Ethische Firmenleitlinie Cargolifter

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Frodo Baggins
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Ethische Firmenleitlinie Cargolifter

Beitrag von Frodo Baggins »

Nachdem sich in der heutigen Zeit ja nahezu alles den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen unterordnen muss, finde ich ethisch moralisch vertretbare Grundsätze für eine Firma umso wichtiger.
Wo steht CL Cargolifter im Moment, gibt es so eine Art Präambel, in der festgelegt ist, was geht und was nicht?
Der Begriff "Green Company" ist ja bereits vergeben, soweit ich weiß, aber sowas in der Art meine ich...

Beispiele:
- WIndanlage visualisieren und bauen: super, Haken dran
- Konstruktion/Reparatur von fragilen Bauten/Dächern: auch ok.
- Hilfe für Katastrophen bzw. Hilfskran wenn nichts mehr geht: natürlich

aber Bauchschmerzen könnte man bekommen bei:
- Militärischer Einsatz, zB Funkrelais über aufgestiegenen Ballon?
- Überwachung von Großveranstaltungen?
- Unterstützung für Unternehmen, welche erhebliche Umweltschäden anrichten (z.B. Ölförderung in Permafrostgebieten,...)?

Viele Grüße
Frodo

pestw
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Beitrag von pestw »

Frodo Baggins hat geschrieben:gibt es so eine Art Präambel, in der festgelegt ist, was geht und was nicht?
Schriftlich niedergelegt ist da nichts, so viel ich weiß. Derzeit ist diese Anforderung durch die Person von Dr. von Gablenz (und auch seiner Mitstreiter) gewährleistet.
Ich weiß nicht, wer sich noch daran erinnern kann: Da gab es mal die öffentlich geäußerte Idee von Herrn Möllemann, damals in einer leitenden Funktion bei der FDP (oder war er sogar Minister...? Hm - so schnell ist man vergessen... :roll: ). Er schlug vor, Castor-Transporte künftig über die Köpfe der Demonstranten hinweg per CL 160 zu transportieren, um Probleme mit an Schienen angeketteten Demonstranten usw. zu umgehen.

Eine öffentliche Würdigung, über die man sich als Unternehmen eigentlich freuen müsste.

Dr. von Gablenz erklärte in der Presse lapidar, CargoLifter sei angetreten, um logistische Probleme für die Kunden zu lösen, keine politischen.
Das war echt mutig! Das hat ihm viel Respekt bei den Aktionären eingebracht. Auch bei mir, übrigens.

Ich weiß auch, dass Dr. von Gablenz den (verlockenden) Weg, Luftschiffentwicklung über militärische Forschung finanzieren zu lassen, aus ethischen Gründen ablehnt. Ob er auch Überwachung von Großveranstaltungen (die ja auch vor Verbrechen schützt) oder Ölförderung in umweltsensiblen Bereichen ablehnen würde, dafür würde ich nicht die Hand ins Feuer legen, zumal wenn man die Umweltauswirkungen mit CL-Technologie abmildern könnte.

Natürlich gibt es auch keine Gewähr, dass sich die Unternehmenspolitik nicht ändern würde wenn das Unternehmen eine neue Führung bekäme.
Bild :zib Initiative Zukunft in Brand - Wir verleihen CargoLifter Auftrieb!

Soenke
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Beitrag von Soenke »

Moin Moin !

Ich denke, der Grundgedanke so einer Präambel/ Unternehmenskultur/ Sprechweise oder wie auch immer;
sollte angedacht werden.

Persöhnliche Meinung und Gedanken:
Die Bundeswehr, hier vor allem die Luftwaffe, steht derzeit vor 2 ( neben vielen kleineren ) Problemen:
a:
Die neueste " Superdrohne " wird nicht gekauft, weil sie in Deutschland keine Flug-Lizenz bekommt......
Ergibt sich für Deutschland die Frage, wie machen wir Luftraumsicherung und allgemeine Überwachung in Krisengebieten ?? Sämtliche Flieger haben zu kurze Flugzeiten über dem Einsatzgebiet ..........
b:
Der neueste Transporter A400M wird für alles mögliche gebraucht, aber bestimmt nicht um eine Art von Europäischen AWACS darzustellen.
Dafür sind es zu wenige Maschinen, die Amis verkaufen uns die Dinger, Entwicklung dauert zu lange usw.

