Ich denke wir werden in Zukunft noch einige Überraschungen erleben.
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Luftschiff-Konzern im Anflug
Englisches Unternehmen ATG will künftig Teile seiner fünf serienreifen Fluggeräte in Brandenburg produzieren
Von Matthias Matern
Cottbus - Trotz Cargolifter-Pleite ist der Traum vom Luftschiff aus Brandenburg nicht ausgeträumt. Gerade wurden die letzten Überbleibsel des einstigen Hoffnungsträgers für wirtschaftlichen Aufschwung in der Mark auf einer Auktion feilgeboten. Doch nun hat die Vision vom dahin gleitenden Riesen aus Brandenburg neuen Auftrieb bekommen. Von den britischen Inseln lässt eine frische Brise neue Hoffnungen aufkommen.
In Kooperation mit der Technischen Universität Cottbus beabsichtigt der englische Konzern ATG (Advanced Technologies Group), künftig zumindest Teile seiner bereits fünf serienreifen Luftschiffe in Brandenburg zu produzieren. Das Unternehmen aus Cardington beschäftigt sich seit 30 Jahren mit der Leichter-als-Luft-Technik. Das US-Verteidigungsministerium ist ATG-Kunde, Verbindungen bestehen nach Korea, Japan und Australien.
Für den Präsidenten der TU Cottbus, Ernst Sigmund, der ideale Partner:
Interessant ist die Cottbusser Uni für die fliegenden Engländer wegen der weit entwickelten Forschung im Bereich Leichtbau, Hochfrequenzkommunikation und Antriebstechnik. Auch der Cargolifter AG standen die Wissenschaftler aus der Lausitz zur Seite. Vor allem das Knowhow zur Antriebstechnik und die Nähe zur Universität seien für ATG Ausschlag gebend, berichtet Sigmund. Insbesondere mit Blick auf das Prestigeprojekt von ATG, den "Sky Cat", ein Luftschiff, das bisher nur als Modell existiert und 2005einsatzbereit sein soll.
Konzipiert ist "Sky Cat" für den Personen- und Gütertransport. Mit einer geplanten Länge von 307 Metern und einem Durchmesser von 77 Metern, soll der Riese bis zu 1000 Tonnen Fracht 200 Stundenkilometer schnell durch die Lüfte tragen.
Kommentar***Vielleicht kann man zwischen den Palmen die Teile fertigen, Besucher werden ja wohl sowieso nicht zahlreich anwesend sein?***Kommentar Ende
Konkretes Interesse an dem fertigen Luftschiff kommt aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. "Mit dem Emirat Sharjha nahe Dubai hat ATG bereits einen Vertrag unterzeichnet", weiß der Uni-Präsident. Sollte "Sky Cat" teilweise in Cottbus produziert werden, könnten noch wesentlich mehr Arbeitsplätze entstehen.
Ebenfalls nicht lassen von der Vision eines Luftschiffes aus Brandenburg will Rolf-Dieter Mönning
© Berliner Morgenpost 2003

