bekommen (Bankenvertreter schwiegen gestern gegenüber MOZ dazu). Man wolle verhindern, dass immaterielle Werte der pleiten CargoLifter AG international ausgeschrieben werden. Man wolle eine CargoLifter-Wiedergeburt, die Deutsche Luftfahrt AG (DELAG), bis Mitte September gründen. Man wolle die Zeppelin Europe Tours, ein luftschifftouristisches Unternehmen auf dem Papier, in Neuhardenberg ansiedeln. Man wolle die wissenschaftliche Arbeit am Institut für LAL-Technologie in Wildau in Kooperation mit der dortigen Fachhochschule aufnehmen. Einziges Ist: Das Institut sei gegründet. Es stehe nur wegen fehlender Gelder in Ruhestellung.

Man wollte gestern laut Einladung übrigens auch ein Baustellenschild enthüllen. Daraus aber ist dann doch nichts geworden. In einem halben Jahr vielleicht, sagt Delcon-Mann Henk. (Seite 11)
Mittwoch, 29. Juni 2005 (18:21)"
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Beitragvon Hasseroeder » Do, 30.06.2005 13:35

unter:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... 92/485072/
ist auch zu lesen:

"30.06.2005
Die Luftschiffe sind wieder da

Zeppelin-Stiftung plant Werft und will Cargolifter-Technologie kaufen

GERALD DIETZ

COTTBUS Die Luftschiffe kommen vielleicht nach Brandenburg zurück. Diesmal ist es sogar ein industrielles Schwergewicht, das die fliegenden Giganten in die Mark bringen will. Die Friedrichshafener Zeppelin-Stiftung plant nach MAZ-Informationen, den Technologie-Nachlass des Pleite gegangenen Luftschiffbauers Cargolifter in Brand (Dahme-Spreewald) zu kaufen und eine Montage-Werft für Zeppeline aufzubauen. Zur Stiftung zählt nicht nur die Friedrichshafener ZLT Zeppelin Luftschifftechnik GmbH, sondern auch der Getriebehersteller ZF. Insgesamt hat das Unternehmensgeflecht weltweit einen Umsatz von rund 13 Milliarden Euro und 60 000 Beschäftigte.

Der Cargolifter-Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning bestätigte gestern das Zeppelin-Interesse und die Werftpläne. Die Entscheidung über den Cargolifter-Nachlass liege aber beim Gläubiger-Ausschuss. Heute soll das Vorhaben zudem vom Chef der ZLT-Geschäftsleitung, Bernd Sträter, und vom Luftschiff-Experten Andreas Gebhardt von der Fachhochschule Aachen im Ausschuss für Technologie-Folgen-Abschätzung des Bundestages vorgestellt werden.

ZLT plant ein Nachfolgemodell des derzeit in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) produzierten zwölfsitzigen Personen-Luftschiffs Zeppelin NT, das Platz für mindestens 19 Passagiere bieten soll. Da der Platz in Friedrichshafen nicht ausreicht, will das Unternehmen nach MAZ-Informationen nach Brandenburg ausweichen und hier die Endmontage ansiedeln. Vorgesehen ist die Produktion einer ganzen Flotte. Der Standort in Brandenburg steht noch nicht fest.

Im Gespräch sind das Areal der alten Cargolifter-Werft in Brand und die Flugplätze bei Cottbus und Neuhardenberg (Märkisch-Oderland). Für Neuhardenberg hatte erst kürzlich ein Nachfahre des legendären Graf Zeppelin, Wolfgang von Zeppelin, Pläne einer Werft für den Bau von Kreuzfahrt-Luftschiffen vorgestellt - deren Finanzierung aber noch unklar ist. Dabei war von 200 neuen Arbeitsplätzen in der Produktion die Rede. Besitzer des Cargolifter-Areals in Brand ist derzeit das Freizeitpark-Unternehmen Tropical Island. Die Gesellschafter hatten bereits in der Vergangenheit ihre Bereitschaft signalisiert, auch Luftschiff-Aktivitäten auf dem weitläufigen Areal zu unterstützen.