Also wäre es naheliegend, ein Luftschiff ( so wie die Amerikaner ) für solche Aufgaben zu konzipieren......
Wer hat derzeit das größte KnowHow ?? WIR !
Wer kann kann sich teure Versuche ( halbwegs ) leisten ?? die Armee/ der Staat.

Wenn sich die neue CLAG einer solchen Allianz enthalten möchte, dann sollte dies angedacht werden.

Natürlich müssen wir uns aber auch einer anderen Sache im klaren sein:
Was machen wir, wenn wir gefragt werden ??
Zusammen mit meinen ca. 200 000 Kameraden habe ich geschworen, die Sicherheit meines Vaterlandes und damit unser aller Heimatland treu und tapfer zu verteidigen und zu dienen.
Aus der Nummer komme ( und will ) ich nicht raus.... Damit bin ich auch hier bestimmt nicht allein.
Ausserdem sind wir uns ( hoffe ich ) alle darüber im klaren, was dieser Demokratische Staat uns alles ermöglicht !?!

Auf die schnelle bleibt mir nur aus Goethes Faust:
Nun steh ich hier, ich armer Tor; und bin so schlau als wie zufor !

Wünsche euch allen angenehmes Kopfzerbrechen,
euer Sönke :wave: :carli:

pestw
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Beitrag von pestw »

Soenke hat geschrieben:Zusammen mit meinen ca. 200 000 Kameraden habe ich geschworen, die Sicherheit meines Vaterlandes und damit unser aller Heimatland treu und tapfer zu verteidigen und zu dienen.
Tja - das ist ein Dilemma! Sicherheit des Vaterlandes zu gewährleisten ist das Eine. Aber auf Druck unserer lieben "Verbündeten" werden wir in so manches militärische Abenteuer rein gezogen, wo eine Gefährdung des Vaterlandes nicht wirklich klar erkennbar ist :?
Und das zeigt mir zumindestens Eines: wenn man da erstmal anfängt, Konflikte mit Gewalt(androhung) lösen zu wollen, kommt es schnell vom Hundertsten zum Tausendsten, weil die Grenzziehung schwer ist und schleichend aufgeweicht werden kann und wird.
Bild :zib Initiative Zukunft in Brand - Wir verleihen CargoLifter Auftrieb!

ernstrd
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Beitrag von ernstrd »

Hallo zusammen,

auch ich investiere nur deshalb so großzügig in CL, weil ich der Unternehmensführung vertraue, dass sie sich nicht an militärischen Abenteuern beteiligt.

Ich war zwar auch W12 und stehe auch heute noch zu dem Eid, den ich damals abgelegt habe. Und ich will auch Soenke nicht zu nahe treten, er bestimmt ja nicht die Einsätze. Aber das, wozu unsere korrupten und unfähigen Politiker die BW heute missbrauchen, hat mit Vaterlandsverteidigung nicht viel zu tun. Und wie unter dem Deckmäntelchen der Terrorbekämpfung unter tosendem Applaus die Grundrechte in Stücke geschlagen werden, übertrifft wohl Orwells schlimmste Albträume. (Der Sicherheitspolitikerspruch "Wenn nur ein Menschenleben gerettet werden kann, ist im Antiterrorkampf jedes Mittel erlaubt." ist scheinheilig -- mit Tempo 130 auf AB oder 30 in Städten kann man mehr Menschenleben retten, als insgesamt durch Terror vernichtet werden.)

Nun habe ich etwas Interessantes gehört. Im Zusammenhang mit Apples kreativen Steuerminimierungen hat ein Börsenjournalist gemeint, dass genau genommen Apple das machen musste, weil das Management sonst wegen Untreue belangt werden könne. Und irgendwie hat er da wohl recht. Schließlich ist eine AG primär der Maximierung des Gewinns ihrer Investoren verpflichtet. Auch die miesen Arbeitsbedingungen und Selbstmorde bei Zulieferern sind damit also unvermeidlich.

Und heutzutage, wo Lobbyisten schon an Schulen die Meinung verbreiten dürfen, "Eigentum verpflichtet" sei eine der Freiheit widersprechende Gutmenschen-Spinnerei, kommen Investoren sicher tatsächlich auch vor Gericht mit so einer Begründung durch.

Daher wäre es wohl wirklich gut, wenn die Dinge, die CL nicht will, mal schriftlich festgehalten würden, ob in der Satzung oder einem Ethik-Dokument. Auch im Hinblick auf die Lizenzvergabe an die "Operations"-Firmen sollte geregelt sein, welche Aufträge nicht angenommen werden dürfen. Vielleicht könnte man zumindest einen Entwurf schon bei der HV haben, da demnächst wohl eine größere Menge Aktionäre dazukommen.

Nicht, dass eines Tages ein CL-Aktionär das Management verklagt, weil die Ablehnung eines militärischen Auftrags vielleicht den Gewinn etwas reduziert.

Das mit der Rohstoffförderung in abgelegener Natur ist für mich insofern vertretbar, wenn CL dazu beträgt, den Eingriff schonender durchzuführen: kein Straßenbau nötig, Rückholung von Abfällen möglich, ... Wenn CL so eine Entgiftungsanlage http://www.goldseiten.de/minen/mine.php ... l&mid=1775 in die Wildnis bringt, habe ich sicher nichts dagegen.

Lift on.
Roland

Hasseroeder
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Beitrag von Hasseroeder »

Deine Gedanken sind nicht von der Hand zu weisen, deshalb sollten wir uns wirklich Gedanken machen.
Wo fängt eine militärische Nutzung an?
Ich würde sagen: " Wenn der Einsatz, auch indirkt von militärisch Verantwortlichen geleitet wird, oder eine sichtbare militärische Nutzung vorliegt, muss sich die "Cargolifter KGaA" verweigern oder zurückziehen. Dabei spielt keine Rolle, welches Land und welcher Grund zum Einsatz vorliegt oder eben vorlag."
Wenn die örtlichen Machthaber dann selbst ihre Strategie durchsetzen und CL zwingen, gegen seine Grundsätze zu verstoßen, müssen anschliessend rechtliche Schritte eingeleitet werden.
Natürlich sollte im Vorfeld auch schon abgeklärt werden, daß eine solche Situation nicht eintritt.
Gibt es irendwo schon Firmen, die sich in dieser Hinsicht bereits festgelegt haben?
Ich möchte, daß die "CARGOLIFTER KGaA" mit dem neusten Kranballon der Welt, erfolgreich Lasten hebt oder bewegt, und damit also belegt, daß der "CL 160" realisierbar war!!!

http://www.hsb-wr.de/hsb_barrierefrei/webcams/

crd
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Beitrag von crd »

Hallo Zusammen,

wenn so ein Thema auf der bevorstehenden HV beschlussfähig sein soll, müsste ein entsprechender Antrag gestellt werden (vorab schriftlich). Da wir den Schwerpunkt auf die Technikvorführung in Bitterfeld gelegt haben (hoffentlich klappt das trotz/wegen Hochwasser), hat die HV ein straffes Programm. Es geht um den Markteintritt. Das dafür vorgesehene Produkt (samt Technik) soll vorgestellt werden.Ich halte das Thema 'Ethische Leitlinie' für wichtig genug, um es nicht über das berühmte Knie zu brechen. Wir werden nach den Vorführungen bestimmt so etwas wie Open-End haben. Da können wir ausgiebig darüber diskutieren.
Sicherlich hat auch und insbesondere die Bundeswehr zu lösende, logistische Aufgaben, bei der unser Lufthaken eingesetzt werden könnte. Auch könnte unser Ballonsystem vielleicht zur lokalen Gefechtsfeldüberwachung eingesetzt werden. Die Geschichte hat gezeigt, dass viele zivile Nutzungen erst ermöglicht wurden, weil das Militär Technologien zur Marktreife gebracht hat.
Für den Einsatz unseres Lufthakens/Mini-Kransystems wurden bis jetzt angesprochen:
Das THW, regionale Feuerwehren, Rettungsdienste, Kranverleiher.

Was ist, wenn die Bundeswehr bei Hochwassergefahr zur Errichtung/Ausbesserung von Dämmen eingesetzt wird?
Mit unseren Ballonen können ganze Dammkomponenten ab 250 kg aufwärts schneller bewegt werden, als 10 kg Säcke per Menschenkette.