Mit dem Cargolifter-Nachlass, also den Dokumenten über die Technologie, plant die Stiftung nach MAZ-Informationen ein Leichter-als-Luft Institut (LAL) mit Sitz in Friedrichshafen und Cottbus auf den Weg zu bringen. Das Institut soll die Technologie einerseits für die eigenen Luftschiffpläne nutzbar machen, aber auch anderen Firmen zur Verfügung stellen."
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Beitragvon Lifter » Fr, 01.07.2005 8:30

Zu dem Artikel in der MOZ muss gesagt werden, dass die Dame ganz und gar uninformiert war. Außerdem war das Ganze gar kein Pressetermin, was man auch daran sieht, dass sie die einzige ist, die was geschrieben hat.

Wie man vernehmen konnte, war die Veranstaltung ein Erfolg und ein markierte einen wichtigen Baustein beim Aufbau der "Cluster-Pyramide".

Industrievertreter zeigten sich beeindruckt.

Es zeigt aber wieder einmal, wie sensibel man das Thema Presse behandeln muss. Man muss sich im klaren sein, dass da eine menge Leute mit der Lizenz zum Schreiben rumlaufen, die aber - sagen wir mal - nur eingeschränktes Wissen haben.

Auch die Berichterstattung über das Zeppelin-Engagement ist verwirrend, das gemeinhin alles durcheinandergeworfen wird. Die Fragen halt nicht richtig nach.
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Beitragvon JU » Fr, 01.07.2005 14:25

http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... 62421.html

Freitag, 01. Juli 2005

Bonus für Brandenburg
Zeppelin sucht Fachwissen
sj.

FRIEDRICHSHAFEN. Der Zeppelin-Hersteller ZLT in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) hat Berichte dementiert, nach denen er künftig Luftschiffe in einer neuen Werft in Brandenburg bauen will. Es sei aber durchaus erwünscht, dass Einzelteile für den neuen Zeppelin NT 14 in Brandenburg gefertigt würden, sagte Geschäftsführer Bernd Sträter am Donnerstag der Berliner Zeitung. "Brandenburg hat einen Bonus. Denn wir wollen dahin gehen, wo die Kapazitäten und das Fachwissen vorhanden sind", erklärte er. Endgültige Klarheit über die Teilefertigung bestehe aber erst nach Abschluss der laufenden Ausschreibungen. Die Endmontage des NT 14 - jährlich ein Luftschiff - werde aber in Friedrichshafen erfolgen. "Nur bei einem größeren Bedarf benötigen wir eine neue Montagemöglichkeit", sagte Sträter. Als Standorte seien Cottbus, Neuhardenberg und Strausberg, aber auch das frühere Cargolifter-Gelände bei Brand denkbar. Aber das sei kein Thema von heute, so Sträter.

Der Zeppelin NT 14 ist eine verlängerte Version des aktuellen Zeppelin NT, von dem bisher drei Stück gefertigt wurden. Statt zwölf Passagieren soll die größere Variante 19 Fluggästen Platz bieten und so eine bessere Wirtschaftlichkeit ermöglichen. Der NT 14 (Stückpreis knapp zehn Millionen Euro) soll ab Herbst 2008 kommerziell genutzt werden.

ZLT-Chef Sträter kündigte an, dass sich die Zeppelin-Stiftung um den Nachlass der insolventen Cargolifter AG bemühe. Mit den Dokumenten solle ein Leichter-als-Luft-Institut mit Sitz in Friedrichshafen und Cottbus aufgebaut werden. Über den Cargolifter-Nachlass entscheidet der Gläubigerausschuss, der von Vertretern des Wirtschaftsministeriums und der Landesinvestitionsbank dominiert wird. Die Entscheidung steht noch aus. (sj.)
JU
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