Ein weiterer Aspekt, der schwer zu handhaben ist, ist folgender. Unsere Partner unterliegen der jeweils vor Ort geltenden Rechtslage. Was ist/was kann getan werden, wenn CL-Systeme unserer Partner beschlagnahmt und für militärische Zwecke eingesetzt werden? Ist so etwas absehbar? Was kann/ was soll CL vorher wie prüfen?

Wie gesagt, dass Thema 'Ethische Leitlinie' ist spannend, aber nicht einfach zu handhaben. Das muss sich entwickeln, am besten zusammen mit den Aktionären.

Alles Gute

CRD

ernstrd
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Beitrag von ernstrd »

Das war vielleicht ein bisschen missverständlich formuliert. Ich habe natürlich keine beschließbare Version bei der HV erwartet, sondern gemeint, dass wir dort (bzw. an diesem WE) darüber diskutieren sollten. Und ein erster Entwurf würde (auch ohne in der Satzung zu stehen) neuen Aktionären zeigen, auf was sie sich einstellen sollten.

Es ist mir klar, dass unsere besten Einsatzmöglichkeiten in Gegenden der Welt liegen, die potentiell nicht unbedingt politisch stabil sind. Sogar Indien z.B. hat sich in letzter Zeit eher durch eine lockere Haltung zu Patenten und sogar Enteignungen ausländischer Firmen hervorgetan. Und dass die über unser Veto lachen, wenn sie so einen Ballon im Rahmen eines Angriffs auf ihre Nachbarn gebrauchen können, dürfte naheliegen. Ich meine nur, dass man sich "in ruhigen Zeiten" vom Militär fernhält und "reguläre Aufträge/Kooperationen" vom Militär nicht annimmt. Man muss es ihnen ja nicht noch leicht machen oder ihnen die Möglichkeit geben, auszuprobieren, wozu man LTA alles gebrauchen kann. Und man muss die Ballone ja auch nicht unbedingt im unsichersten Land der jeweiligen Region stationieren.

Lift on.
Roland

crd
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Beitrag von crd »

Hallo Zusammen,

es gibt ein paar Aspekte/Fragen, die möchte ich rein spekulativ in den Raum stellen. Ihr könnt ja bis zu unserer diesjährigen HV darüber nachdenken und dann können wir bei einem Bier (oder zwei) darüber diskutieren.
Wenn unsere Soldaten insbesondere im Ausland deutsche Interessen vertreten (dabei durchaus unter Einsatz ihres Lebens), dann haben sie einen Anspruch auf die bestmögliche Ausrüstung. Was ist, wenn sich die Produkte von CL als solches erweisen?
Wir befinden uns trotz oder gerade wegen unserer Geschichte immer noch im Bereich des start-ups. Was ist, wenn die Bundeswehr an uns herantreten sollte, mit dem Wunsch 100 Lufthaken oder sogar größere Systeme zu kaufen?
Ein Auftrag dieser Größenordnung hätte einen großen Einfluss auf die Realisierung unserer Geschäftsideen.

Alles Gute

CRD

Hasseroeder
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Beitrag von Hasseroeder »

Hallo zusammen,
wir gehen mit unseren Beiträgen immer weiter in die Einzelheiten und die sind ja auch von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Ich bin aber der Meinung, daß ein Humaneinsatz in z.B.Indien zu vertreten wäre.
Die Verteidigung "Deutschlands am Hindukusch (lt. Karte größtenteils in Pakistan) ist aber sehr fraglich und da sollten sich die zuständigen Politiker mal selbst für längere Zeit an so einem Kampfeinsatz beteiligen.
Ob wir das lösen können :?: :zib :heart: D :-sup :clkg:
Ich möchte, daß die "CARGOLIFTER KGaA" mit dem neusten Kranballon der Welt, erfolgreich Lasten hebt oder bewegt, und damit also belegt, daß der "CL 160" realisierbar war!!!

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Soenke
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Beitrag von Soenke »

Hallo LTAler !!

Was für eine vielzahl an Argumenten. Alle sind gut bis sehr gut.
@ Roland, No Problem, bin belastbar mit kritischen Fragen :-))

Hier mal ein paar Daten, Einsätze, Gegebenheiten etc. aus meinen vergangenen BW- Jahrzehnten:
1986 ( jaja, lange her ) waren die EU,USA, VN, Russland etc. in Afrika/ Sahelzone.
Problem: NAhrung und Hilfsmittel in eine Region zu transportieren wo es GAR NICHTS gab !
Keine Logistik, Keine Flugplätze, Keine Ortskundigen; nur Hunderttausende Hungernde.
1999/ 2000 Osttimor. Durch Bürgerkrieg zu 85 % zerstörte Infrastruktur. Als die VN da rein sollten,
haben wir MedEvak Transall`s nach Darwin/ Australien verlegt, sonst wäre nicht einmal ein Bein- oder Blinddarmdurchbruch zu behandeln gewesen.
2002 und 2013 Hochwasser, ohne weitere Worte.
Seit über 10 Jahren sind wir in AFG, das Camp in Mazar wird von Amis u.a. von einem Fesselballon überwacht ( die Ausenbereiche ), Der Ballon ist rein defensiv. Wie groß und was er kann > ???

Jetzt ein paar Gedankengänge:
Vor ein paar Jahren hat es ein neues Weißbuch gegeben. Da drin steht ( verklausuliert ) das der deutsche Staat auch seine Handelswege verteidigen muß........... Schwups waren wir am Horn von Afrika.
Ich stelle mir mal jetzt einen Waffentragenden Ballon als Schleppdrohne hinter einem DEU Frachter vor.......

Nach dem Debakel um den EuroHawk, brauchen wir ein Trägersystem für die ( von uns ) entwickelte Aufklärungselektronik. Die braucht vermutlich nur Strom, Hydraulik, Klima und Funkanbindung.
Wie schnell das Trägersystem ist, ist fast egal. Hauptsache die Einsatzzeit vor Ort ist ausreichend.....

Ich glaube eine Anfrage irgendeines Militärs wird kommen.
Bereits vor hundert Jahren sind Luftschiffe gefahren, die Technik funktioniert, das wissen wir alle.
Da im milit. Bereich oftmals die Nutzung for dem Preis kommt.....
Was, wenn uns einer 500tausend für einen 250KgBKS mit Fliege bietet ?????
Ablehnen ???? Annehmen ???????
Ein Beispiel: Es werden Bakterien entwickelt, die auf Sprengstoff mit " Farbumschlag " reagieren. Man macht ein Foto, und weiß wo der Sprendstoff ist. Soll für das Auffinden von AntiPersonenMinen genutzt werden.
Das Problem ist jetzt das Ausbuddeln der APM`s. Also baut man einen transportablen Laser, der die Zünder der Minen " aufkocht ". Der Laser muß nur möglichst dicht, und von oben an die APM gebracht werden.
DA wäre ein BKS ideal.
Aber so etwas an z.B. die Serben zu verkaufen ? Was machen die WIRKLICH mit dem Laser ?????

Mein persöhnliches Fazit:
Wir werden eine weitere Firma gründen müssen,
die sich speziell um Sicherheitstechnische Anfragen kümmern muß.
Das ist schizophren, tut vielen weh und ist sicherlich inkonsequent.
Hat auch was von " Die anderen sind die Bösen, ich war das nicht "
Ich weiß, und auch ich bin damit nicht glücklich.
Aber über kurz oder lang sehe ich für uns CL- Leute keine andere Möglichkeit.

Freue mich auf eure Statements,
wünsche euch allen ruhige und trockene Nächte,
Sönke

physeagle
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Beitrag von physeagle »

Ich glaube wir müssen uns um die militärische Nutzung noch keine Sorgen machen. Die aktuell Führung hat dazu eine klare Meinung. Wäre es anders hätten wir längst unsere Aufträge und Einnahmen. Einsatzmöglichkeiten gäbe es ja zur genüge. Ich hätte übrigens auch kein Problem mit unserem Ballon APMs wegzuräumen. Und das wird vielen hier so gehen.

Soenke
Joey
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Beiträge: 41

Beitrag von Soenke »

Moin Moin !

@ physeagle: > Die aktuell Führung hat dazu eine klare Meinung.<
Welche Führung meinst du ?
Die von Cl, die mil.Führung ??

Ich glaube zum jetzigen Zeitpunkt nicht, das innerhalb Europas irgendeine Armee auf Ballon`s setzt.
Dafür machen die derzeitigen Luftfahrzeuge genug Ärger.
Siehe NH90, A400M, Drohne ..........
Da wird sich keiner mit einem Ballon blamieren wollen........

WIR werden also eine Nutzung des Ballon`s entwickeln, lizenzieren, und bauen müssen.
In der Hoffnung, irgendeiner braucht, was wir uns ausgedacht haben.
Komplett nutzbar mit Zipf und Zapf !
Kein Gezatter mit FAA,LBA, BWB, den Grünen, dem BUND oder irgendeinem deutschen dauernörgler....... :#|
Das wird nicht einfacher werden. Und weiter Zeit und Geld kosten.
Und wir brauchen Leute die mit dem Ohr am Boden Gras wachsen hören !!

Gruß,
Sönke :carli:

physeagle
Beiträge: 7

Beitrag von physeagle »

Ich meinte unsere Führung. von Gablenz lässt das anscheinend nicht zu. Möglicherweise auch wegen Geheimhaltungsverträgen die bei militärischen Entwicklungsprojekten wohl unumgänglich wären. Ich finde wir sollten uns auf Transport beschränken. Ob Güter für Kanadas hohen Norden, Sibirien oder den Amazonas, Sandsäcke an der Elbe oder Trümmer in Pakistan ist doch eigentlich egal. Das schöne an unserem Verfahren ist doch auch, dass wir praktisch nicht in die Umwelt eingreifen müssen. Logistik wie Straßen, Schienen oder Kanäle ist nicht notwendig. Der Einsatz ist auch im Sumpf möglich, wo andere Kräne keine Chance hätten. Und wir sind auch sehr schnell verfügbar, ein großer Vorteil im Krisenfall. Meiner Meinung nach gibt es im zivilen Bereich mehr als genug Anwendungen.

Und ein Kommentar zu den Dauernörglern:

Mach die Leute von z.B. Grünen und Bund nicht schlecht. Ich gehöre auch dazu. Und Leute wie diese haben auch immer wieder Zweifel am Status Quo geäußert, die uns den Weg bereitet haben. Es muss nicht überall ne Straße hinführen. Wir können auch durch die Luft. Das schützt die Natur und unseren Lebensraum, senkt aber auch deutlich die Kosten. Konstruktives Nörgeln hilft eingetretene Wege zu verlassen, wie wir es bei CL immer vorhatten und vorhaben.

LG physeagle

Soenke
Joey
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Beitrag von Soenke »

Moin Moin !!

Ja, das Thema mit der Geheimhaltung.....
Ist aber eigentlich nur da ein Punkt, wo die " echte Hightech " ansetzt.
Z.B. bei Elektronik-Entwicklern.
Wir mit unserer BallonTechnik brauchen nur unsere Patente schützen.
Das wäre den Militärs egal, sie fahren ja z.B. auch ganz normale Autos, für normale Fahrten.

Da wir im Moment nur Ballone ( teilweise mit leichten Vortrieb ) bauen,
ist wohl eher an ein stationäres Umfeld zu denken.
Hier gibt es aber wirklich reichlich Möglichkeiten !
Bis wir wieder den LangstreckenTransport angehen, wird es wohl noch etwas dauern. ( Schade !! )

Auch noch zu dauernörglern:
Es ist schon gut, das den Technikverliebten auch mal ein NEIN gesetzt wird.
Aber manchmal frage ich mich.....
Aktuelles Beispiel:
Hier bei uns in Schleswig Holstein entbrennt gerade die Frage wegen einer neuen Hochspannungsleitung an der Westküste. Ohne eine neue Stromleitung kriegen wir Wind-/ Solarstrom nicht in die Zentren.
Die StromMasten sollen jetzt nicht gebaut werden, verschandeln die Umwelt, fliegen Vögel gegen etc.
Die HGÜ-Technik ist wesentlich teurer, bietet kaum Anschlußmöglichkeiten und dauert für den Bau noch zu lange...
Die Zeichen bei beiden Parteien stehen auf Sturm. Hauptproblem meiner Meinung nach: Es wird bis zum Exzess vor Gericht gestritten, und wir verlieren vor allem Zeit ! Soll die Energiewende gelingen, haben wir genau die nicht..... Ich hoffe, irgendeiner schaft es diesen Knoten durchzuschlagen.....

Beste Grüße,
Sönke :carli:

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